In der 27. Runde der 2. Klasse Süd B feierte der SV Ollersdorf einen 4:2-Auswärtssieg bei Wallendorf-Mogersdorf. Früh in Führung, dann lange verschwenderisch mit den Chancen – und nach der Pause mit kühlem Kopf die Weichen gestellt: Daniel Horvath traf dreimal, Leonard Horvath legte nach der Pause nach. Sportchef Christian Illedits sprach von einer „klaren Angelegenheit“, mahnte aber auch die Chancenverwertung und die Standards an. Die Heimelf hielt trotz Unterzahl zwischenzeitlich dagegen, am Ende setzten sich Tempo, Kraft und Präzision der Gäste durch.
Die Partie begann aus Sicht der Gäste beinahe ideal: Nach nicht einmal zwei Minuten brachte Daniel Horvath den SV Ollersdorf 1:0 in Front. Was folgte, beschrieb Christian Illedits mit klaren Worten: „Über das ganze Spiel gesehen war das eine klare Angelegenheit für uns. In den ersten 20 Minuten hatten wir fünf satte Chancen und machen nur ein Tor.“ Weil die Gäste trotz Überlegenheit liegen ließen, kam Wallendorf-Mogersdorf besser ins Spiel – und schlug spät im ersten Durchgang zu. Nach einem schnellen Umschaltmoment und schwachem Defensivverhalten der Gäste, wie Illedits einräumte, traf Bálint Péter Puhr in Minute 41 zum 1:1. „Das 1:1 fällt nach einem schnellen Umschaltspiel – da verteidigen wir schlecht“, sagte der Sportchef. Mit diesem Remis ging es in die Pause, obwohl Ollersdorf zuvor deutlich mehr vom Spiel gehabt hatte.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste im Tempo nochmals zu. „Wir haben nach der Pause vorne gepresst und uns Chancen im Fünf-Minuten-Takt erarbeitet“, schilderte Illedits. Kurz darauf kippte die Partie endgültig zugunsten der Gäste: Wallendorfs Christoph Merkl sah in Minute 57 Rot, nur eine Minute später übernahm Ollersdorf wieder die Führung – Leonard Horvath traf zum 2:1. „Das 2:1 war wichtig“, so Illedits. Doch die Heimelf meldete sich trotz Unterzahl zurück: In der 65. Minute stellte Mark Soos auf 2:2. „Das 2:2 kommt aus dem Nichts, das ist die alte Wahrheit: Tore, die man nicht schießt, bekommt man“, ärgerte sich Illedits – zumal er das Chancenverhältnis am Ende bei etwa 15:4 für seine Mannschaft sah.
Ollersdorf blieb am Drücker und belohnte sich schließlich doppelt. In Minute 78 traf erneut Daniel Horvath zum 3:2, sechs Minuten später legte der Angreifer seinen dritten Treffer des Tages nach und stellte in Minute 84 auf 4:2. „Zum Glück hatten wir mehr Kondition, und in Überzahl haben wir dann die Treffer nachgelegt“, ordnete Illedits die Schlussphase ein. Die Heimelf kämpfte, doch gegen das späte, zielstrebige Ollersdorfer Anlaufen fand sie keine Antwort mehr.
In der Analyse hob Christian Illedits die eigene Wucht nach vorne hervor – und nannte die Unterschiedsspieler: „Der dreifache Torschütze Daniel Horvath, dazu Leonard Horvath und Tristan Kopfer im Mittelfeld – die haben heute den Unterschied gemacht.“ Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Unsere Umschaltmomente sind gut, wir kreieren viele Chancen – aber die Auswertung war äußerst mangelhaft. Bei Ecken und Freistößen haben wir Defizite, da ist viel Luft nach oben.“ Den Gegner sah er an diesem Tag mit „wenig spielerischen Mitteln“ und „durch Undiszipliniertheiten selbst geschwächt“, ohne die Leistung der eigenen Mannschaft zu schmälern. Für das Saisonfinale gab er die Marschroute aus – und verband sie mit Hoffnung: „Wir sind glücklich, weil wir im letzten Spiel die Chance haben, mit einem Heimsieg vom vorletzten Platz noch einen gutzumachen.“