In der 2. Klasse Süd B setzte es für den SV Heiligenbrunn zum Abschluss der 27. Runde eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen den UFC Gerersdorf-Sulz. Heiligenbrunn legte stark los und ging früh in Führung, ließ aber das 2:0 aus und musste sich am Ende der besseren Chancenauswertung der Gäste beugen. Co-Trainer Mario Bozo sprach von einer „gerechten X-Partie“, haderte aber mit der eigenen Konsequenz vor dem Tor und lobte den Gäste-Goalie, der in der Schlussphase mehrere Abschlüsse entschärfte.

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Der Start gehörte den Hausherren. Heiligenbrunn war griffig, suchte schnell den Weg nach vorne und wurde belohnt: Nach elf Minuten stellte Mark Balogh auf 1:0. Was dem Spiel des Bozo-Teams in dieser Phase aber fehlte, war das zweite Tor – und die Chance dazu war da. „Wir machen das 1:0, haben die Chance aufs 2:0, treffen aber nicht“, ärgerte sich der Co-Trainer. Das rächte sich, denn Gerersdorf-Sulz kam in Minute 22 durch Laszlo Toth zum 1:1. Zur Pause war alles offen. Direkt nach dem Wiederanpfiff erwischten die Gäste Heiligenbrunn dann eiskalt: In der 48. Minute traf Zoltán Szökrönyös zum 1:2. „Das 1:2 fällt nach unserem Fehler“, meinte Bozo. Danach drückten die Hausherren wieder, suchten den Ausgleich und warfen viel nach vorne – doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie.
Mario Bozo zeichnete nach dem Abpfiff ein differenziertes Bild der 90 Minuten. „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, sagte er, verwies aber auf die verpasste Vorentscheidung aus kurzer Distanz: „Das wäre es eigentlich gewesen.“ Nach Seitenwechsel habe Gerersdorf-Sulz „die ersten 15, 20 Minuten“ mehr vom Spiel gehabt, ehe Heiligenbrunn wieder aufs Gas drückte. Besonders hob Bozo den starken Gäste-Schlussmann hervor: „Der Torwart hat einen super Tag gehabt. Der hat eigentlich alles gehalten, was es zu halten gibt.“ Als Kern des Ergebnisses benannte er ohne Umschweife: „Der Unterschied lag in der Chancenauswertung. Sie haben das Tor getroffen, wir leider nicht.“ Selbstkritisch fügte er an: „Die Disziplin und die Konzentration waren nicht so wie in den letzten Partien.“ Lob gab es für das Schiedsrichterteam: „Es gibt keine Diskussionen. Der Schiedsrichter war auf beide Seiten gerecht.“
Die Niederlage kam für Heiligenbrunn in einer Phase, in der die Personaldecke dünn ist. „Wir waren sehr ersatzgeschwächt, einige Spieler sind verletzt oder wurden operiert“, erklärte Bozo und kündigte an, dass sich die Lage bis zur letzten Runde kaum entspannt: „Diese Partie und die nächste Partie auch wieder, leider.“ Besonders schmerzlich: Der Kapitän wird fehlen – aus einem erfreulichen Grund. „Wir müssen auf unseren Kapitän verzichten, er heiratet. Das war sein letztes Match, er hat seine Karriere beendet“, so Bozo. Der Blick geht dennoch nach vorne: „Wir fokussieren uns jetzt auf die letzte Runde mit ehrgeizigem Training und wollen unseren Platz gut absichern.“
In der Tabelle stehen die Burgenländer aktuell auf Rang sechs (31 Punkte), Gerersdorf-Sulz hält nach dem Auswärtssieg bei 40 Zählern und Platz vier. Für Heiligenbrunn bleibt das Ziel klar: noch einmal alles reinhauen und mit einem Erfolg in die Sommerpause gehen.