Zum Abschluss der 28. Runde in der 2. Klasse Süd B trafen der SV Ollersdorf und der SV Heiligenbrunn aufeinander. Die Hausherren setzten sich mit 3:1 durch und nutzten ihre Momente, während Heiligenbrunn an einer frühen Großchance und eigenen Nachlässigkeiten knabberte. Gäste-Trainer Peter Racz brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Das zweite Tor hat das Match entschieden.“ Ollersdorf brachte die Führung über die Zeit, Heiligenbrunn kam spät zum Anschluss – zu spät, um den Abend noch zu drehen.

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Es war die letzte Meisterschaftsrunde, die Luft wirkte schwer, und beide Teams taten sich zunächst schwer, Tempo in die Partie zu bringen. Aus Heiligenbrunner Sicht begann es dennoch vielversprechend. „Wir haben massiv angefangen, der Gegner hatte kaum Chancen. Wir hatten die erste riesengroße Hundertprozentige – und haben sie nicht genutzt“, ärgerte sich Peter Racz. Fast im Gegenzug kippte die Partie in eine andere Richtung: In der 29. Minute stellte Christian Konrad auf 1:0 für Ollersdorf, ein Treffer, der genau in diese offene Phase fiel. Bis zur Pause blieb es beim knappen 1:0, auch weil Heiligenbrunn die letzte Präzision fehlte. Nach dem Seitenwechsel legte Ollersdorf nach: Leutrim Shala erhöhte in Minute 52 auf 2:0 – jener Moment, auf den Racz immer wieder verwies. „Das zweite Tor hat das Match entschieden“, sagte der Coach. Als Daniel Horvath in der 65. Minute sogar auf 3:0 stellte, war die Messe praktisch gelesen. Heiligenbrunn bäumte sich noch einmal auf und kam durch Peter Saly in der 85. Minute zum 3:1, am Endstand änderte das aber nichts mehr.
In seiner Analyse nahm Peter Racz vor allem die Schlüsselstellen ins Visier. „Wir hätten in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen. Dann haben wir in der Abwehr unachtsam agiert, das hat Ollersdorf zum 1:0 genutzt“, erklärte er und ergänzte: „Nach dem Rückstand war es in der letzten Runde schwer, wieder aufzustehen.“ Auch nach der Pause passte für ihn das Bild: „Wir sind brav gestartet, aber das 2:0 hat die Partie entschieden.“ Der Trainer machte den Auftritt nicht an mangelndem Willen fest, sondern an der Substanz: „Uns haben wieder viele angeschlagene Spieler gefehlt. Man hat das gemerkt.“ Gleichzeitig verteilte er fair Anerkennung an den Gegner: „Ollersdorf war nicht viel stärker als wir, aber sie haben kompakt gespielt und waren in der Mitte und vorne besser.“ Von einem Leckerbissen wollte Racz ohnehin nicht sprechen: „Beide Mannschaften waren heute eher mittelmäßig unterwegs. Das war kein Spiel für Zuschauer.“
Bei aller Enttäuschung blieb der Heiligenbrunn-Coach sachlich. „Nach dem ersten Tor hat Ollersdorf mehr Motivation gefunden und unterm Strich verdient gewonnen“, meinte Racz, der auch dem Unparteiischen ein faires Zeugnis ausstellte: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Ein, zwei Abseitsentscheidungen waren aus meiner Sicht falsch, aber das war auf beiden Seiten.“ Positives nimmt er vor allem aus dem gesamten Frühjahr mit: „Trotz vieler Ausfälle haben wir viele Spiele gewonnen. Auf diese Frühjahrsmeisterschaft können wir stolz sein.“ In der Tabelle schließen die Ollersdorfer die Saison als Sechster mit 33 Punkten ab, Heiligenbrunn folgt mit 31 Zählern auf Rang sieben. Der Blick geht trotzdem nach vorne: „Jetzt brauchen wir eine ruhige Pause und arbeiten dann voll für die nächste Saison. Hoffentlich spielen wir nächstes Jahr wieder eine spannende Meisterschaft.“