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„Wir wollen deutlich weniger Gegentore“ – Racz stellt Heiligenbrunns Weichen für die neue Saison

SV Heiligenbrunn

Beim 2. Klasse Süd B-Team des SV Heiligenbrunn ist die kurze Sommerpause bereits in Sicht, der Blick aber längst nach vorne gerichtet. Nach Platz sieben und 31 Punkten bilanziert Trainer Peter Racz offen, aber zuversichtlich: Der Herbst war holprig, das Frühjahr solide, trotz vieler Ausfälle. Jetzt setzt er klare Schwerpunkte: „Wir wollen deutlich weniger Gegentore bekommen.“ Dazu plant Heiligenbrunn einen Sommer mit fokussierter Vorbereitung, punktuellen Kaderanpassungen und sechs Testspielen.


Schuhe mit Tornetz

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Zwischen Baustelle Herbst und stabilem Frühjahr: Racz zieht einen ehrlichen Strich

Peter Racz beschreibt eine Saison in zwei Teilen. „Wir sind im Sommer mit einer neu formierten Mannschaft gestartet. Die Herbstsaison war nicht nach Wunsch“, sagt der Coach und verweist damit auf Anlaufprobleme, die den Start erschwerten. Der Umschwung kam nach der Winterpause: „Wir haben gut vorbereitet und im Frühjahr gut gestartet.“ Was nach geradem Kurs klingt, wurde allerdings durch zahlreiche Ausfälle gebremst. „Unser Unglück waren sehr viele Verletzte, einige auch schwerer verletzt“, erzählt Racz. Umso stärker hebt er die Reaktion seiner Truppe hervor: „Gott sei Dank haben Disziplin, Wille und die Ersatzspieler gegriffen. Sie haben sehr gute Leistungen gebracht.“ Unterm Strich fällt sein Resümee nüchtern, aber positiv aus: „Das Frühjahr war ganz okay. Es hätte besser sein können, aber mit der ersatzgeschwächten Mannschaft war das eine gute Saisonhälfte.“

Gute Stimmung trotz Dämpfer, Abgang Fabsits, Zugang Kosik und ein kurzes Durchatmen

Der Schlussakkord brachte zwar zwei Niederlagen, die Stimmung blieb dennoch intakt. „Wir haben die Meisterschaft in guter Stimmung beendet“, sagt Racz und beschreibt ein starkes Abschlusstraining vor der Pause. Drei Wochen ohne Fußball sollen die Köpfe freimachen, ehe es ab Juli wieder ernst wird: „Dann wollen wir voll auf Fußball fokussieren.“ Personell gibt es Bewegung: „Unser fixer Abgang ist Elias Fabsits. Er geht nach Kuchl“, bestätigt Racz. Von Groll keine Spur, im Gegenteil: „Wir freuen uns, dass einer von uns den Schritt höher wagt. Ich wünsche ihm alles Gute, er war ein wichtiger Spieler.“ Gleichzeitig wird am Kader gearbeitet: „Milan Kosik kommt aus Güssing, weitere Neuzugänge wollen wir bis 10. Juli fixieren.“ Racz’ Plan ist klar: punktuell verstärken, intern die Lücken schließen und die gute Frühjahrsbasis in echte Konstanz verwandeln.

Urlaube, Testspiele, klare Ziele: So will Heiligenbrunn den Sommer nutzen

Im Unterhaus ist der Sommer selten planbar, das weiß auch Racz. „Die Vorbereitung ist immer schwer, weil viele wegen Firmenurlauben weg sind“, sagt er. Der Coach steuert dagegen, indem er den Kalender straff plant: „Ich will, dass Anfang August alle ihren Urlaub hinter sich haben. Dann kann ich den vollen Kader ausschöpfen.“ Inhaltlich setzt er auf eine einfache Linie, hohe Intensität und Arbeit an der Basis: „Wir wollen das Beste aus Training und Tests herausholen und an der Ausdauer arbeiten.“ Sechs Vorbereitungsspiele sind angedacht, unter anderem gegen Güssing und Kufin sowie gegen ungarische Landesligisten. Der Blick auf die Liga schärft die Ansage: „Es wird härter als zuletzt.“ Deshalb formuliert Racz zwei Zielmarken – eine sportliche und eine tabellarische. „Unsere Hauptaufgabe ist, viel weniger Tore zu bekommen“, betont er. Und: „Unser Ziel ist, in den ersten Vier zu sein.“

Leidenschaft als Maßstab und Respekt vor dem Meister

Wofür Racz seine Mannschaft stehen sehen will, fasst er in wenigen Worten zusammen: „Besonders am Herzen liegen mir Leidenschaft und Disziplin.“ Als Referenz nennt er einen Frühjahrssieg, der ihm hängen blieb: „Für mich war das die beste Leistung im Frühjahr.“ Auch den Taktgeber der Liga ordnet er klar ein – der spätere Meister überzeugte ihn mit Tempo und Durchschlagskraft. „Sie waren dynamisch und haben es verdient geschafft“, sagt Racz über die Ligaspitze, während er den Rest des Feldes eng beisammen sieht. Genau hier will Heiligenbrunn ansetzen: mit einer konzentrierten Vorbereitung, einem Kader, der Anfang August vollzählig ist, und einer Defensive, die verlässlicher zupackt. Der Plan ist bodenständig, aber deutlich – weniger zulassen, Chancen nützen, Ruhe bewahren. Oder wie Racz es sagt: „Schauen wir, was möglich ist, aber wir wollen bereit sein, wenn’s losgeht.“