Spielberichte

„Das 3:2 nach der Pause war sehr wichtig“ – Gerersdorf-Sulz bleibt mit Auswärtssieg makellos

USV Burgauberg-Neudauberg
UFC Gerersdorf-Sulz

In der 2. Klasse Süd B hat UFC Gerersdorf-Sulz beim USV Burgauberg-Neudauberg einen offenen Schlagabtausch mit 3:2 für sich entschieden. Co-Trainer Valentin Tschech sah eine Partie, in der seine Mannschaft immer wieder die Führung vorlegte, offensiv lange viel richtig machte und sich vor allem mit dem dritten Treffer kurz nach der Pause die Basis für den Auswärtssieg schuf. Am Ende stand der dritte Sieg im dritten Spiel.


Torwart in Neongelb spielt den Ball

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Drei Führungen, aber auch zwei Rückschläge

Gerersdorf-Sulz fand nach Einschätzung von Co-Trainer Valentin Tschech gut in die Begegnung, auch wenn er die Anfangsphase insgesamt als ausgeglichen beschrieb. „Wir sind gut in die Partie gekommen. Die Partie war von Anfang an ziemlich ausgeglichen“, sagte Tschech. Den Unterschied machte zunächst die bessere Chancenqualität der Gäste. In der ersten Viertelstunde erarbeitete sich der UFC mehrere Möglichkeiten und ging in der 15. Minute verdient in Führung. Tschech schilderte die Entstehung des 0:1 sehr genau: „Das 1:0 ist nach einer Aktion von unserem Außenverteidiger entstanden, der sehr gut hinterlaufen ist und dann einen sehr präzisen Ball in den Fünfer gebracht hat, wo Zoltán Szökrönyös den Ball nur noch über die Linie drücken musste.“ Die Antwort der Gastgeber kam aber rasch. Schon in der 18. Minute glich Imre-Laszlo Domokos per Elfmeter zum 1:1 aus, nachdem Gerersdorf-Sulz laut Tschech durch ein unglückliches Handspiel in Schwierigkeiten geraten war. Viel Zeit zum Hadern blieb den Gästen allerdings nicht, denn sie spielten weiter nach vorne. „Davon haben wir uns aber nicht beirren lassen“, sagte Tschech, und genau so entwickelte sich die Partie dann auch weiter.

Sehenswerter Treffer vor der Pause, wichtiger Schlag nach der Pause

Die erneute Führung für Gerersdorf-Sulz ließ nicht lange auf sich warten. In der 23. Minute traf Simon Jandrisevits zum 1:2, und Tschech sprach dabei von einem „sehr, sehr sehenswerten Treffer durch einen Fallrückzieher“. Bis dahin hatten die Gäste das Spiel aus seiner Sicht wieder gut im Griff, umso ärgerlicher war aus Sicht des UFC der Ausgleich unmittelbar vor dem Seitenwechsel. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Alen Novak auf 2:2, nachdem es bei Gerersdorf-Sulz bei einem hohen Ball zu einem Abstimmungsfehler gekommen war. „Das 2:2 entstand aus dem Nichts. Unser Tormann und Innenverteidiger haben einen Abstimmungsfehler gehabt, wodurch der Stürmer den Ball nur noch ins leere Tor schießen musste“, erklärte Tschech. Der Zeitpunkt ärgerte ihn besonders, weil damit eine eigentlich ordentliche erste Hälfte ohne Vorsprung endete. Umso wichtiger war aus seiner Sicht der Beginn nach Wiederanpfiff. Gerersdorf-Sulz kam wieder druckvoll aus der Kabine, hatte einen Freistoß an die Latte und mehrere gute Chancen. In dieser Phase fiel in der 60. Minute durch Samuel Joszt das 2:3. „Der wichtigste Moment war, dass wir immer wieder in Führung gegangen sind und dadurch ein wenig Sicherheit gehabt haben. Das 3:2 nach der Pause war sehr wichtig für unser Spiel“, sagte Tschech.

Offensive lange stark, Burgauberg blieb trotzdem gefährlich

Dass Gerersdorf-Sulz die drei Punkte letztlich mitnahm, führte der Co-Trainer vor allem auf die eigene Offensivleistung zurück. „Gut funktioniert hat unsere Offensive. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, haben Burgauberg auch immer in der Defensive beschäftigt, waren über 75 bis 80 Minuten ständig gefährlich und konnten dadurch das Spiel auch von unserem Tor fernhalten“, sagte Tschech. Das erklärte viele Phasen dieser Partie. Solange die Gäste vorne aktiv blieben, hatten sie das Spiel weitgehend unter Kontrolle. Als dieser Druck nach dem 2:3 nicht mehr ganz so groß war, wurde die Begegnung offener. Tschech sagte offen: „Danach ist die Partie ausgeglichener geworden. Burgauberg hat im Spielverlauf immer mehr nach vorne geworfen und ist dann selbst auch noch zu einigen Chancen gekommen. In dieser Phase haben wir nicht so dominant gespielt.“ Gleichzeitig stellte er klar, dass der Gegner seinen Anteil an dieser Entwicklung hatte. „Burgauberg hat ein sehr gutes Spiel gemacht, uns ständig vor Probleme gestellt, sehr gut verteidigt, gut gekämpft und ist durch Konter immer wieder gefährlich geworden.“ Gerade deshalb ordnete Tschech den Auswärtssieg auch nicht als Selbstläufer ein, sondern als hart erarbeiteten Erfolg.

Neun Punkte nach drei Runden

In der Schlussphase musste Gerersdorf-Sulz die knappe Führung über die Zeit bringen, und genau das gelang. Tschech sprach deshalb unterm Strich von einem verdienten Sieg, obwohl seine Mannschaft das Spiel nicht mehr so klar kontrollierte wie zuvor. Ein Nebenthema war für ihn noch die zunehmende Härte im Verlauf der Partie. „Man könnte darüber diskutieren, dass das Spiel mit der Zeit immer härter geworden ist. Da hätte der Schiedsrichter vielleicht etwas früher mit gelben oder Roten Karten handeln müssen“, meinte der Co-Trainer, ohne damit vom Sportlichen abzulenken. Entscheidender war für ihn ohnehin, dass seine Mannschaft nach zwei Ausgleichen erneut die richtige Antwort fand. Für Gerersdorf-Sulz bedeutet das 3:2 in Burgauberg den nächsten starken Schritt in dieser frühen Saisonphase. Nach drei Runden hält der UFC bei neun Punkten und bleibt damit direkt hinter Tabellenführer SV Hannersdorf ganz oben dran. Burgauberg bleibt vorerst bei einem Zähler.

2. Klasse Süd B: USV Burgauberg-Neudauberg : Gerersdorf-Sulz - 2:3 (2:2)

  • 60
    Samuel Joszt 2:3
  • 46
    Alen Novak 2:2
  • 23
    Simon Jandrisevits 1:2
  • 18
    Imre-Laszlo Domokos 1:1
  • 15
    Zoltán Szökrönyös 0:1