In der 2. Klasse Süd B hat Wallendorf-Mogersdorf am Sonntag zuhause gegen SV Heiligenbrunn mit 1:3 verloren. Für Trainer Peter Racz war vor allem der Zugang seiner Mannschaft der Schlüssel: „Wir waren top motiviert, hochkonzentriert und leidenschaftlich.“ Genau dieser Start brachte die Gäste früh auf Kurs, ehe sie den Vorsprung nach der Pause ausbauten und sich auch vom späten Gegentor nicht mehr aus der Ruhe bringen ließen.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Racz machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft sehr bewusst in diese Partie gegangen ist. „Wir sind mit vollem Respekt in die Partie gegangen, weil Wallendorf heuer viel stärker ist“, sagte der Trainer, der die Gastgeber trotz des Fehlstarts in die Saison ausdrücklich warnend einordnete. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass Heiligenbrunn vom Anpfiff weg präsent war. „Wir haben voll konzentriert angefangen. In der ersten Halbzeit waren wir voll überlegen“, meinte Racz. Auf dem Spielbericht schlug sich diese Phase in der 24. Minute nieder, als Peter Saly das 0:1 erzielte. Mehr wurde es vor der Pause trotz Überlegenheit aber nicht, auch weil der Trainer dem Wallendorfer Schlussmann ein starkes Spiel attestierte: „Der heimische Tormann hat sehr gut gehalten, deshalb sind wir nur mit einer 1:0-Führung in die Pause gegangen.“
Der zweite Durchgang verlief aus Sicht der Gäste anders, ohne dass das Spiel völlig kippte. Racz verwies darauf, dass die Hausherren nach drei Wechseln deutlich besser in die Partie fanden. „Nach den drei Wechseln haben sie stärker aufgeschaltet“, sagte er, und auch seine Einschätzung zum Gegner fiel in dieser Phase anerkennend aus: Wallendorf sei nach der Pause „viel besser“ gewesen, vielleicht sogar „eine Klasse stärker“ als noch in Hälfte eins. Trotzdem hielt Heiligenbrunn dem Druck stand. Der Trainer lobte dabei vor allem die Defensivarbeit und seinen Tormann, der bei Schüssen, Freistößen und Flanken sicher geblieben sei. Als Peter Saly in der 73. Minute zum 0:2 traf und Aron Szmolek in der 81. Minute auf 0:3 stellte, war die Partie aus Sicht der Gäste entschieden. Das 1:3 durch Antonio Mihaljevic in der 84. Minute änderte daran laut Racz nichts mehr: „Unser Sieg war nie in Gefahr.“
Der Trainer sah die Gründe für den Auswärtssieg vor allem in zwei Bereichen: in der besseren Chancenverwertung und in der disziplinierten Arbeit gegen den Ball. „Der wichtigste Moment war, wie wir ins Spiel reingegangen sind“, sagte Racz und schob nach: „Wir waren bei unseren Angriffen effektiver und viel gefährlicher als der Gegner.“ Gleichzeitig gefiel ihm, wie konsequent seine Mannschaft die starken Offensivspieler der Gastgeber bearbeitete. „Wir haben ihre guten Stürmer nicht spielen lassen. Wir haben viele kluge taktische Fouls gemacht“, erklärte er. Racz hob außerdem Barnabas Bako hervor, der nach längerer Verletzung wieder fast über die ganze Distanz mitwirkte und nach Meinung seines Trainers mit seinen Aktionen ein wichtiger Faktor war. Trotz des verdienten Sieges wollte der Heiligenbrunn-Coach den Gegner nicht kleinreden. „Diese Wallendorfer darf niemand unterschätzen“, sagte er. Für seine eigene Mannschaft zählt vorerst aber vor allem das Ergebnis: Nach drei Runden steht Heiligenbrunn bei sechs Punkten und will diesen Lauf nun auch im nächsten Heimspiel bestätigen.