In der 2. Klasse Süd B hat UFC Gerersdorf-Sulz am Samstagabend gegen SV Rohrbrunn mit 6:0 gewonnen und damit auch nach vier Runden die volle Punktezahl stehen. Lange war die Partie allerdings enger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Co-Trainer Valentin Tschech sah vor allem das schnelle 2:0 nach der Pause als Schlüssel und sprach insgesamt von einem "sehr erwachsenen Auftritt" seiner Mannschaft.

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Zumindest in der ersten Hälfte war von einem klaren Abend noch wenig zu sehen. Tschech schilderte ein Spiel, das "von Anfang an sehr ausgeglichen" gewesen sei. Beide Mannschaften kamen laut dem Co-Trainer zu Möglichkeiten, "wobei man sagen muss, dass nichts Zwingendes dabei war". Rohrbrunn machte es den Gastgebern also nicht leicht und wurde vom Gerersdorf-Sulzer Co-Trainer ausdrücklich als "sehr starker Gegner" bezeichnet, der versucht habe, Fußball zu spielen und das "richtig gut gemacht" habe. Entscheidend war in dieser Phase, dass die Hausherren ruhig blieben. Sie wurden laut Tschech nicht nervös, obwohl es länger 0:0 stand, und gingen dann in der 33. Minute durch Dániel Szökrönyös in Führung. Das 1:0 entstand laut Tschech nach einer "super Einzelaktion" und war für ihn ein echtes "Traumtor". Mit diesem knappen Vorsprung ging es dann auch in die Pause.
Richtig entscheidend wurde die Partie dann kurz nach Wiederbeginn. Schon in der 47. Minute legte Mario Krasnik nach und erhöhte auf 2:0. Tschech machte aus diesem Moment keinen Hehl: "Das 2:0 kurz nach der Pause war auf jeden Fall der entscheidende Moment. So haben wir ihnen gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit den Wind aus den Segeln genommen." Genau so entwickelte sich das Spiel dann auch weiter. Gerersdorf-Sulz bekam mehr Zugriff, spielte laut seinem Co-Trainer "sehr ruhig weiter" und brachte mehr und mehr Kontrolle in die Partie. Dass die Führung danach nicht nur verwaltet, sondern ausgebaut wurde, passte ins Bild eines Teams, das an diesem Abend geduldig blieb. Laszlo Toth sorgte mit seinen Treffern in der 66. und 76. Minute für die klare Vorentscheidung und dafür, dass aus dem knappen 1:0 zur Pause ein deutlicher Heimsieg wurde.
In der Schlussphase schraubten die Gastgeber das Ergebnis noch weiter in die Höhe. Zoltán Szökrönyös traf in der 87. und 89. Minute doppelt und stellte auf 6:0. Besonders das letzte Tor blieb Tschech hängen. "Das schönste Tor war sicher das 6:0, als Zoltán Szökrönyös den Tormann von der Mittellinie überhebt", sagte der Co-Trainer. So deutlich das Resultat am Ende auch ausfiel, in der Bewertung seiner Mannschaft stellte Tschech weniger die Höhe des Sieges als vielmehr die Art und Weise in den Vordergrund. "Wir haben sehr erwachsen und sehr geduldig gespielt", sagte er, und genau das gefiel ihm am meisten. Seine Elf sei weder beim langen 0:0 noch nach der Führung hektisch geworden, sondern habe "sehr routiniert" weitergespielt. Dazu kam laut Tschech ein Schiedsrichter, der die Partie "sehr gut unter Kontrolle" gehabt habe und "unauffällig" geblieben sei. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel behauptet Gerersdorf-Sulz damit die Tabellenführung und unterstreicht früh in der Saison, dass dieser Start kein Zufall ist.