In der 2. Klasse Süd B hat sich USV Burgauberg-Neudauberg gegen Deutsch Schützen lange teuer verkauft, am Ende aber mit 0:3 verloren. Trainer Georg Bock sprach von einem „über die neunzig Minuten gesehen sehr ausgeglichenen Spiel“, in dem seine Mannschaft wenig zuließ, nach der Pause geduldig blieb und sich mit drei Treffern noch klar belohnte. Zur Pause stand es 0:0, ehe laut Bock das erste Tor die Partie kippte.

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Wer nur auf das Endergebnis schaut, könnte leicht den Eindruck bekommen, dass Deutsch Schützen einen klaren Auswärtssieg ohne große Probleme eingefahren hat. So hat Georg Bock die Partie aber nicht erlebt. Der Trainer sprach vielmehr von einem engen Spiel, das über weite Strecken offen war. „Es war über die neunzig Minuten gesehen ein sehr ausgeglichenes Spiel, mit dem besseren Ende für uns“, sagte Bock. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, passt zu dieser Einschätzung. Burgauberg hielt die Begegnung lange offen, während die Gäste nach Aussage ihres Trainers hinten wenig zuließen und zugleich darauf warten mussten, dass sich vorne die nötigen Räume ergaben.
Der entscheidende Moment kam dann erst in der zweiten Halbzeit. In der 67. Minute brachte Daniel Horvath Deutsch Schützen mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor stellte Bock in den Mittelpunkt seiner Analyse. „Am wichtigsten war natürlich das erste Tor, das wir geschossen haben. Das war das Entscheidende für die Partie“, sagte der Trainer. Danach veränderte sich der Verlauf aus seiner Sicht klar. „Nach dem ersten Tor ist eigentlich alles für uns gelaufen.“ Die Gäste konnten nachlegen, zuerst kurz vor Schluss durch Lukas Schlaffer zum 2:0 in der 89. Minute und schließlich noch einmal durch Daniel Horvath, der in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer des Abends den 3:0-Endstand herstellte.
Bock hob nach dem Spiel vor allem drei Dinge hervor: Ruhe, defensive Ordnung und Effizienz in den entscheidenden Momenten. „Die größte Stärke unserer Mannschaft ist, dass wir ruhig geblieben sind, hinten nicht viel zugelassen haben und vorne dann die Chancen genutzt haben“, fasste er den Auftritt zusammen. Gerade in einer Partie, die lange ausgeglichen war, bekam diese Ruhe besonderes Gewicht. Deutsch Schützen musste nicht früh ins Risiko gehen, sondern blieb bei seiner Linie und wartete auf den Moment, in dem das Spiel auf die eigene Seite kippen konnte. Dass dann ausgerechnet das erste Tor so viel Wirkung entfaltete, passt zu einem Spiel, in dem zunächst beide Teams nur wenig hergaben.
Auch für den Gegner fand der Trainer trotz des klaren Ergebnisses deutliche Worte. Burgauberg habe „hinten geschlossen gestanden“ und bis zum 0:1 „nicht viel zugelassen“, sagte Bock. Noch bemerkenswerter war seine Einordnung der Gastgeber mit Blick auf die Tabelle: „Burgauberg ist sicher eine bessere Mannschaft, als sie in der Tabelle dasteht.“ Damit unterstrich er, dass dieser Auswärtssieg aus seiner Sicht nicht so selbstverständlich war, wie es das nackte Resultat vermuten lässt. Für Deutsch Schützen ist das 3:0 dennoch ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Nach vier Runden halten die Gäste bei neun Punkten und bleiben damit im oberen Bereich der Tabelle gut dabei.