Spielberichte

"Wir hätten beim 2:1 das 3:1 machen müssen" – Heiligenbrunn gibt Sieg gegen Siget noch aus der Hand

SV Heiligenbrunn
UFC Siget

In der 2. Klasse Süd B hat sich SV Heiligenbrunn am Samstag in Runde vier mit UFC Siget in der Wart 2:2 getrennt. Nach einer 2:1-Pausenführung war für Trainer Peter Racz vor allem eines entscheidend: Die Gastgeber hätten in der zweiten Hälfte nachlegen müssen. "Beim 2:1 hätten wir schon das 3:1 machen können", sagte er nach einer Partie, die er am Ende dennoch als gerechtes Remis einstufte.


Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Schwerer Start, starke Antwort vor der Pause

Peter Racz hatte genau die Partie bekommen, die er erwartet hatte und gerade deshalb war Heiligenbrunn zu Beginn gefordert. "Siget war gut organisiert und diszipliniert", sagte der Trainer, der den Gästen auch einen starken Start bescheinigte. Seine eigene Mannschaft habe dagegen "ganz schwer ins Match gefunden". Racz sprach von einem Lattenschuss und weiteren brandgefährlichen Aktionen der Gäste in den ersten Minuten, in denen seine Elf auch das nötige Glück hatte. Erst danach fand Heiligenbrunn besser hinein. In der 25. Minute brachte Daniel Laszlo die Hausherren per Freistoß 1:0 in Führung, ehe Bálint Tamás nach 34 Minuten ausglich. Noch vor der Pause schlug Heiligenbrunn aber zurück: Matheo Kraller köpfte in Minute 40 nach einem Corner zum 2:1 ein. "Mit der Führung in die Halbzeit zu gehen, war ganz wichtig. Das hat uns beruhigt", sagte Racz.

Nach der Pause fehlte das 3:1

Nach dem Seitenwechsel sah Racz dann eine stabilere Heimmannschaft. "Wir haben ein bisschen umgestellt und hinten stabiler gestanden", erklärte er. Aus seiner Sicht ließ Heiligenbrunn in dieser Phase nicht mehr viel zu, jedenfalls keine großen Chancen der Gäste. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass die Partie nicht früher entschieden wurde. "Beim 2:1 hätten wir schon das 3:1 machen können", sagte der Trainer und verwies auf klare Kontermöglichkeiten, die ungenützt blieben. Statt den Vorsprung auszubauen, blieb das Spiel offen. In der 84. Minute gelang Bence Toth noch das 2:2 für Siget. Racz machte dafür auch eigene Fehler verantwortlich: "Ein, zwei Unachtsamkeiten in unserer Abwehr haben sie ausgenützt."

Im Mittelfeld ordentlich, gegen einen starken Gegner gefordert

Obwohl sich Heiligenbrunn den Sieg nach der Pausenführung ausmalen durfte, war Racz mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Vor allem im Zentrum sah er vieles ordentlich. "Im Mittelfeld haben wir den Gegner gut kontrolliert", meinte er. Auch die Offensive habe gut funktioniert, dazu kam eine Einstellung, mit der er leben könne. Gleichzeitig wollte der Trainer den Gegner nicht kleinreden. Siget sei über weite Strecken so aufgetreten, wie man es erwartet habe, mit einem starken Mittelfeld und gefährlichen Stürmern. Genau deshalb ordnete Racz das Spiel auch nüchtern ein: "Ich denke, da haben zwei gut organisierte Mannschaften gegeneinander gespielt." Aus dieser Sicht passte für ihn auch, dass sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte, obwohl Heiligenbrunn dem dritten Treffer zwischendurch näher war.

Diskussionen bis zum Schluss

Diskussionen gab es für Racz trotzdem genug, vor allem rund um einzelne Entscheidungen des Schiedsrichters. Der Heiligenbrunn-Trainer ärgerte sich dabei besonders über die Schlussphase, betonte aber zugleich, dass auch die Gäste mit der Leitung nicht zufrieden gewesen seien. In der 94. Minute sah bei Siget noch Jannik Laschober die Rote Karte, an der Punkteteilung änderte das aber nichts mehr. Am Ende blieb Racz bei einer klaren Einordnung: "Im Großen und Ganzen ist das ein gerechtes Remis." Mit sieben Punkten aus vier Runden bleibt Heiligenbrunn damit im oberen Bereich der Tabelle und nimmt aus diesem Heimspiel zumindest einen Zähler mit.

2. Klasse Süd B: Heiligenbrunn : UFC Siget - 2:2 (2:1)

  • 84
    Bence Toth 2:2
  • 40
    Matheo Kraller 2:1
  • 34
    Bálint Tamás 1:1
  • 25
    Daniel Laszlo 1:0