In der 4. Runde der 2. Klasse Süd B hat der SV Ollersdorf den SC Schachendorf nach frühem Rückstand noch deutlich mit 5:1 besiegt. Christian Illedits sprach danach von einem "hochverdienten Sieg, auch in dieser Höhe" und sah vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem 0:1 als Schlüssel. Aus einem verschlafenen Beginn wurde noch vor der Pause eine ganz starke erste Hälfte mit fünf Treffern.

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Ganz ideal begann der Nachmittag für die Gastgeber nicht. Illedits sagte offen, dass seine Mannschaft "die ersten zehn Minuten so richtig verschlafen" habe und Schachendorf in dieser Phase deutlich munterer gewesen sei. Das zeigte sich auch am Spielstand, denn Elijah Cernut brachte die Gäste in der 11. Minute mit 1:0 in Führung. Genau dieser Treffer setzte bei Ollersdorf aber etwas frei. "Das 0:1 hat einen richtigen Ruck in der Mannschaft ausgelöst", schilderte Illedits, und tatsächlich kam die Antwort schnell. Adam Toth stellte in der 16. Minute auf 1:1, danach blieb Ollersdorf am Drücker. Janos Szöke legte in der 23. Minute das 2:1 nach, und spätestens als der Vorsprung weiter anwuchs, war die Partie aus Sicht des sportlichen Leiters gekippt. "Nach dem schnellen Ausgleich und den darauffolgenden zwei schnellen Toren beim Stand von 3:1 war ich mir sicher, dass da nichts mehr passiert", sagte Illedits.
Was nach dem Ausgleich folgte, war die Phase, die das Spiel endgültig entschied. Zwischen der 16. und 39. Minute schoss Ollersdorf fünf Treffer, vier davon nach dem 2:1 binnen 16 Minuten. Nach dem 2:1 erhöhte Janos Szöke in der 34. Minute auf 3:1 und traf nur zwei Minuten später auch zum 4:1. Damit war sein lupenreiner Hattrick perfekt, den Illedits besonders herausstrich. "Der Freistoßtreffer zum 3:1 von Janos Szöke über die Mauer war ganz große Klasse", sagte er. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte wieder Adam Toth mit dem 5:1 in der 39. Minute. Auch dieses Tor blieb dem Ollersdorfer Funktionär im Kopf. "Das 5:1 von Adam Toth nach einem sensationellen Pass in die Tiefe von Janos Szöke war wirklich herauszuheben", so Illedits. Für ihn war genau diese Zielstrebigkeit die größte Stärke des Tages. Seine Mannschaft habe nach dem Rückstand nicht lange gebraucht, um ins Offensivspiel zu kommen, sondern den Gegner sofort unter Druck gesetzt. "Wir waren nicht mit dem 1:1 oder 2:1 zufrieden, sondern sind in der ganzen ersten Hälfte immer wieder in den gegnerischen Strafraum gekommen", fasste er die dominante Phase zusammen.
Mit dem klaren 5:1 zur Pause war die Richtung längst vorgegeben, deshalb veränderte sich nach dem Seitenwechsel auch das Bild. Illedits hatte den Eindruck, dass sich seine Mannschaft nun stärker auf das Verwalten des deutlichen Vorsprungs konzentrierte. Er führte das auch ein Stück weit auf die äußeren Bedingungen zurück und meinte, das sei "ein bissl der Hitze geschuldet" gewesen. Schachendorf kam dadurch zu mehr Spielanteilen als noch in der ersten Hälfte, ohne dass Ollersdorf die Kontrolle über das Ergebnis wirklich verlor. Gleichzeitig räumte Illedits ein, dass die eigenen Chancen nach der Pause "Mangelware" gewesen seien. Erst in der Schlussviertelstunde kam wieder mehr Betrieb vor dem Tor der Gäste, als frische und junge Kräfte eingewechselt wurden. "Da gab's wieder öfter Toralarm vor dem Gästetor, aber es gelang dann kein weiterer Treffer", sagte er. Positiv hob er hervor, dass seine Mannschaft in der Defensive schon kompakter wirke und "auch stabiler und besser abgestimmt" gewesen sei. Auch Schachendorf schrieb er trotz der klaren Niederlage Qualität zu. Vor allem im Offensivspiel habe es aufmerksame Verteidigungsarbeit gebraucht, weil bei den Gästen "einige sehr, sehr gute Spieler" dabei seien. Dass die Partie insgesamt fair blieb, passte ins Bild eines ruhigen Nachmittags, an dem Illedits auch dem Schiedsrichter eine "sehr gute, solide Leistung" bescheinigte.
So deutlich das Ergebnis war, ganz ohne Ansatzpunkte für weitere Arbeit will Illedits den Sieg dennoch nicht stehen lassen. Er sprach davon, dass es "immer Verbesserungspotenzial" gebe und seine Mannschaft gerade in manchen Momenten der zweiten Hälfte noch etwas sorglos agiert habe. Da wolle man in Zukunft fokussierter und effizienter werden. Trotzdem überwog klar die Zufriedenheit, weil für ihn nicht nur die beiden Torschützen herausragten, sondern das Gesamtbild stimmte. "Eine geschlossene, sehr, sehr gute Mannschaftsleistung", lautete sein Urteil nach den 90 Minuten. Janos Szöke hob er dennoch gesondert hervor, weil der Dreifachtorschütze mit seinen nun bereits neun Treffern ein großes Plus sei und die Mannschaft in der Offensive mitreiße. Zusammen mit Adam Toth hat er bisher alle Tore der Ollersdorfer erzielt, auch das unterstreicht ihre Bedeutung. Nach vier Runden hält Ollersdorf damit bei zwei Siegen, zwei Remis und acht Punkten. Illedits nannte das "einen sehr, sehr guten Start" und will den Schwung nun mitnehmen. Viel weiter als bis zur nächsten Aufgabe denkt man dabei bewusst nicht. "Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagte er. Genau dieses 5:1 war eines, aus dem die Gastgeber einiges an Selbstvertrauen mitnehmen können.