Am 6. Spieltag der 2. Klasse Süd B hat SV Heiligenbrunn gegen SV Rohrbrunn mit 1:3 verloren. Die Gäste nahmen in einem offenen und intensiven Spiel alle drei Punkte mit, weil sie nach dem 1:1 nicht eingebrochen sind und ihre Möglichkeiten spät noch genutzt haben. Genau darin sah Trainer Zsolt Jona den Ausschlag: "Nach dem Ausgleich ist bei uns nichts zusammengebrochen", sagte er nach dem Auswärtssieg.

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Jona sprach nach der Partie von einem "sehr impulsiven Match" zwischen "zwei guten Mannschaften", die beide auf Sieg gespielt hätten. Aus seiner Sicht kam Rohrbrunn etwas besser hinein und belohnte sich früh. In der 12. Minute brachte Milán Zoltán Ambrus die Gäste mit 1:0 in Führung, und der Trainer schilderte die Szene als Mischung aus Qualität und Fortune: "Da war ein schöner Lupfer von unserem Stürmer dabei, aber auch ein bisschen Glück, weil ein Pressball über den Tormann im Netz gelandet ist." Danach versuchte Rohrbrunn, das Spiel kompakter zu halten, ohne dass es ganz ruhig wurde. Jona sagte offen, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit "in der Verteidigung nicht richtig den Griff gefunden" habe. Gerade deshalb war das 0:1 zur Pause aus seiner Sicht besonders wichtig. "Die 1:0-Führung in der ersten Halbzeit war optimal", meinte der Rohrbrunn-Coach, weil seine Mannschaft damit trotz mancher Probleme in einer guten Ausgangsposition blieb.
Nach der Pause änderte sich das Spiel laut Jona deutlich. Heiligenbrunn stellte um, wurde aggressiver und baute mehr Druck auf. Das spiegelte sich auch im Ausgleich wider, den Gabor Sipos in der 54. Minute zum 1:1 erzielte. Jona nannte diesen Treffer "verdient" und erklärte, die Gastgeber seien mit einer "ganz schönen Doppelpassaktion" zum Tor gekommen. Entscheidend war für ihn aber weniger das 1:1 selbst als die Reaktion seiner Mannschaft darauf. "Nach dem 1:1 habe ich bei meiner Mannschaft gesehen, dass nichts zusammengebrochen ist", sagte er. Genau in dieser Phase habe er gespürt, dass jeder seiner Spieler die drei Punkte unbedingt wollte. Rohrbrunn blieb also im Spiel, obwohl Heiligenbrunn die Partie nach Wiederbeginn klarer an sich gezogen hatte. Jona sprach von einer "guten Teamleistung, kämpferisch und spielerisch" und betonte, dass am Ende auch der Glaube und der Wille eine Rolle gespielt hätten, "diese Partie zum Schluss" noch auf die eigene Seite zu ziehen.
Lange blieb es nach dem Ausgleich offen, weil beide Seiten noch Möglichkeiten hatten, aber zunächst niemand nachlegen konnte. Jona sah auch darin einen wichtigen Punkt des Nachmittags: Rohrbrunn war vor dem Tor ruhiger. "Wir haben die bessere Torchancenauswertung gehabt", sagte er, und genau das wurde in der Schlussphase spielentscheidend. In der 90. Minute traf Milán Zoltán Ambrus nach einer Standardsituation per Kopf zum 2:1, wie es der Trainer schilderte. In der Nachspielzeit setzte Rohrbrunn dann noch nach. Beim 3:1 in der 90.+2 Minute lief Ambrus nach einem Ball in die Tiefe allein auf den Tormann zu und verwandelte laut Jona "souverän". Damit schnürte der Angreifer seinen Hattrick und war aus Sicht seines Trainers der klare Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. "Er hat drei Runden nicht getroffen, heute hat er alle drei Tore erzielt", sagte Jona und fügte an, der Stürmer habe zuletzt schon etwas vom Glauben verloren. Umso wichtiger sei dieser Nachmittag gewesen. "Mit diesem Hattrick hoffe ich, dass er wieder in die alte Spur zurückgefunden hat", sagte der Coach, der Ambrus ohne Zögern zum "Man of the Match" erklärte.
Trotz des Auswärtssiegs hielt sich Jona mit großen Tönen zurück und verteilte stattdessen Lob in mehrere Richtungen. Den Gegner bezeichnete er als "sehr gute Mannschaft", die spielerisch stark sei und es Rohrbrunn schwer gemacht habe. Auch der Platz kam in seiner Einordnung vor, allerdings ohne jede Ausrede. "Der Platz war nicht sehr gut, aber das ist keine Ausrede, das war für beide gleich", sagte er. Umso mehr gefiel ihm, dass beide Teams trotzdem versucht hätten, Fußball zu spielen. Für das Niveau der Liga sei es "ein sehr gutes Match" gewesen. Dazu lobte er auch den Schiedsrichter, der "immer in der Nähe" gewesen sei und das Spiel gut im Griff gehabt habe. Als einen Grund für den späten Ausschlag zugunsten seiner Mannschaft nannte Jona schließlich die körperliche Seite. "Ich schätze, dass wir unsere Kraft besser eingespart haben", sagte er, und in der Schlussphase sei Rohrbrunn dann eben ruhiger gewesen. Mit dem Auswärtssieg steht Rohrbrunn nach sechs Runden bei zwölf Punkten auf Platz vier. Entsprechend erleichtert fiel der Blick nach vorne aus: Nun könne man sich ein bisschen ruhiger auf das nächste Spiel vorbereiten.