In der 2. Klasse Süd B hat Deutsch Schützen gegen UFC Siget in der Wart trotz 2:1-Pausenführung noch 3:5 verloren. Aus Sicht von Siget-Trainer Johannes Jani lag der Schlüssel klar in der Pause: Nach Umstellungen drehte seine Mannschaft das Spiel binnen weniger Minuten, war nach dem 2:2 "in allen Belangen überlegen" und nahm am Ende verdient alle drei Punkte mit.

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Für die Gäste begann die Partie alles andere als ideal. Schon in der 2. Minute brachte György Vass die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Jani sprach danach offen von einem Fehler im eigenen Defensivverhalten. "Wir sind relativ schnell durch einen Defensivfehler in Rückstand geraten", sagte der Siget-Trainer, der seine Mannschaft danach aber nicht völlig aus dem Spiel kippen sah. Vielmehr habe sein Team nach rund zehn Minuten wieder besser hineingefunden, und das zeigte sich dann auch am Ausgleich durch Bence Toth in der 32. Minute. Lange hielt dieser Zwischenstand allerdings nicht. Nur zwei Minuten später stellte Daniel Horvath auf 2:1 für Deutsch Schützen, und genau dieser Treffer ärgerte Jani besonders. "Beim 2:1 haben wir sehr schlecht in der Defensive verteidigt", sagte er deutlich und legte nach: "Da haben wir sehr hohen Nachholbedarf." So ging Siget mit einem Rückstand in die Pause, obwohl das Spiel nach dem zwischenzeitlichen 1:1 schon wieder offen gewesen war.
Was in der Kabine besprochen wurde, war auf dem Platz sofort zu sehen. Jani nahm laut eigener Aussage einige Umstellungen vor, und die griffen unmittelbar. Bereits in der 46. Minute traf Bálint Tamás zum 2:2, und genau hier sah der Trainer den Punkt, an dem die Partie kippte. "Gleich nach der Pause, nach dem 2:2. Da waren wir in allen Belangen dem Gegner überlegen", sagte Jani. Er zählte mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe und mehr Chancen für seine Elf auf. Diese Überlegenheit schlug sich dann auch rasch im Ergebnis nieder. Wieder war es Bálint Tamás, der in der 52. Minute das 2:3 erzielte, ehe Bence Toth nur eine Minute später auf 2:4 stellte. Aus einem Rückstand war damit binnen kürzester Zeit eine klare Führung geworden. Deutsch Schützen kam in der 83. Minute durch den zweiten Treffer von György Vass zwar noch einmal auf 3:4 heran, doch die Antwort der Gäste folgte noch vor Schluss: Timo Kelemen sorgte in der 90. Minute mit dem 3:5 endgültig für die Entscheidung.
Dass Siget dieses Spiel noch drehen konnte, erklärte Jani vor allem mit dem veränderten Auftreten nach der Pause. "Unsere größte Stärke war das schnelle Spielen in der zweiten Halbzeit nach vorne in die Tiefe und auch in die Breite", sagte er. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass nicht ein einzelner Moment allein, sondern die gesamte Mannschaftsleistung nach dem Seitenwechsel den Ausschlag gegeben habe: "Das 2:2 durch Bálint Tamás war sicher ausschlaggebend. Aber im Gesamten war die Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit der Game Changer für den Sieg." Ganz zufrieden war der Trainer trotz fünf erzielten Toren aber nicht. "Wir müssen uns sehr, sehr viel verbessern in der Defensivarbeit. Wir schießen zwar viele Tore, aber wir bekommen einfach zu viele." Auch den Gegner ordnete er klar ein und verwies auf eine starke Offensive von Deutsch Schützen, die vor allem im ersten Durchgang schwer zu verteidigen gewesen sei. Lob gab es von ihm zudem für den Unparteiischen, dessen Leistung er als "sehr gut" und als "Top-Schiedsrichterleistung" bezeichnete. Getrübt wurde der Auswärtssieg aus Sicht der Gäste schließlich durch eine laut Jani schwere Verletzung eines Spielers von Deutsch Schützen in der Nachspielzeit. "Das war ein Dämpfer auf unseren Sieg", sagte Jani, der im Namen von Siget eine rasche Genesung wünschte. Sportlich nimmt seine Mannschaft nach acht Runden nun 14 Punkte mit und bleibt damit in der oberen Tabellenhälfte gut dabei.