Spielberichte

„Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe“ – Siget gibt 2:0 in Wallendorf noch aus der Hand

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Wallendorf-Mogersdorf
UFC Siget

In der 2. Klasse Süd B schien UFC Siget in der Wart bei Wallendorf-Mogersdorf lange auf Kurs, führte nach Treffern von Bálint Tamás und Bence Toth zur Pause 2:0, verlor am Ende aber 2:4. Trainer Johannes Jani sprach danach von einer „perfekten ersten Halbzeit“, stellte aber ebenso klar, warum das Spiel kippte: „Die zweite Halbzeit war eigentlich eine Katastrophe.“ Genau darin lag für ihn der Unterschied.


Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Siget belohnt sich vor der Pause

Für die Gäste begann die Partie so, wie man sich das auswärts wünscht. Siget war sofort im Spiel und ging schon in der 8. Minute durch Bálint Tamás mit 1:0 in Führung. Damit hatte die Mannschaft früh das bestätigt, was ihr Trainer später beschrieb: „Wir gingen gut ins Spiel.“ Auch danach blieb Siget in der ersten Hälfte auf Kurs und legte in der 32. Minute nach, als Bence Toth auf 2:0 stellte. Johannes Jani sprach deshalb nicht ohne Grund von einer sehr starken ersten Hälfte. „Wir wurden in der ersten Halbzeit mit zwei Toren belohnt“, sagte er, und zur Pause schien die Ausgangslage aus Sicht der Gäste klar in Ordnung zu sein.

Nach dem Seitenwechsel kippt das Spiel im Zentrum

Was Siget sich für die zweite Hälfte vorgenommen hatte, ging dann aber nicht mehr auf. „Wir wollten eigentlich nach der Pause in der gleichen Gangart weitergehen. Leider ist uns das nicht gelungen“, sagte Jani. Für ihn begann die Wende nicht irgendwo am Rand, sondern mitten im Spiel. Den entscheidenden Punkt benannte er sehr klar mit dem „passiven Verhalten im Zweikampf im zentralen Mittelfeld“. Genau dort sah er auch das Hauptproblem seiner Mannschaft. Wallendorf kam aus seiner Sicht „besser aus der Kabine“ und spielte Siget in dieser Phase „vor allem mit Bällen in die Tiefe“ sehr gut aus. Das spiegelte sich auch auf der Anzeigetafel wider: In der 58. Minute verkürzte Gabor Soos auf 1:2, nur sechs Minuten später glich Tomislav Marelja zum 2:2 aus.

Die Gastgeber drehen das Spiel spät noch ganz

Mit dem schnellen Ausgleich war die Partie endgültig in eine andere Richtung gelaufen. Siget hatte die starke erste Halbzeit nicht mehr auf den Platz gebracht, während Wallendorf das Spiel in der Schlussphase komplett drehte. In der 84. Minute traf Anes Handanovic zum 3:2, in der 88. Minute legte Dominik Wagner das 4:2 nach. Johannes Jani wollte die Niederlage danach nicht schönreden. „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht auch der Sieg von Wallendorf absolut in Ordnung“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er bei seiner Gesamteinschätzung: „Sie wollten den Sieg mehr und haben mehr dafür investiert. Wir haben nur eine perfekte erste Halbzeit gespielt, und die zweite Halbzeit war eigentlich eine Katastrophe.“ Damit war das Spiel aus seiner Sicht treffend zusammengefasst.

Zwei ähnliche Szenen und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Ein Thema sprach Jani nach dem Spiel trotzdem noch an. Für ihn war eine Schiedsrichterentscheidung schwer nachzuvollziehen, weil zwei ähnliche Szenen bei Fouls an den Torhütern unterschiedlich bewertet worden seien. Viel entscheidender als diese Diskussion blieb für den Siget-Coach aber das eigene Spiel. Die Analyse fiel klar aus: „Das komplette defensive Verhalten im zentralen Mittelfeld in der zweiten Halbzeit“ habe nicht funktioniert. Nach Runde zehn steht Wallendorf mit 18 Punkten auf Rang vier, Siget folgt mit 17 Zählern direkt dahinter auf Platz fünf. Für die Gäste ist damit auch klar, woran sie arbeiten müssen, wenn eine gute erste Hälfte künftig nicht mehr aus der Hand gegeben werden soll.

2. Klasse Süd B: Wallendorf-Mogersdorf : UFC Siget - 4:2 (0:2)

  • 88
    Dominik Wagner 4:2
  • 84
    Anes Handanovic 3:2
  • 64
    Tomislav Marelja 2:2
  • 58
    Gabor Soos 1:2
  • 32
    Bence Toth 0:2
  • 8
    Bálint Tamás 0:1