In der 2. Klasse Süd B musste sich SV Rohrbrunn im Heimspiel gegen SV Zuberbach mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied ein früher Treffer nach der Pause die Richtung, in der Nachspielzeit machte der Tabellenzehnte alles klar. Rohrbrunn-Trainer Zsolt Jona verwies auf fehlende Erfahrung im Zentrum, auf verlorene Zweikämpfe und auf Chancen, die seine Mannschaft an diesem Nachmittag ungenützt ließ.

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Rohrbrunn wusste laut Jona schon vor dem Anpfiff, dass diese Aufgabe keine einfache werden würde. Der Trainer hatte erwartet, dass Zuberbach mit Selbstvertrauen anreist, und genau so nahm er die Gäste auch wahr. „Die Gegner waren spritziger und sehr aggressiv im Spiel“, sagte Jona, der seiner Mannschaft für die erste Hälfte trotzdem kein schlechtes Zeugnis ausstellte. Bis zur Pause stand es 0:0, Rohrbrunn hielt also lange dagegen. Kurz nach Wiederbeginn änderte sich das Bild aber entscheidend. In der 49. Minute brachte Zsolt Topor Zuberbach mit 1:0 in Führung, nachdem eine weite Flanke in den Strafraum gekommen war. Jona beschrieb diese Szene deutlich: „Das erste Tor war blöd. Wir sind aus der Kabine gekommen, haben etwas umgestellt und trotzdem fällt nach einer weiten Flanke das Tor.“ Von diesem Moment an mussten die Gastgeber mehr riskieren, rückten nach und spielten auf den Ausgleich. Doch die große Chance blieb ungenützt, und in der Nachspielzeit machte Erik Singer mit dem 0:2 alles klar.
Dass Rohrbrunn gerade nach dem Rückstand nicht mehr die nötige Ruhe ins eigene Spiel bekam, führte Jona vor allem auf die personelle Situation zurück. Mehrere Stammspieler aus dem Zentrum fehlten, und damit auch Erfahrung sowie Führungsqualität. „Die Erfahrung in der Achse hat gefehlt“, sagte der Trainer. Rohrbrunn musste daher mit jungen einheimischen Spielern nachbesetzen, was aus seiner Sicht nicht in allen Phasen aufzufangen war. „Kämpferisch hat das zeitweise funktioniert, aber im Spielaufbau hat die Erfahrung gefehlt“, erklärte Jona. Gerade in jenen Situationen, in denen ein routinierter Spieler das Tempo herausnehmen oder eine einfachere Lösung wählen würde, sei seine Mannschaft zu hektisch gewesen. Dazu kam, dass Zuberbach laut Jona „kompakter“ und „komplett“ auftrat. Besonders deutlich formulierte er es bei der Ursachenforschung: „Wir waren heute bei jedem Zweikampf einen Schritt zu langsam.“ Abseits davon sprach Jona von einer sehr fairen Partie, in der beide Mannschaften trotz schwieriger Platzverhältnisse Fußball spielen wollten, und lobte auch den Unparteiischen für eine souveräne Leistung.
Trotz des 0:2 fiel das Urteil von Jona nicht nur negativ aus. Er hob hervor, dass gerade jene Spieler, die bisher weniger Einsatzzeit hatten, „kämpferisch, läuferisch und spielerisch“ eine gute Leistung gezeigt hätten. Darin sah er zumindest einen kleinen Ertrag dieses Nachmittags, weil diese Akteure nun wichtige Erfahrung sammeln konnten. Entscheidend blieb für ihn aber die fehlende Konsequenz vor dem Tor. „Wenn jemand seine Chancen nützt, gewinnt er. Wenn jemand sie nicht nützt, kann er das Spiel nicht gewinnen“, sagte Jona, der auch eine vergebene Möglichkeit aus kurzer Distanz als Sinnbild für diesen Nachmittag sah. Mit 22 Punkten bleibt Rohrbrunn zwar im oberen Bereich der Tabelle, doch der Druck ist nach dieser Niederlage größer geworden. „Es wird noch sehr interessant“, meinte der Trainer mit Blick auf die letzten drei Runden. Unter der Woche wolle man die Niederlage intern aufarbeiten, „ein bisschen Ruhe in unsere Reihen bringen“ und dann im nächsten Heimspiel gegen Wallendorf wieder „mit voller Energie und voller Kraft“ auftreten. Das Ziel formulierte Jona dabei klar: Rohrbrunn will die verlorenen Punkte so schnell wie möglich zurückholen.