Spielberichte

Zu viele Chancen, zu wenig Tore: Hannersdorf gibt gegen Stinatz eine 1:0-Führung noch aus der Hand

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SV Hannersdorf
FC Stinatz

In der 2. Klasse Süd B hat SV Hannersdorf am Sonntag gegen den FC Stinatz eine 1:0-Pausenführung noch aus der Hand gegeben und 1:2 verloren. Trainer Georg Konrad machte nach dem Spiel vor allem die eigene Effizienz und das Defensivverhalten verantwortlich. Für ihn war klar: Hannersdorf hatte genug Möglichkeiten, belohnte sich aber nicht und ließ den Gegner in der Schlussphase zurückkommen.


Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Führung bis zur 77. Minute, dann kippt das Spiel

Für Hannersdorf sah es lange nach einem Heimsieg aus. Bruno Piskac brachte die Gastgeber in der 44. Minute mit 1:0 in Führung, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Damit hatte sich der SV eine gute Ausgangslage geschaffen, zumal Konrad seine Mannschaft über weite Strecken nicht als unterlegen sah. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel aber offen, und in der Schlussphase kippte es. Eric Franz Zsifkovits glich in der 77. Minute für Stinatz zum 1:1 aus, ehe Anto Tecic in der 87. Minute den zweiten Treffer der Gäste nachlegte. Konrad brachte die bittere Entwicklung auf einen einfachen Nenner: „Der Gegner hat bis zum Schluss neunzig Minuten lang gekämpft und hat uns dann in den letzten zehn Minuten böse bestraft.“

Ecken ohne Ertrag und Gegentore, die aus Sicht des Trainers nicht passieren dürfen

Im Mittelpunkt der Analyse stand für den Hannersdorf-Trainer ganz klar die Chancenverwertung. Schon zu Beginn des Gesprächs wurde er deutlich und sprach von einer „katastrophalen Chancenauswertung“ seiner Mannschaft. Dazu kam für ihn, dass die beiden Gegentore viel zu leicht gefallen seien. „Das sind zwei leichtfertige Gegentore, die einfach nicht passieren dürfen, weil wir in der Defensive zurzeit nicht gut verteidigen“, sagte Konrad. Besonders ärgerlich war aus seiner Sicht, dass viele Standardsituationen ohne echten Ertrag blieben. „Wenn du 25 Eckbälle in 90 Minuten hast und keine vernünftige Torchance herauskommt, während der Gegner in einer Halbzeit eine Ecke hat und daraus den Ausgleich macht, dann gehst du nicht positiv aus dem Spiel“, erklärte er. Genau dieser Widerspruch zog sich für ihn durch die gesamte Partie: viel Aufwand auf der einen Seite, zu wenig Nutzen vor dem Tor und zu wenig Konsequenz hinten.

„Der Unterschied ist, dass wir die Tore nicht machen“

Konrad wollte die Niederlage nicht mit Nebensätzen erklären. Die Schiedsrichterleistung bezeichnete er als „sehr in Ordnung“, strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. Den Unterschied zwischen beiden Teams sah er deshalb ausschließlich im eigenen Umgang mit den entscheidenden Situationen. „Der Unterschied liegt einfach darin, dass wir die Tore nicht machen“, sagte der Trainer. Und er ging noch einen Schritt weiter, weil ihn das Thema schon seit mehr als nur diesem Spiel beschäftigt: „Wenn du in zwei Spielen zwanzig hundertprozentige Torchancen hast und nur ein Tor machst, ist das im Endeffekt zu wenig.“ Gleichzeitig forderte er mehr Härte gegen den Ball. Hannersdorf müsse „viel kompakter und aggressiver agieren“, dann werde man auch wieder „auf die Erfolgsspur zurückkommen“. Trotz der 1:2-Niederlage bleibt Hannersdorf nach elf Runden an der Spitze, doch der Trainer ließ keinen Zweifel daran, wo er in den kommenden Tagen ansetzen will.

2. Klasse Süd B: SV Hannersdorf : Stinatz - 1:2 (1:0)

  • 87
    Anto Tecic 1:2
  • 77
    Eric Franz Zsifkovits 1:1
  • 44
    Bruno Piskac 1:0