Am Freitagabend trafen in der Burgenland-Energie-Landesliga der SC Neusiedl am See 1919 und der SC Bad Sauerbrunn aufeinander. Während die Hausherren nach dem 2:2 bei Edelserpentin wieder einen Heimsieg anstrebten, wollten die Gäste auf die überraschende 1:2-Niederlage gegen Kohfidisch reagieren. Das gelang den Kurortlern: Mit einem 3:1-Auswärtserfolg entschieden sie das Duell der beiden Spitzenteams für sich.

Groß war der Jubel von Bad Sauerbrunn über den 3:1 Sieg in Neusiedl
Von Beginn an entwickelte sich eine offene Begegnung, in der beide Mannschaften den Führungstreffer suchten. Die erste gute Möglichkeit fanden die Hausherren vor: Rejjan Abazi kam aus rund 15 Metern zum Abschluss, stellte Gäste-Torhüter Lukas Stifter damit aber vor keine größeren Probleme.
In der 27. Minute schlug Bad Sauerbrunn zu. David Gallei nutzte einen Fehler in der Neusiedler Defensive und traf zur 1:0-Führung. Zehn Minuten später hatte der Angreifer den zweiten Treffer auf dem Fuß: Nach einem Fehler von Lukas Umprecht lief Gallei auf Torhüter Alexander Mödlhammer zu und versuchte querzulegen. Die Defensive der Hausherren konnte den Ball jedoch mit einer Grätsche abfangen. So blieb es bis zum Pausenpfiff bei der knappen Führung der Gäste.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen. In der 65. Minute gelang den Gästen schließlich der nächste wichtige Treffer: Tomislav Ivanovic bereitete stark für Gallei vor, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und mit seinem zweiten Tor auf 2:0 erhöhte.
Bad Sauerbrunn setzte nach und fand weitere hochkarätige Chancen vor. Zunächst scheiterte Manuel Baumgartner in der 67. Minute am starken Mödlhammer. Auch im Eins-gegen-eins gegen Gallei behielt der Neusiedler Schlussmann in der 75. Minute die Oberhand.
Zwei Minuten später war aber auch er machtlos, als Ivanovic aus kurzer Distanz zum 3:0 einschoss und damit für die Entscheidung sorgte. Neusiedl verkürzte in der 83. Minute durch einen verwandelten Elfmeter auf 1:3, konnte die Begegnung jedoch nicht mehr spannend machen.
„Heute ist es leider nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf aus meiner Sicht nicht wider. Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgespielt, sind allerdings durch einen individuellen Fehler mit 0:1 in Rückstand geraten. Bis zur 65. Minute haben wir auf einen Punktegewinn gehofft, weil die Partie bis dahin ausgeglichen war. Mit dem 0:2 war die Sache dann gelaufen. Nach unserem Elfmetertor zum 1:3 konnten wir uns nicht mehr aufbäumen, da war die Luft bereits draußen. Den Ausfall unserer beiden Innenverteidiger konnten wir nicht kompensieren.“
„Das war heute ein Spiel zweier hervorragender Mannschaften. Wir haben das Momentum genutzt und sind mit 1:0 in Führung gegangen. Danach stand die Begegnung auf des Messers Schneide. Mit dem 3:0 war die Sache erledigt. Es war ein faires Spiel mit nur einer Gelben Karte.“
Die Besten: David Gallei und Andreas Spadt