In der 2. Klasse Süd B geriet SV Heiligenbrunn beim SV Zuberbach früh klar ins Hintertreffen und verlor am Ende mit 2:5. Trainer Peter Racz machte nach der Partie vor allem die schwache Anfangsphase, mangelnde Konzentration und die fehlende Effizienz vor dem Tor als Hauptgründe aus. Nach dem 0:3 zur Pause kämpften sich die Gäste zwar noch einmal zurück, doch das 4:2 erstickte die Hoffnung auf einen Punktgewinn.

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Aus Sicht von Peter Racz war die Richtung der Partie sehr früh vorgegeben. „Wir sind ganz schlecht und ohne Konzentration ins Spiel gegangen“, sagte der Heiligenbrunn-Coach, der vor allem die ersten Minuten als Knackpunkt sah. Schon in der 4. Minute brachte Peter Farkas die Gastgeber in Führung, nur fünf Minuten später legte Erik Koronczai das 2:0 nach. Racz sprach von individuellen Fehlern und davon, dass sein Team genau in jenen Situationen zu wenig aufmerksam war, in denen Zuberbach sofort zur Stelle war. Besonders der erste Treffer blieb ihm hängen: „Beim ersten Corner war ein Gegenspieler ganz allein, obwohl wir gewusst haben, dass wir darauf achten müssen.“ Dass Milan Molnar in der 32. Minute noch vor der Pause das 3:0 erzielte, machte die Lage für Heiligenbrunn noch schwerer. „Von 0:2 auswärts ist es schon sehr schwer, ins Match zu kommen“, so Racz, der die erste Hälfte insgesamt als nicht gelungen einordnete.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Heiligenbrunn dann ein anderes Gesicht. Racz berichtete, dass sich seine Mannschaft in der Pause umgestellt habe und danach deutlich besser ins Spiel gekommen sei. Das zeigte sich auch am Spielstand: Aron Szmolek verkürzte in der 50. Minute auf 1:3 und hielt die Gäste damit im Spiel. Racz betonte, dass seine Mannschaft nach der Pause spielerisch besser gewesen sei als der Gegner. Als Szmolek in der 81. Minute auch noch das 2:3 nachlegte, war die Partie plötzlich wieder offen. „Wir haben alle Möglichkeiten gehabt, das 3:3 zu schießen“, sagte der Trainer, der gerade diese Phase als gute Phase seines Teams beschrieben hat. Der Ausgleich fiel aber nicht. Stattdessen erhöhte Peter Farkas in der 85. Minute auf 4:2, ehe Erik Koronczai in der 90. Minute den 5:2-Endstand herstellte. Vor allem das vierte Gegentor traf Heiligenbrunn hart, weil die Gäste in dieser Phase gerade wieder dran waren.
Racz benannte nach dem Spiel sehr klar, woran es aus seiner Sicht gelegen hat. „Wir haben ganz schlecht kommuniziert, besonders in der Abwehr“, sagte er und verband das direkt mit den frühen Problemen. Ebenso offen sprach er die Chancenverwertung an. „Unsere Chancenauswertung war ganz kritisch, ganz schlecht“, meinte der Trainer, der damit auch erklärte, warum Heiligenbrunn trotz besserer zweiter Halbzeit ohne Zählbares blieb. Während Zuberbach laut Racz die Möglichkeiten in den entscheidenden Phasen konsequent nutzte, ließ seine Mannschaft zu viel liegen. „Die Gegner haben die Chancen in der ersten Halbzeit schnell ausgenützt“, sagte er. Auch deshalb wollte er die Niederlage nicht an Nebenthemen festmachen. Zum Unparteiischen sagte Racz zwar, dass dieser auf beiden Seiten Fehler gemacht habe, stellte aber ebenso klar: „Grundsätzlich hat das das Spielergebnis nicht beeinflusst.“ Der Blick des Trainers ging also ganz bewusst auf die eigene Leistung und nicht auf äußere Umstände.
Am Ende blieb bei Heiligenbrunn nicht nur die Enttäuschung über die 2:5-Niederlage, sondern auch eine personelle Nachricht, die über das Spiel hinausgeht. Racz gratulierte Zuberbach fair zum Sieg und sagte ohne Umschweife: „Sie haben verdient gewonnen.“ Danach wurde er sehr persönlich. „Ich wurde vom Vorstand entlassen. Ich bin heute nicht mehr Trainer in Heiligenbrunn“, erklärte er. Trotz dieses bitteren Moments verlor er den Blick auf seine Mannschaft nicht. Er bedankte sich für das Vertrauen im Verein und wünschte dem Team ausdrücklich alles Gute. „Ich denke, dass in dieser Mannschaft viel, viel mehr liegt“, sagte Racz zum Abschied. So endet für Heiligenbrunn ein Nachmittag, an dem die Aufholjagd nach der Pause zu spät kam und an dem der Schlusspfiff noch einmal eine ganz andere Tragweite bekam.