Spielberichte

„Wir waren in jedem Spiel dabei“ – Markus Schmidt über Umbruch und Aufbruch bei FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach

Oberpetersdorf/Schwarzenb.

In der II. Liga Mitte blickt Markus Schmidt, Trainer von FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach, auf eine intensive Herbstsaison zurück, in der seine Mannschaft trotz zahlreicher Ausfälle und vieler knapper Entscheidungen immer wieder ihr Potenzial andeutete. Nach sieben Siegen, sieben Niederlagen und einem Unentschieden steht das Team im Tabellenmittelfeld. Jüngst feierte die Elf Siege gegen ASV Pöttsching, Bad Sauerbrunn 1b und USC Pilgersdorf, musste sich jedoch ASK Marz und SV Draßmarkt geschlagen geben. Schmidt spricht offen über verpasste Chancen, einen schmerzhaften Abgang und seine Zuversicht, dass das Kollektiv in der kommenden Rückrunde trägt.


Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

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Herbstbilanz mit knappen Spielverläufen

„Von der Statistik gesehen haben wir sicher zu viele Niederlagen gehabt, die aber alle nur mit einem Tor Unterschied ausgegangen sind“, resümiert Markus Schmidt. Besonders ärgerlich sei gewesen, dass viele Partien auf Messers Schneide standen. Gleichzeitig verweist er auf eine schlagkräftige Offensive: „Die Spiele, die wir gewonnen haben, waren eigentlich sehr klar.“ Die Hinrunde hatte jedoch auch Schattenseiten – Verletzungspech und Ausfälle über Wochen hinweg verhinderten eine stabilere Punkteausbeute. „Wären diese Spieler alle da gewesen, wären sicher fünf bis zehn Punkte mehr drinnen gewesen“, sagt Schmidt selbstkritisch.

Abgänge, Neuzugänge und der Umbruch im Team

Personell steht der Verein vor einem Umbruch. Mit dem Abgang des Topstürmers Oliver Fekete verliert Oberpetersdorf/Schwarzenbach seinen torgefährlichsten Spieler. Zudem beenden mehrere Schlüsselkräfte ihre Einsätze: „Wir haben uns getrennt von unserem Tormann Lubos Lukac und dessen Bruder Dominik Lukac in der Innenverteidigung. Dominik Lukac war ohnehin lange verletzt mit einer Schambeinentzündung“, erklärt Schmidt. Auch Mittelfeldmotor Lucca Klee tritt aufgrund seines Medizinstudiums kürzer.

Im Trainerteam gibt es ebenfalls Änderungen: Der bisherige Co-Trainer wechselte zur Akademie Burgenland, sein Nachfolger kommt aus Schattendorf und hat dort erfolgreich mit jungen Spielern gearbeitet. „Er hat dort sehr gute Arbeit gemacht – das erhoffen wir uns jetzt auch bei uns“, so Schmidt über die Neubesetzung.

Neue Leader und junge Hoffnungsträger

Als zentralen Anker bezeichnet Schmidt seinen Kapitän Lukas Roschitz: „Er geht immer voran, ist in der Kabine wichtig und sorgt dafür, dass die Stimmung passt.“ Neben erfahrenen Kräften setzt der Coach vor allem auf Talente wie Mario Bredl und Julian Schöll, die im Herbst viele Einsatzminuten gesammelt haben und in der kommenden Phase weiterentwickelt werden sollen. „Es geht darum, ihnen auch im Frühjahr das Vertrauen zu geben“, betont Schmidt. Diese Mischung aus Routine und Jugend soll der Mannschaft helfen, die kommenden Aufgaben selbstbewusst anzugehen.

Blick nach vorne – Stabilität als Schlüssel

Im Vergleich zu den Topteams der Liga konnte Oberpetersdorf/Schwarzenbach laut Schmidt in direkten Duellen durchaus mithalten. Ein besonderes Lob spricht er dem Gegner Rohrbach aus, gegen den das einzige Unentschieden der Halbserie gelang: „Das war ein sehr gutes Spiel auf hohem Niveau mit viel Tempo.“ Auch die knappe Heimniederlage gegen ASK Marz bleibt ihm im Gedächtnis: „Jeder hätte da als Sieger vom Platz gehen können.“

Für das Frühjahr 2025 nennt Schmidt klare Prioritäten: „Schauen wir uns die Statistiken an, dann sind es die Gegentore, die zu einfach gefallen sind. Wir wollen in der Defensive stabiler werden.“ Den Abgang des Torjägers Oliver Fekete versucht er durch mannschaftliche Geschlossenheit zu kompensieren: „Wir werden das im Kollektiv wettmachen müssen.“ Die Vorbereitung verläuft intensiv, die Stimmung sei trotz der personellen Veränderungen optimistisch. Mit dieser Haltung möchte Oberpetersdorf/Schwarzenbach auch im Frühjahr wieder Anschluss ans vordere Tabellendrittel finden – und beweisen, dass knappe Spiele künftig die eigene Richtung nehmen.