Nach dem Duell in der 1. Klasse Mitte gegen den SC Unterpullendorf zog Co-Trainer Lorandt Schuller vom ASK Weppersdorf ein klares Zwischenfazit: viel Kontrolle, wenige klare Durchbrüche – und am Ende entschieden Standards. Die Gäste standen extrem tief im 5-4-1, das Geschehen verlagerte sich lange in ihre Hälfte, während sie auf Konter lauerten. Aus Weppersdorfer Sicht lag das Ballbesitzverhältnis bei rund 70:30, dennoch blieben „hundertprozentige“ Gelegenheiten rar. Weppersdorf traf zweimal die Latte – einmal durch Jonas Durda vor der Pause, einmal per Kopf nach einem Eckball –, Unterpullendorf köpfte knapp vorbei. Prägend: der Ausgleich der Gäste nach ihrem einzigen Eckball zum 1:1 (Torschütze: Akos Kozmor) und der Weppersdorfer Siegtreffer per Kopf nach einem seitlichen Freistoß zum 2:1 (Torschütze: Ákos Márk Virág). Zugleich übte Schuller Selbstkritik an Tempo und Entscheidungsfindung im letzten Drittel.

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„Unterpullendorf ist sehr tief gestanden, im 5-4-1. Das ist die defensivste Ausrichtung, die du machen kannst. Es war schwierig, im Prinzip fand das Spiel in deren Hälfte statt und sie haben auf Konter spekuliert.“ Schuller sprach von rund 70:30 Ballbesitz und einem deutlichen Plus an Eckbällen für sein Team. Weppersdorf dominierte Feld und Ball, fand gegen den dichten Block aber zu selten die flachen, schnellen Lösungen zwischen den Linien. Der Plan, mit hohen Bällen hinter die letzte Kette zu kommen, griff aus seiner Sicht nicht oft genug. So blieb die Partie lange zäh, kontrolliert und geduldig – mit wachem Blick auf mögliche Konter der Gäste.
„Wir haben ein bisschen mehr Chancen gehabt, aber so richtige hundertprozentige waren nicht unbedingt dabei.“ In der 1. Halbzeit setzte Jonas Durda einen Schuss an die Latte, nach dem Wechsel landete ein Weppersdorfer Kopfball nach einem Eckball erneut am Aluminium; Unterpullendorf köpfte einmal knapp vorbei.
Die Führung zum 1:0 besorgte Gabor Markus in Minute 41. In Summe wurden ruhende Bälle zum größten Hebel: Unterpullendorf glich nach seinem einzigen Eckball zum 1:1 aus (Torschütze: Akos Kozmor), Weppersdorf antwortete per Kopf nach einem seitlichen Freistoß zum 2:1 (Torschütze: Ákos Márk Virág). „Die Standards waren heute entscheidend. So viel gefährlicher waren wir insgesamt nicht“, fasste Schuller zusammen.
Gefragt nach der Umsetzung der Marschroute blieb der Co-Trainer selbstkritisch: „Nicht alles, aber den Großteil haben wir umgesetzt. Ich hätte mir mehr gewünscht, flach zu spielen und schneller zu kombinieren – wir hatten zu viele hohe Bälle.“
Immer dann, wenn sein Team flach und zügig kombinierte, tat sich Unterpullendorf schwer; die hohen Zuspiele hinter die Abwehr „haben irgendwie nicht funktioniert“. Das Kräftemessen blieb dabei fair und kampfbetont: „Das war auf Augenhöhe.“ Für die nächste Woche gab Schuller die Richtung vor: „An der Einstellung arbeiten – weniger Überheblichkeit, weniger Bequemlichkeit. Das müssen wir ändern.“