Spielberichte

SV Draßmarkt-Trainer Philipp Schordje: „Ein, zwei Chancen reichen“ – 2:0 im Derby in Neutal

ASK Neutal
SV Draßmarkt

Für SV Draßmarkt und Trainer Philipp Schordje wurde das Auswärtsderby in der II. Liga Mitte beim ASK Neutal zum Härtetest im Abstiegskampf. Der Coach schilderte eine intensive, bis in die Schlussphase umkämpfte Partie, in der seine Mannschaft mit klarem Plan und großem Willen auftrat. Aus seiner Sicht lag der Ballbesitz häufiger bei den Gastgebern, doch Draßmarkt setzte auf Effizienz und mentale Stärke. Neben dem unbedingten Zug zum Tor hob Schordje den Zusammenhalt, die Rolle einzelner Führungsspieler und die lautstarke Unterstützung der Fans als prägende Faktoren dieses Derbys hervor.


Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zugriff und Effizienz prägen das Derby

Schordje ordnete das Spiel als Abnützungskampf im Tabellenkeller ein – ein Duell, in dem Zweikämpfe, Geduld und Klarheit im letzten Drittel den Unterschied machten. Nach seiner Einschätzung hatte ASK Neutal über Phasen mehr Ballbesitz, doch die Gäste setzten den Matchplan konsequent um. Entsprechend betonte der Trainer die Durchschlagskraft bei wenigen Chancen: „Wir wussten an diesem Tag, dass ein, zwei Chancen für uns reichen werden – und deshalb sind wir als Sieger vom Platz gegangen.“ Der Spielverlauf lieferte die passenden Marker: Kurz vor der Pause stellte Szilard Köfarago auf 1:0 (47.), in der Schlussphase erhöhte Bertold Popovics auf 2:0 (94.). Die zweite Halbzeit war zudem von einem personellen Einschnitt bei den Gastgebern geprägt, als Lukas Berlakovich kurz nach Wiederbeginn die Rote Karte sah (46.). Für zusätzliche Wucht über Standards musste Draßmarkt an diesem Tag nicht sorgen – die Entscheidung fiel aus dem Spiel heraus und durch konsequente Nutzung der wenigen, aber klaren Gelegenheiten.

Führungsspieler setzen Zeichen

Ein besonderer Fokus des Trainers lag auf der inneren Achse seiner Mannschaft: „Ich möchte hervorheben, dass unser Kapitän Dominik Heissler verletzt gespielt hat und die Truppe zum Sieg geführt hat.“ Dieses Signal von der Spitze verknüpfte Schordje mit der Grundhaltung, die er über die gesamten 90 Minuten beobachtete: „Es war ein klassisches Abstiegsduell, wo beide Seiten sich nichts geschenkt haben, aber wir das Spiel einfach mehr gewinnen wollten als der Gegner.“ Dass Neutal über längere Phasen den Ball kontrollierte, passte dabei zum Plan der Gäste, die Wege zustellten, Umschaltmomente provozierten und dann kompromisslos abschlossen – eine Herangehensweise, die im Derbyrahmen den entscheidenden Vorsprung verschaffte.

Fans, Mentalität und der Blick nach vorn

Auf die Atmosphäre angesprochen, fand der Trainer deutliche Worte: „Unsere Fans sind die besten. Sie haben von der ersten bis zur letzten Minute daran geglaubt, dass wir den Derbysieg holen – und Neutal war auch okay.“ Schordje machte die mentale Robustheit als Kern dieser Leistung aus: „Unsere mentale Stärke hat uns zu den drei Punkten im Derbysieg geführt und daran werden wir uns jede Woche messen lassen und weiter anschließen.“ Zugleich formulierte er einen klaren Arbeitsauftrag für die kommenden Wochen: „Es gibt immer was zu arbeiten, aber verstärkt wollen wir den Glauben zurück in die Mannschaft gewinnen, dass wir Spiele gewinnen können, auch zu null.“ Aus seiner Sicht ist der Weg damit klar gezeichnet: Über Teamgeist, Führungsqualitäten und konsequente Chancenverwertung will Draßmarkt die nächsten Schritte setzen – getragen von der Überzeugung, dass im engen Abstiegskampf jede geschlossene Leistung ein weiterer, wichtiger Baustein ist.

II. Liga Mitte: Neutal : Draßmarkt - 0:2 (0:1)

  • 94
    Bertold Mihaly Popovics 0:2
  • 47
    Szilard Köfarago 0:1