Nach dem Nachbarschafts-Duell in der 2. Liga Mitte zwischen dem ASV Draßburg und SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf ordnete der Sportliche Leiter Oliver Frank die Lage pointiert ein. Seine Stichworte: Geduld, Mentalität und deutliche Spielkontrolle. Trotz Pausenrückstand behielt seine Mannschaft einen klaren Kopf, fand früh nach Wiederbeginn den Ausgleich und drehte die Partie – getragen von Ruhe am Ball und einem klaren Plan. Standards spielten diesmal weniger eine Rolle, die Entscheidung fiel aus dem Spiel heraus. Gleichzeitig verwies Frank auf die anstehenden, schwierigen Wochen und die weiterhin präsente Abstiegsgefahr; überwältigende Euphorie ist kein Thema. Bemerkenswert: Auch in Unterzahl blieben die Gäste aus Zemendorf bis zum Schluss gefährlich und erzwangen höchste Konzentration bis in die Schlussphase.

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Oliver Frank sprach von einem „Sieg der Geduld mit einer Comeback-Qualität“ und beschrieb eine 1. Halbzeit mit klarer Spielkontrolle, in der jedoch der letzte Pass fehlte, um die kompakt verteidigenden Gäste aufzubrechen. Ein Pfostenschuss blieb die größte Möglichkeit vor der Pause, ehe der Rückstand zur mentalen Prüfung wurde. Nach dem Seitenwechsel änderte sich der Ton des Spiels spürbar: „Wir sind in der 2. Halbzeit nicht in Hektik verfallen, sondern haben unsere spielerische Dominanz noch vielschichtiger ausgespielt.“ Diese Haltung zahlte sich aus – der frühe Ausgleich setzte das Signal, die endgültige Wende folgte wenig später.
„Das Verhältnis des Ballbesitzes war einseitig auf unserer Seite“, bilanzierte Frank. Die Gäste agierten tief und kompakt, Draßburg drückte – und doch stand es zur Pause 0:1 (41., Torschütze: Elija Heinzl). Nach dem Wiederanpfiff fielen die entscheidenden Treffer: In der 52. Minute stellte Sadik Emre Akgül per abgefälschten Weitschuss auf 1:1, in der 63. Minute drehte Matyas Krizsonits auf 2:1. In der 76. Minute tauchte ein Gäste-Stürmer frei vor dem Tor auf und vergab, ab der 78. Minute agierte SV 7023 ZSP nach Gelb/Rot für Simeon Habeler in Unterzahl. Dennoch blieb es brenzlig: In der 89. Minute besaß Kevin Glatz eine Topchance – der potenzielle Ausgleich lag in der Luft. Das Chancenbild der Draßburger war jedoch nach der Pause klarer, doch die Partie blieb bis zum Ende offen und forderte maximale Präsenz.
In der Einordnung des Zweikampfbildes betonte Oliver Frank, dass die Gäste vor allem auf Stabilität setzten, während Draßburg konsequent die spielerische Note suchte – Ausdruck einer klaren Identität. Für die kommenden Wochen dominiert Realismus: „Wir sind in der Rückrunde ungeschlagen, aber trotz dieser Serie bleiben wir mit beiden Beinen auf dem Boden. Die Abstiegsgefahr hält leider noch an und ist bei der Leistungsdichte in dieser Liga noch lange nicht gebannt. Es warten jetzt extrem schwierige Wochen auf uns, in denen wir diesen Fokus beibehalten müssen. Der Klassenerhalt bleibt harte Arbeit.“