Spielberichte

SV Rohrbach-Coach Hannes Friesenbichler: „Wir haben das 1:0 über die Bühne gebracht“

Rohrbach
Oberpetersdorf/Schwarzenb.

Ein Nachmittag der Intensität und Disziplin: Im Duell der II. Liga Mitte zwischen SV Rohrbach und FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach sprach Trainer Hannes Friesenbichler von einem Spiel „von Tempo und von Zweikämpfen geprägt“. Bei schwierigen Platzverhältnissen nach Wetterkapriolen und spürbarem Wind war die Kulisse überschaubar, die Spannung dafür hoch – die frühe Führung zum 1:0 (Torschütze: Norbert Füleki) hielt bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel zog die FSG die Intensität deutlich an, Rohrbach wackelte kurz, hielt aber stand. Friesenbichlers Fazit: Einsatz, Kompaktheit und resolutes Verteidigen in heiklen Momenten gaben letztlich den Ausschlag für einen knappen Heimsieg in einer Partie, die weniger von Standards als vielmehr von Mittelfeldduellen und schnellen Umschaltmomenten lebte.


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Erste Halbzeit im Griff, danach unter Druck

In seiner Einordnung unterschied Friesenbichler klar zwischen zwei Halbzeiten: „In der ersten Halbzeit waren wir klar dominierend – Ballbesitz, Kombinationsspiel, Chancen. Nach der Pause ist Oberpetersdorf/Schwarzenbach besser aufgekommen, aggressiver, und hat uns das Leben schwer gemacht. Wir hatten aber auch unsere Möglichkeiten und haben das 1:0 über die Bühne gebracht.“ Entscheidende Momente prägten beide Phasen: Bereits in Minute 24 stellte Norbert Füleki auf 1:0 – ein Vorsprung, der bis zur Pause Bestand hatte und dem Spiel später die Dramaturgie gab. Nach Wiederbeginn erhöhte die FSG die Schlagzahl, zwang Rohrbach tiefer – und hatte zwei dicke Möglichkeiten auf den Ausgleich. Wäre der gefallen, hätte die Partie kippen können. Dass es nicht dazu kam, verbuchte Friesenbichler als Ergebnis einer robusten Defensivleistung in den Schlüsselszenen.

Hochkaräter, Abseitsdiskussion und wenig Gefahr bei Standards

Chancen gab es beidseitig – und Diskussionsstoff obendrauf. „Wir hatten drei bis vier Hundertprozentige und haben dabei drei Tore erzielt, von denen zwei wegen vermeintlichen Abseits aberkannt wurden – aus meiner Sicht schwer zu beurteilen“, so Friesenbichler. Nach der Pause meldete sich Oberpetersdorf/Schwarzenbach mit zwei Großchancen zurück; in diesen Phasen geriet der knappe Vorsprung unter Druck. Die kniffligen Abseitsentscheidungen wollte der Coach nicht skandalisieren: „Die zwei vermutlichen Abseitstore kann man diskutieren. Auf einer Seite gab es einen Linienrichter, auf der anderen nicht – daher mache ich dem Schiedsrichterteam keinen Vorwurf.“

Standards spielten derweil eine untergeordnete Rolle: „Standardsituationen haben in diesem Spiel kaum eine Rolle gespielt. Es war eher vom Mittelfeld geprägt; Freistöße kamen meist aus dem Halbfeld und waren entsprechend ungefährlich.“ So entschieden am Ende saubere Abläufe in Ballbesitz, Intensität in den Zweikämpfen und das Verteidigen der zweiten Bälle stärker als ruhende Bälle.

Tiefer Boden, viel Wind – und klare To-dos

Die Rahmenbedingungen prägten die Dramaturgie: „Die Platzverhältnisse nach den Wetterkapriolen waren schwierig – ein tiefer Platz, schwer zu bespielen. Und der Wind hat sein Übriges getan. Die Zuschauerzahl war deshalb überschaubar“, erklärte Friesenbichler.

Inhaltlich zieht er aus dem 1:0 klare Lehren – vor allem mit Blick auf die Abläufe in letzter und vorletzter Linie: „Wir müssen in der Offensive unsere Abläufe wieder verbessern – offensiv wie defensiv – und die Torchancenauswertung rückt in den Vordergrund. Nichtsdestotrotz arbeiten wir weiter an unserem Plan und unserer Idee. Nur so können wir erfolgreich bleiben.“ Unterm Strich entschieden Kompaktheit, Präsenz in den Zweikämpfen, sauberes Umschalten und das konsequente Verteidigen der zweiten Bälle einen knappen, aber verdienten Heimsieg.

II. Liga Mitte: Rohrbach : Oberpetersdorf/Schw. - 1:0 (1:0)

  • 24
    Norbert Füleki 1:0

 

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