Nach einem reifen Auftritt von SV Rohrbach gegen die kompakt verteidigende SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin zeigte sich Trainer Hannes Friesenbichler spürbar zufrieden. Er sprach von klarer Überlegenheit, hohem Ballbesitz und der Geduld, die besonders vor der Pause nötig war. Im Rahmen der II. Liga Mitte war für ihn vor allem entscheidend, dass das Pass- und Kombinationsspiel konsequent durchgezogen wurde – und das Resultat folgerichtig stimmte.

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Friesenbichlers Fazit zum ballorientierten Auftritt ist klar: „Wir waren 90 Minuten klar überlegen und haben kaum eine gegnerische Chance zugelassen. Kaisersdorf hat es vor der Pause taktisch sehr gut gemacht, aber mit zunehmender Spieldauer haben wir sie mit unserem Pass- und Kombinationsspiel müde gespielt – der 2:0-Sieg ist verdient.“ Mit fortlaufender Spieldauer kippte das Geschehen sichtbar in Richtung Rohrbach: In Minute 68 eröffnete Lukas Wenninger mit dem 1:0 den Weg – die zuvor gezeigte Dominanz erstmals in Zahlen. Spät, aber folgerichtig setzte Gustavo Silva in der 92. Minute mit dem 2:0 den Schlusspunkt.
Auch bei der Chancenbilanz blieb der Ton deutlich. „Vor allem in Halbzeit zwei hatten wir vier bis fünf Großchancen, der Gegner allenfalls eine halbe. Daher geht das 2:0 absolut in Ordnung.“ Offensiv suchte Rohrbach zudem nach Lösungen bei ruhenden Bällen: „Wir haben bei Standards die eine oder andere Variante ausprobiert – das hat gut funktioniert, auch wenn noch kein Tor daraus fiel.“ Defensiv ließ die Mannschaft kaum etwas zu, was zur insgesamt kontrollierten Anmutung der Partie passte. Unterstützung fand das Geschehen in einer ruhigen Spielleitung: „Die Schiedsrichterleistung war – wie schon am Freitag zuvor – gut. Ich bin sehr zufrieden.“
Mit Blick nach vorn blieb Friesenbichler nüchtern und fordernd zugleich: „Die nächste Aufgabe in ZSB am kommenden Samstag wird nicht einfach. Wir wollen wieder mit unserem Kombinationsspiel, Zielstrebigkeit und viel Laufarbeit zum Erfolg kommen.“ Friesenbichlers Kernbotschaft bleibt unverändert: Wer das Spiel kontrolliert, den Ball laufen lässt und die Räume geduldig sucht, erarbeitet sich zwangsläufig Chancen – und hält zugleich das eigene Tor weitgehend frei von Gefahr.