Nach dem Auswärtsauftritt des ASK Neutal bei der SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin in der II. Liga Mitte überwog bei Trainer Dieter Komanovits das Gefühl einer verpassten Gelegenheit. Trotz der 0:2-Niederlage sprach er von klaren Spielanteilen und mehreren ausgelassenen Möglichkeiten, verwies auf zwei aus seiner Sicht ungeahndete Szenen und hob zugleich die hohe, aber faire Intensität hervor. Der Tenor: viel Kontrolle, zu wenig Ertrag – und der Blick bereits auf das nächste, fordernde Wochenende gerichtet.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Neutal eröffnete die Partie mit einer dicken Möglichkeit nach knapp einer Minute und kam im weiteren Verlauf, so Komanovits, auf vier bis fünf Großchancen, während der Gegner maximal zwei bis drei wirklich gefährliche Szenen verzeichnete. „Vom Spielverlauf her waren wir über die neunzig Minuten die bessere Mannschaft. Wir hatten mehr Spielanteile, haben viele Chancen herausgespielt – letztlich sind wir aber an unserem Unvermögen im gegnerischen Strafraum gescheitert.“ Effizient zeigten sich hingegen die Hausherren: Manuel Wiedenhofer stellte in der 18. Minute aus Neutaler Sicht auf 0:1, Damjan Skoric setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 0:2.
„Über rund siebzig Minuten hatten wir eine gute Spielkontrolle“, resümierte Komanovits. „In der zweiten Hälfte waren wir zumeist in der gegnerischen Hälfte.“ Aus seiner Sicht konzentrierte sich Kaisersdorf/Markt St. Martin nach der Führung vor allem aufs Verteidigen und setzte nur sporadische Konter, während Neutal aus der eigenen Überlegenheit kein Kapital schlagen konnte. Intensiv war es dennoch: „Das Spiel wurde beidseitig sehr engagiert geführt, im Großen und Ganzen jedoch nicht überhart. Es gab Zweikämpfe und Fouls, aber in keiner Weise war es gehässig.“
Standards spielten für beide Teams laut Komanovits „keine große Rolle“. Eine Szene blieb ihm dennoch haften: „In der ersten Hälfte gab es nach einem Corner ein klares Handspiel im Kaisersdorfer Strafraum, das leider nicht geahndet wurde.“ Zudem sprach er von einem Ellbogenschlag gegen Außenbahnspieler Rene Sturm, der aus seiner Sicht ungeahndet blieb – eine potenziell folgenschwere Szene, weil sie seiner Meinung nach einen Platzverweis hätte nach sich ziehen können.
Den Fokus richtet Komanovits bereits auf die nächste Aufgabe: „Wir spielen nächstes Wochenende gegen ZSP, einen sehr schwer zu bespielenden Gegner. Leider werden wir wieder personelle Ausfälle haben – drei Spieler sind verletzt und können definitiv nicht auflaufen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir als Team auftreten und gemeinsam alles für den Erfolg geben.“