Regen, Pfützen, Kampf um jeden Meter: Beim Duell des ASV Pöttsching mit dem SV Schattendorf in der II. Liga Mitte gaben die Bedingungen den Ton an. Trainer Thomas Köller sprach von einem schwer zu bespielenden Platz und davon, dass sein Team sich besser auf die Witterung eingestellt habe. Entsprechend groß war die Erleichterung über neue Stabilität – überschattet von der Sorge um einen verletzten Mitspieler, die die Freude über den 3:0-Heimsieg dämpfte.

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Der Trainer beschrieb eine Begegnung, die früh vom Himmel diktiert wurde: In der ersten Halbzeit setzte starker Regen ein, später standen Pfützen am Platz. Der Ball blieb immer wieder hängen, Passfolgen wurden unberechenbar – gefragt waren Konsequenz und Anpassungsfähigkeit statt fußballerischer Feinheiten. Pöttsching kam damit besser zurecht und zeigte, so Köller, den größeren Siegeswillen. In diesem Setting wurden ruhende Bälle zum Schlüssel: Weil Kombinationen auf dem tiefen Geläuf kaum möglich waren, führten Standards und zielstrebiges Umschalten am ehesten zum Erfolg.
Die Anfangsphase war offen, Chancen gab es auf beiden Seiten. Mit zunehmender Dauer verlagerten sich Kontrolle und Durchschlagskraft jedoch zu den Gastgebern. In der 39. Minute brachte Marjan Markic den ASV zum 1:0 in Führung. Unmittelbar nach der Pause erhöhte Dejan Cosic in Minute 52 auf 2:0. In der Nachspielzeit setzte erneut Marjan Markic mit dem Treffer zum 3:0 (92.) den Schlusspunkt – ein Abbild einer Partie, in der Zweikampfstärke und der sichere Umgang mit den Bedingungen wichtiger waren als filigrane Lösungen.
Köller hob die Wirkung der jüngsten Ergebnisse hervor: „Wir haben in den letzten 180 Minuten, also in den vergangenen zwei Spielen, ein Torverhältnis von 7:0 – das gibt Kraft für die nächste Aufgabe und lässt den schwachen Rückrundenstart verblassen.” Doppeltorschütze Marjan Markic stand sinnbildlich für das gewachsene Selbstvertrauen.
Überschattet wurde der Abend von einer Verletzung: Otto Kovacs verletzte sich am Sprunggelenk und wurde mit der Rettung abtransportiert. „Unsere Gedanken sind bei ihm – wir hoffen, dass er schnell wieder fit wird“, sagte Köller. So bleibt neben der Freude über den 3:0-Heimsieg vor allem der Blick nach vorne: sportlich mit neuem Schwung, menschlich mit der Hoffnung auf rasche Genesung.