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Markus Buchner (Trainer SV Schattendorf): "Wir wollten den Sieg mehr"

SV Schattendorf
ASV Draßburg

Später Jubel in der II. Liga Mitte: Der SV Schattendorf bezwang den ASV Draßburg 2:1 – entschieden durch einen Kopfball von Thierry Ahissan in Minute 89. Zuvor hatte Dukagjin Karanezi die Gäste in Führung gebracht, Leon Koch glich vor der Pause aus. Trainer Markus Buchner sprach von einer "Topleistung" trotz zahlreicher Ausfälle und fasste den Unterschied knapp zusammen: "Wir wollten den Sieg mehr." Ein intensiver Abend, an dem Einsatz, Zusammenhalt und ein spätes Tor das Pendel zugunsten der Heimischen ausschlagen ließen.


Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Früher Rückstand, klare Antwort – Schattendorf beißt sich ins Spiel

Markus Buchner war nach dem Schlusspfiff hörbar stolz auf den gesamten Auftritt seiner Mannschaft – und das, obwohl es nach 17 Minuten erst einmal einen Dämpfer setzte. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, von der ersten Minute an. Das ist bei uns leider nicht immer so, aber heute haben wir von Beginn an Vollgas gegeben", sagte der Coach. Draßburg stach dennoch früh zu: Dukagjin Karanezi stellte auf 0:1 und belohnte die Gäste für ihre erste druckvolle Phase. Schattendorf ließ sich davon nicht beirren. Die Heimischen blieben aktiv, suchten weiter den Weg nach vorn und fanden in der 30. Minute die passende Antwort, als Leon Koch zum 1:1 ausglich. Zur Pause stand es leistungsgerecht unentschieden, denn wie Buchner betonte, war es "eine der besten Partien heuer – mit Leidenschaft, mit Kampf und auch mit der spielerischen Note". Dass Draßburg "mit sehr vielen Mattersburger Spielern bespickt" gewesen sei, machte den Abend in seinen Augen nicht leichter – umso wichtiger war das konsequente Dagegenhalten über weite Strecken der ersten Halbzeit.

Geduld, Zweikämpfe – und Ahissans späte Belohnung

Nach dem Seitenwechsel blieb es eng und umkämpft. Schattendorf arbeitete weiter sauber gegen den Ball, gewann viele Duelle und wartete geduldig auf den Moment, der das Spiel kippen konnte. "Ausschlaggebend war die mannschaftliche Leistung. Ich will heute keinen herausnehmen, alle Spieler waren top. Alle haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", stellte Buchner klar. Draßburg kam seiner Ansicht nach ebenfalls zu Möglichkeiten, "da haben wir manchmal auch Glück gehabt – das gehört zum Fußball dazu". Als vieles schon nach Punkteteilung roch, fiel die Entscheidung spät: In der 89. Minute köpfte Thierry Ahissan das 2:1. Buchner schilderte die Szene so: "Von der Seite kam eine super Flanke. Thierry Ahissan ist perfekt hinein gesprintet und hat den Ball mit dem Kopf ins Tor gedrückt." Für den Schützen sei es "eine Genugtuung, weil er heuer viel Pech gehabt hat". Der Treffer passte zum Gefühl am Abend: "Wir haben nie aufgegeben", sagte der Trainer, "und am Ende haben wir verdient gewonnen."

Respekt für Draßburg, Lob für den Unparteiischen und der Blick nach vorne

Auch dem Gegner zollte Buchner Anerkennung. "Draßburg, mit den Mattersburger Spielern, hatte vor allem in der ersten Halbzeit eine gute spielerische Linie und sehr gute Fußballer auf dem Platz." Entscheidend sei gewesen, diese Stärken immer wieder zu stören: "Wir haben sehr gut dagegengehalten, viele Zweikämpfe gewonnen und ihre spielerische Linie oft unterbrochen." Ein Sonderlob ging an den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war top, eine Topleistung. Kleine strittige Situationen gibt es immer, aber das war alles in Ordnung."

Unterm Strich blieb für Buchner der klare Unterschied: "Dass wir den Sieg mehr wollten." Mit dem Dreier festigt Schattendorf seine starke Rolle im Mittelfeld der Liga (aktuell 42 Punkte, Rang sechs), während Draßburg weiter um wichtige Zähler kämpft. Für die kommende Woche hofft der Coach auf Rückkehrer: "Ich hoffe, dass die vielen Ausfälle wieder dabei sind und wir aus dem Vollen schöpfen können. Der Weg geht nach oben. Wir machen weiter und werden erfolgreich sein."

II. Liga Mitte: Schattendorf : ASV Draßburg - 2:1 (1:1)

  • 89
    Thierry Ahissan 2:1
  • 30
    Leon Koch 1:1
  • 17
    Dukagjin Karanezi 0:1

 

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