In der II. Liga Mitte trennten sich der ASK Neutal und der ASV Pöttsching mit 0:0. Neutal machte über weite Strecken das Spiel, kam zu mehreren guten Möglichkeiten und erhöhte nach der Pause noch einmal klar den Druck. Am Ende stand trotzdem ein torloses Remis – auch weil der Gäste-Tormann mehrfach stark zupackte. Trainer Dieter Komanovits sprach von „zwei verlorenen Punkten“, fand nach einer langen Saison aber dennoch einen versöhnlichen Abschluss.

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Neutal kam von Beginn weg gut rein, setzte Pöttsching früh unter Druck und hatte in der ersten halben Stunde deutlich mehr vom Spiel. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben die erste halbe Stunde klar dominiert“, sagte Dieter Komanovits. Aus Sicht der Heimischen wäre in dieser Phase eine Führung drin gewesen, doch es blieb beim 0:0. Pöttsching schaffte es anschließend, die Partie offener zu gestalten, ohne dabei zwingend zu werden. Zur Halbzeit stand es 0:0. Nach Wiederbeginn legte Neutal noch einmal zu, erspielte sich Chancen „im Minutentakt“ und tauchte mehrmals frei vor dem Tormann auf. Die Erlösung blieb jedoch aus: Der Gäste-Keeper parierte mehrmals stark, sodass am Ende ein torloses Remis stehen blieb, obwohl Neutal das aktivere Team war und sich lange nicht belohnen konnte.
In seiner Analyse wurde Komanovits deutlich: „Wir hätten nach der Pause das Spiel entscheiden müssen. Wir waren mehrmals alleine vor dem Tormann.“ Gerade in dieser druckvollen Phase fehlten Kaltschnäuzigkeit und Entschlossenheit. „Uns hat die nötige Effizienz vor dem Tor gefehlt. Das zieht sich durch die ganze Saison – wir brauchen zu viele Chancen, um ein Tor zu machen.“ Großes Lob schickte er allerdings Richtung Gäste-Tor: „Der Pöttschinger Tormann war für mich Man of the Match. Er hat Pöttsching den Punkt gerettet.“
Gleichzeitig hob er die eigene Stabilität hervor: „Die Defensivleistung war wie in den letzten Spielen wieder sehr gut, wir haben ganz wenig zugelassen. Pöttsching hatte keine gefährlichen Szenen in unserem Strafraum.“ Unterm Strich blieb deshalb das Gefühl, spielerisch vieles richtig gemacht zu haben, aber im Abschluss zu wenig konsequent gewesen zu sein.
Trotz des verpassten Sieges wirkte der Schlussakkord der Neutaler Saison stimmig. „Für uns sind es eigentlich zwei verlorene Punkte, aber nach der anstrengenden Saison ist es ein versöhnlicher Abschluss“, sagte Komanovits. „Wir sind seit einigen Runden ungeschlagen und gehen so mit einem kleinen Erfolgserlebnis in die Sommerpause.“ Positiv erwähnte er auch das Schiedsrichterteam: „Sehr gut, sie hatten das Spiel im Griff.“
Den Blick richtete der Trainer bereits nach vorne: „Wir sind mitten in Transfergesprächen, wollen den Kader gezielt verstärken und dann hoffentlich besser in die neue Saison starten als in die letzte.“