In der II. Liga Mitte hat sich die SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin im Derby gegen den SV Draßmarkt mit einem 2:2 begnügen müssen. Trainer Peter Benes sprach nach dem Schlusspfiff von „eher zwei verlorenen Punkten“, weil seine Mannschaft nach einer 2:1-Pausenführung vor allem in der zweiten Halbzeit genug Möglichkeiten auf den Sieg hatte und laut Trainer in der Nachspielzeit sogar noch einen Elfmeter ungenutzt ließ.

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Benes sah von Beginn an das erwartet enge Derby, in dem seine Mannschaft zwar nicht klar überlegen war, aber über weite Strecken doch etwas mehr vom Spiel hatte. „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für uns“, sagte der Trainer, der auch von einer intensiven ersten Halbzeit sprach. Nach 32 Minuten brachte Sebastian Sommer die Heimelf mit 1:0 in Führung. Benes schilderte die Szene so, dass sein Stürmer nach einem zweiten Ball im Strafraum zum Abschluss kam und ins kurze Eck verwandelte. Diese Führung sei zu diesem Zeitpunkt „leicht verdient“ gewesen. SV Draßmarkt kam allerdings noch vor der Pause zurück und glich in der 40. Minute durch Szilard Köfarago zum 1:1 aus. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten, denn noch vor dem Halbzeitpfiff stellte Kapitän Manuel Wiedenhofer auf 2:1. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.
Dass die Partie am Ende nicht mit einem Heimsieg endete, ärgerte Benes vor allem wegen des Verlaufs nach dem Seitenwechsel. Kurz nach Wiederbeginn kassierte seine Mannschaft in der 51. Minute das 2:2 durch Tobias Bader. Der Trainer sprach in diesem Zusammenhang von einer Szene nach einem langen Ball auf die zweite Stange, bei der seine Elf den zweiten Ball schlecht verteidigt habe. Danach blieb aus seiner Sicht dennoch genug Zeit und genug Gelegenheit, um das Spiel wieder auf die eigene Seite zu ziehen. „Es waren eher für uns verlorene zwei Punkte“, sagte Benes deutlich. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft „drei bis vier Hundertprozentige“ gehabt, die ungenutzt blieben. Nach Benes' Darstellung kam in der Nachspielzeit noch die größte Chance auf den Sieg dazu, als es nach einem Foul an Bencze Sipöcz Elfmeter für die Heimelf gab. Doch auch diese Möglichkeit blieb ungenutzt, weil der Draßmarkter Tormann den Strafstoß hielt.
In seiner Analyse wurde Benes vor allem bei einem Punkt konkret: „Nicht gut funktioniert hat der letzte Pass.“ Genau dort habe es seiner Mannschaft mehrfach gefehlt, obwohl genügend gute Situationen da gewesen seien, um noch gefährlicher zum Abschluss zu kommen. Insgesamt nannte der Trainer den mannschaftlichen Auftritt „in Ordnung“, schob aber nach, dass seine Elf nicht so effektiv und nicht so stark gewesen sei wie in der Vorwoche beim Auswärtssieg in Pöttsching. Den Gegner stellte er gleichzeitig keineswegs klein. „Der Gegner hat mit seinen Möglichkeiten alles reingeworfen. Es war ein klassisches Derby“, sagte Benes. SV Draßmarkt sei in die Zweikämpfe gegangen, habe auf erste und zweite Bälle gesetzt und mit hohen Bällen gearbeitet. So habe sich der Gast den Punkt „erkämpft“ und ihn sich am Ende auch verdient, weil die SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin ihre Möglichkeiten nicht genutzt habe. Auch an der Leitung des Spiels wollte der Trainer nichts festmachen: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Trotz des späten Ärgers über den vergebenen Matchball überwiegt bei ihm deshalb kein Grund zur Unruhe. „Es ist trotzdem ein guter Start von uns in die Saison mit zwei Spielen und vier Punkten“, sagte Benes mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel bei SC Lockenhaus-Rattersdorf I.