In der II. Liga Mitte hat ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf am Freitag bei ASK Marz mit 2:1 gewonnen und damit den ersten Saisonsieg eingefahren. Trainer David Witteveen sah seine Mannschaft über weite Strecken klar überlegen, ärgerte sich aber darüber, dass aus vielen guten Phasen nicht früher die Entscheidung fiel. Genau das machte einen aus seiner Sicht verdienten Auswärtssieg am Ende noch unnötig spannend.

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David Witteveen hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft vom Anpfiff weg voll da war. "Wir waren von Anfang an sehr gut in der Partie, waren feldüberlegen und hatten überwiegend Ballbesitz", sagte der Trainer von ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf nach dem Spiel. Diese Überlegenheit schlug sich in der 16. Minute auch im Ergebnis nieder, als Konstantin Daniel Klein das 0:1 erzielte. Witteveen hob hervor, dass dem Treffer ein sauber herausgespielter Angriff über die Seite vorausging: "Das erste Tor war über die Seite mit zwei, drei Doppelpässen und einem Schnittstellenpass in die Tiefe." Ganz zufrieden war er mit dem ersten Abschnitt trotzdem nicht, weil seine Mannschaft nach der Führung kurz etwas nachließ. "Wir haben nach dem 1:0 nicht mehr so aktiv gegen den Ball gearbeitet", erklärte er. Gerade deshalb sei das Thema in der Pause klar angesprochen worden, obwohl aus seiner Sicht schon vor dem Seitenwechsel mehr drinnen gewesen wäre. "In der ersten Halbzeit muss es eigentlich schon 3:0 für uns stehen", meinte Witteveen, weil mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt blieben.
Nach dem Seitenwechsel bekam David Witteveen genau jene Reaktion, die er sich erhofft hatte. ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf blieb das aktivere Team, spielte wieder mutig nach vorne und belohnte sich in der 58. Minute mit dem zweiten Treffer. Wieder war es Konstantin Daniel Klein, der nach einem erneut sauber herausgespielten Angriff auf 0:2 stellte. Witteveen beschrieb auch dieses Tor als Produkt eines flüssigen Kombinationsspiels mit wenigen Kontakten, ehe der Torschütze sich im Eins-gegen-eins durchsetzte und ins kurze Eck abschloss. Dass die Partie danach nicht frühzeitig entschieden war, lag laut dem Trainer nicht am fehlenden Zugriff, sondern an der Chancenverwertung. Er sprach von "etlichen Chancen", von zwei Stangenschüssen und von mehreren guten Paraden des gegnerischen Tormanns. Mit dem Anschlusstreffer von Frantisek Lady in der 70. Minute, der nach einem aus Sicht des Trainers unberechtigten Elfmeter fiel, wurde es dennoch noch einmal eng. "Der wichtigste Moment war, dass wir nicht aufgehört haben, Fußball zu spielen", sagte Witteveen. Gerade in dieser Phase habe seine Mannschaft weiter auf das dritte Tor gespielt, statt nur mehr zu verwalten.
Ein großer Pluspunkt war für David Witteveen das Pressing seiner Mannschaft. Er lobte vor allem das Gegenpressing und das frühe Attackieren, mit dem ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf den Gegner immer wieder zu Ballverlusten zwang. "Wir haben vor dem 1:0 viele Bälle im letzten Drittel gewonnen und sind so zu guten Möglichkeiten gekommen", sagte der Trainer. Genauso wichtig war für ihn, dass defensiv über weite Strecken kaum etwas zugelassen wurde. Bis auf den Elfmeter und eine Standardsituation von ASK Marz habe sein Tormann kaum eingreifen müssen. Dass beim Stand von 2:1 nach seiner Wahrnehmung auch ein klarer Elfmeter an Lukas Ostermann ausblieb, erhöhte zwar die Unruhe, änderte aber nichts an seinem Gesamturteil. "Es war ein verdienter Sieg, nur am Schluss unnötig eine Zitterpartie", meinte Witteveen. Gerade im Vergleich zur Vorwoche habe seine Mannschaft diesmal mehr Ruhe bewahrt und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Entsprechend positiv blickte er nach dem ersten Erfolg nach vorne: "Ich hoffe, dass wir jetzt in die Spur gekommen sind. Wenn wir so weitermachen mit dieser Energie und diesem Willen, dann sind wir sehr schwer zu schlagen."