Spielberichte

„Wir haben unsere Chancen dieses Mal verwertet“ – Hannes Friesenbichler zum 6:0 des SV Rohrbach

ASK Weppersdorf
Rohrbach

In der II. Liga Mitte hat SV Rohrbach am Freitagabend bei ASK Weppersdorf mit 6:0 gewonnen und dabei von Beginn an den Ton angegeben. Trainer Hannes Friesenbichler sah vor allem das hohe Anlaufverhalten, das schnelle Kombinationsspiel und eine starke Chancenverwertung als Schlüssel. Schon vor der Pause stand es 4:0, direkt nach dem Seitenwechsel legte seine Mannschaft nach und ließ über die gesamte Spielzeit kaum etwas zu.


Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Früher Zugriff nimmt dem Gegner sofort den Rhythmus

Für Hannes Friesenbichler begann die Partie genau so, wie er sie sich vorgestellt hatte. „Wir haben von Beginn an gleich wieder unser Spiel versucht durchzuziehen, mit hohem Anlaufverhalten, mit Tempo- und Kombinationsfußball“, sagte der Trainer des SV Rohrbach nach dem Abpfiff. Aus seiner Sicht war genau das der erste und vielleicht wichtigste Unterschied zwischen beiden Teams. ASK Weppersdorf kam nach seiner Einschätzung kaum dazu, sich sauber zu lösen, sondern war früh auf hohe Bälle angewiesen. Auch darauf war der SV Rohrbach vorbereitet. „Sie konnten nur von Beginn an mit hohen Bällen operieren, die wir sehr gut entschärft haben“, so Friesenbichler. Dadurch kam der Tabellenführer immer besser in die Partie, gewann Kontrolle und fand auch im eigenen Offensivspiel schnell den nötigen Rhythmus.

Drei Treffer in kurzer Zeit stellen früh die Weichen

Was sich in den ersten Minuten schon angedeutet hatte, wurde dann auch auf der Anzeigetafel deutlich. In der 13. Minute brachte Emil Haladej den SV Rohrbach in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Lukas Wenninger auf 2:0 und in der 19. Minute traf Lukas Wenninger noch einmal zum 3:0. Für Friesenbichler war genau diese Phase spielentscheidend. „Entscheidend waren die drei schnellen Tore in der ersten Halbzeit“, sagte er. Besonders zufrieden war er damit, wie diese Treffer zustande kamen. „Die sind alle nach wunderbaren Kombinationen gefallen, sei es über außen, sei es durchs Zentrum, mit schönen Abschlüssen und guten Laufwegen.“ Dazu kam, dass der SV Rohrbach den Strafraum immer wieder gut besetzte. „Was uns dieses Mal sehr gut gelungen ist, dass wir die Box immer wieder sehr gut besetzt gehabt haben“, erklärte Friesenbichler. Mit dem 3:0 war die Partie früh in eine Richtung gekippt, weil ASK Weppersdorf diesem Druck und diesem Tempo in dieser Phase kaum etwas entgegensetzen konnte.

Vor der Pause das 4:0, nach dem Seitenwechsel sofort das nächste Zeichen

Auch wenn Friesenbichler zwischen der 30. und der 45. Minute eine etwas ruhigere Phase seiner Mannschaft gesehen hatte, blieb der SV Rohrbach klar tonangebend. „Wir haben dann das Spiel auch sehr gut kontrolliert, haben eine kleine Durststrecke gehabt, ich sage einmal zwischen Minute 30 und 45“, so der Trainer. Noch wichtiger war aus seiner Sicht aber, dass seine Mannschaft auch in dieser Phase nicht den Faden verlor. Kurz vor der Pause stellte Samuel Mischitz auf 4:0, womit der klare Vorsprung auch zur Halbzeit abgesichert war. Nach dem Seitenwechsel setzte der SV Rohrbach sofort nach. In der 47. Minute schnürte Lukas Wenninger mit dem 5:0 seinen Dreierpack, Friesenbichler sprach dabei von einem „schnell ausgeführten Freistoß“. Dass seine Mannschaft nach der Pause gleich wieder da war, passte zum Gesamtbild des Abends: viel Zugriff, klare Abläufe und kaum eine Phase, in der ASK Weppersdorf zurück in die Partie hätte finden können.

Landl setzt den Schlusspunkt, Friesenbichler lobt Klarheit und Effizienz

In der Schlussphase kamen noch zwei weitere Szenen dazu, die den deutlichen Ausgang unterstrichen. In der 85. Minute sah Milan Baliko von ASK Weppersdorf die Rote Karte, zwei Minuten später stellte Patrick Landl auf 6:0. Friesenbichler wollte den Sieg danach gar nicht größer machen, als er ohnehin schon war, begründete ihn aber sehr klar. „Der entscheidende Unterschied war definitiv, dass wir sehr kompakt gestanden sind, über unser Kombinationsspiel wieder uns Chancen erarbeitet haben und diese auch dieses Mal sehr gut und in großer Zahl verwertet haben.“ Gerade im Offensivspiel sah er viele Dinge, die funktioniert haben: „Besonders gut funktioniert hat definitiv in der Offensive unser Kombinationsspiel, die Laufwege, die Positionierungen.“ Ganz ohne Anspruch auf weitere Entwicklung blieb er trotzdem nicht. Er sprach davon, dass man im Zusammenspiel noch schneller werden und gegen noch tiefer stehende Gegner weitere Ideen finden müsse. Zum Spiel selbst zog er ein klares Fazit: „Unterm Strich geht der Sieg absolut verdient in Ordnung.“ Auch mit der Leitung des Unparteiischen war er zufrieden. „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut für beide Seiten. Es war eigentlich überhaupt ein fair geführtes Spiel.“ Für den SV Rohrbach ist dieses 6:0 gleichzeitig der dritte Sieg im dritten Spiel.

II. Liga Mitte: Weppersdorf : Rohrbach - 0:6 (0:4)

  • 87
    Patrick Landl 0:6
  • 47
    Lukas Wenninger 0:5
  • 45
    Samuel Mischitz 0:4
  • 19
    Lukas Wenninger 0:3
  • 15
    Lukas Wenninger 0:2
  • 13
    Emil Haladej 0:1