In der II. Liga Mitte nahm ASK Neutal beim SV Draßmarkt ein 1:1 mit, auch wenn laut Trainer Dieter Komanovits sogar mehr drin gewesen wäre. Neutal startete stark, geriet durch Gabriel Macovei dennoch in Rückstand und antwortete rasch durch David Pastuovic. Weil nach der Pause vieles Stückwerk blieb und die große Chance auf den Sieg kurz vor Schluss ungenutzt blieb, konnte Komanovits mit dem Remis am Ende dennoch leben.

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ASK Neutal war nach Aussage von Trainer Dieter Komanovits sofort in der Partie. "Wir sind sehr gut ins Spiel hineingestartet, haben gleich das Heft in die Hand genommen ", sagte er. Gerade deshalb war der Rückstand ärgerlich, weil er nicht aus einer längeren Druckphase des SV Draßmarkt entstand, sondern aus einer Umschaltsituation. Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld schaltete der Gastgeber schnell um, kam über die linke Seite durch und Gabriel Macovei brachte den SV Draßmarkt in der 10. Minute mit 1:0 in Führung. ASK Neutal brauchte aber nicht lange für die Antwort. Schon in der 15. Minute setzte David Pastuovic energisch nach, profitierte von einem schweren Tormannfehler und stellte auf 1:1. Komanovits lobte die Aktion seines Stürmers ausdrücklich: "Das war eine sehr gute Aktion von David Pastuovic!" Bis zur Pause blieb die Partie offen, weil beide Mannschaften noch Möglichkeiten vorfanden, der Spielstand aber unverändert blieb.
Nach dem Seitenwechsel verlor das Spiel laut Komanovits dann aber deutlich an Qualität. "In der zweiten Halbzeit ist das Spiel sehr fahrig geworden", sagte der Trainer, der dabei auf zwei sehr unterschiedliche Ansätze verwies. Der SV Draßmarkt operierte viel mit hohen Bällen und versuchte, über die zweiten Bälle im Spiel zu bleiben. ASK Neutal wollte es eigentlich anders lösen. "Wir wollten viel über die Außenbahnen spielen. Das haben wir zwar versucht, aber meistens war am Sechzehner Endstation", erklärte Komanovits. Damit sprach er genau jenen Punkt an, der seine Mannschaft über weite Strecken begleitete: Das ständige Bemühen nach vorne war da, der eigene Spielplan ließ sich aber nicht so umsetzen, wie man es sich vorgenommen hatte. Auch den Gegner erlebte er so, wie er ihn erwartet hatte: kampfbetont, geradlinig und mit vielen hohen Bällen. Diskussionen um einzelne Szenen wollte Komanovits gar nicht erst aufmachen, im Gegenteil: "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut."
Je länger die Partie dauerte, desto mehr sah es nach einem Remis aus. Komanovits formulierte das sehr offen: "In Summe haben eigentlich alle schon mit einem Unentschieden gerechnet." Genau in dieser Phase hatte ASK Neutal aber doch noch den Sieg vor sich. In der 85. Minute kam Rene Sturm nach einer Hereingabe von rechts alleine vor dem Tormann zum Abschluss, traf aber den Schlussmann. Für den Trainer war das die Szene des Spiels. "Im Fußballjargon war das eine Tausendprozentige. Wenn er die verwertet, fahren wir mit drei Punkten nach Hause", sagte Komanovits. Deshalb blieb nach dem 1:1 ein gemischtes Gefühl zurück. Einerseits sprach der Neutal-Coach von einem "wahrscheinlich gerechten Unentschieden", weil beide Teams Top-Chancen hatten und beide Tormänner gut parierten. Andererseits war da eben dieser späte Matchball, der ASK Neutal doch noch den Auswärtssieg hätte bringen können. So steht ASK Neutal nach drei Runden bei vier Punkten, während der SV Draßmarkt nun bei zwei Zählern hält.