In der II. Liga Mitte hat sich SC Neudörfl am Freitag mit 3:1 gegen SV Schattendorf durchgesetzt und damit im dritten Anlauf die ersten Punkte geholt. Trainer Stefan Valenka sah vor allem den mutigen Start als Basis für den Heimsieg. Weil seine junge Mannschaft diesmal von Beginn an präsent war und die Nervosität schneller ablegte, konnte sie sich nach torloser erster Hälfte doch noch belohnen.

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Valenka hatte schon in den ersten Minuten das Gefühl, dass seine Mannschaft diesmal anders auftritt als in den beiden Runden davor. „Wir waren von der ersten Minute sehr präsent“, sagte der Trainer nach dem Spiel und schob gleich nach, dass seine Spieler die Nervosität rasch abgelegt hätten. Genau das war für ihn ein wesentlicher Unterschied. SC Neudörfl kam laut seinem Coach sofort zu großen Möglichkeiten, gleichzeitig machte aber auch SV Schattendorf früh deutlich, warum der Gegner in Neudörfl so hoch eingeschätzt wurde. „Auch der Gegner hat sehr gute Chancen gehabt“, meinte Valenka, der deshalb von einer offenen ersten Hälfte sprach. Beide Teams hatten also ihre Momente, zur Pause blieb es aber dennoch beim 0:0.
Nach dem Seitenwechsel sah Valenka seine Mannschaft zunächst nicht mehr ganz so sicher wie in der Anfangsphase. „Der Gegner ist nach der Pause besser ins Spiel gekommen. Wir haben uns am Anfang sehr schwergetan“, erklärte er. Dann kam aber jener Moment, der die Partie aus seiner Sicht auf die richtige Seite drehte. In der 64. Minute brachte Matthias Müller SC Neudörfl mit 1:0 in Führung, und dieser Treffer setzte bei den Gastgebern spürbar etwas frei. „Mit dem 1:0 ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte Valenka. Danach spielte SC Neudörfl befreiter auf und legte in der 82. Minute durch Manuel Reisner das 2:0 nach. Ganz erledigt war die Sache damit noch nicht, weil Márk Szileszki in der 89. Minute für SV Schattendorf auf 2:1 verkürzte und damit noch einmal Spannung hineinbrachte. Valenka sprach davon, dass seine Mannschaft nach dem Anschlusstreffer „vielleicht noch einmal ein bissl gezittert“ habe. In der Nachspielzeit machte Matthias Müller mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 dann endgültig alles klar.
Für SC Neudörfl war dieser Erfolg weit mehr als nur ein gutes Ergebnis an einem einzelnen Abend. Nach den ersten beiden Runden ohne Punkte tat der Sieg spürbar gut, gerade weil der Umbruch im Sommer groß war. Valenka erinnerte daran, dass viele Spieler den Verein verlassen haben und die Mannschaft nun mit vielen jungen Kräften einen neuen Weg gehen muss. „Die Mannschaft ist blutjung. Viele haben noch keine Kampfmannschaftserfahrung, da muss man Geduld haben“, sagte er. Umso wichtiger war für ihn, dass diesmal nicht nur spielerisch ein Schritt nach vorne zu sehen war, sondern auch im Auftreten. „Einer war für den anderen da. Das war eine top geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte der Trainer. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein und nannte SV Schattendorf „eine sehr gute, kompakte Mannschaft“ mit starken Einzelspielern. Streitpunkte wollte er keine aufmachen. Für ihn war es „eine faire Partie“, und auch die Leistung des Schiedsrichters ging für ihn „voll in Ordnung“. Am Ende blieb bei Valenka vor allem ein Satz hängen, der diesen Abend aus seiner Sicht gut erklärt: „Ich glaube, wir haben an dem Tag mehr das Herz am Platz gelassen.“ Mit den ersten drei Punkten im Rücken will SC Neudörfl nun genau auf dieser Linie weitermachen, ohne die junge Mannschaft mit zu großen Erwartungen zu belasten.