In der II. Liga Mitte hat ASV Pöttsching gegen SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf mit 1:4 verloren. Die Gäste legten mit einer konzentrierten und kompakten Leistung den Grundstein für den Auswärtssieg, auch wenn sie in einer starken Phase der Heimelf nach der Pause bestehen mussten. Trainer Dadi Ursman Maxell fasste den Auftritt seiner Mannschaft so zusammen: „Wir sind sehr überzeugend, sehr kompakt und selbstbewusst aufgetreten.“
Dadi Ursman Maxell hatte vor dem Anpfiff genau das Spiel erwartet, das dann auch über weite Strecken zu sehen war. „Wir wussten, dass es auswärts in Pöttsching nach dem vergangenen Sieg von Pöttsching nicht leicht für uns sein wird“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft aber gut vorbereitet sah. In den ersten Minuten musste der SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf erst einmal in die Partie finden, weil der ASV Pöttsching zunächst agierte und Präsenz zeigte. Danach kamen die Gäste aber besser hinein, standen laut ihrem Trainer sehr konzentriert und brachten die nötige Laufbereitschaft auf den Platz. Der Lohn kam in der 21. Minute: Nach einem Corner stieg Martin Haider zum Kopfball hoch und traf zum 0:1. Maxell sprach von einer Standardsituation, bei der seine Mannschaft „gewisse Qualität“ habe, und genau diese Szene gab seinem Team spürbar Sicherheit. Noch vor der Pause hätte der Vorsprung sogar höher ausfallen können, weil ein Abschluss an die Latte ging. So blieb es beim 0:1 zur Halbzeit, aber die Gäste hatten sich eine gute Ausgangsposition geschaffen.
Dass das Spiel nach dem Seitenwechsel noch nicht entschieden war, machte der Trainer sehr deutlich. Er rechnete damit, dass der ASV Pöttsching daheim mehr tun würde, und genau so kam es laut seiner Einschätzung auch. Vor allem in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten nach Wiederbeginn hielten die Gastgeber stark dagegen und kamen zu ihren Möglichkeiten. „Das hätte das 1:1 sein können“, sagte Maxell offen und sprach davon, dass auch ein wenig Glück dabei gewesen sei, weil ein Ball darüberging. Diese Phase war wichtig, weil sie zeigte, dass der Auswärtssieg nicht einfach verwaltet wurde, sondern erst abgesichert werden musste. In der 63. Minute fiel dann das 0:2 durch Michal Maco, das der Trainer als schön herausgespielten Angriff beschrieb. Von hinten weg wurde die Aktion sauber aufgebaut, dann ging es mit gutem Zusammenspiel durch das Mittelfeld weiter, ehe ein Stanglpass den Treffer vorbereitete. Spätestens damit hatte der SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf das Spiel klar auf seine Seite gezogen. Michal Maco legte in der 72. Minute und in der 78. Minute noch zwei weitere Tore nach und schnürte damit einen Dreierpack. Der späte Treffer von Jason Bauer zum 1:4 in der 85. Minute änderte am klaren Bild nichts mehr.
Besonders zufrieden war Dadi Ursman Maxell mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. „Was mir sehr gut gefallen hat, war diese defensive Kompaktheit“, sagte er. Dazu passte seine Beschreibung, dass die Verteidigungslinie gut stand, die Zweikämpfe gewonnen wurden und das Spiel danach auch spielerisch kontrolliert werden konnte. Für den Trainer war genau diese Mischung aus Einsatz und Qualität der entscheidende Unterschied zwischen beiden Teams. „Wir haben eine sehr gute, kompakte Gesamtleistung gezeigt, kämpferisch und spielerisch“, erklärte er. Gleichzeitig wollte er den Sieg nicht größer machen, als er ist. Nach dem zweiten Meisterschaftsspiel sieht er seine Mannschaft noch nicht am Ende der Entwicklung, sondern „langsam im Wettkampfmodus“. Es gebe weiter Kleinigkeiten, an denen gearbeitet werden müsse. Den Gegner beschrieb er trotzdem respektvoll als gute und organisierte Mannschaft, die immer wieder versucht habe, Fußball zu spielen. Auch das faire Auftreten beider Seiten hob er hervor. „Es war ein ganz normales Wettkampfspiel, beide Mannschaften sind sehr fair miteinander umgegangen“, sagte Maxell, der auch dem Schiedsrichter eine gute Leistung attestierte. Für den SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf bleibt damit ein sehr gelungener Abend, an dem vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit den Ausschlag gab. Mit sechs Punkten aus zwei Partien ist der Start jedenfalls gelungen.