In der II. Liga Mitte hat ASK Marz am Samstag beim SV Forchtenstein mit 3:2 gewonnen und sich damit den ersten Saisonsieg geholt. Trainer Thomas Urbanek sah eine Partie, in der seine Mannschaft zweimal einem Rückstand nachlaufen musste, aber nie von ihrem Plan abwich. „Wir haben mutig gespielt“, sagte er nach dem Schlusspfiff – genau darin lag für ihn der entscheidende Unterschied.

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Aus Sicht von Thomas Urbanek hatte ASK Marz schon in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Der Trainer sprach davon, dass seine Mannschaft die Partie über weite Strecken kontrolliert habe und auf rund 70 bis 75 Prozent Ballbesitz gekommen sei. Dazu kamen laut Urbanek gleich in der Anfangsphase zwei oder drei gute Möglichkeiten. Trotzdem lag ASK Marz nach 21 Minuten hinten, weil Niklas Enapay Müller für den SV Forchtenstein mit einem Weitschuss zum 1:0 traf. Urbanek ärgerte dabei vor allem, dass seine Mannschaft in dieser Szene früher hätte draufschieben müssen. „Wir waren in der ersten Halbzeit wirklich sehr gut im Spiel, haben das Spiel unter Kontrolle gehabt“, sagte er, verwies aber auch auf zwei große Chancen vor der Pause, bei denen ASK Marz jeweils alleine vor dem Tormann auftauchte und den Ausgleich liegen ließ. In der Kabine gab der Trainer dann nur eine klare Linie vor: genauso weitermachen. Seine Mannschaft setzte das sofort um. In der 51. Minute gelang Bastian Haiden das 1:1, nachdem ASK Marz nach einem weiten Ball auf die Seite entschlossen nachsetzte und den Abschluss erfolgreich verwertete.
Dass der Ausgleich ASK Marz Sicherheit gab, war für Urbanek sofort zu sehen. Er hatte auch nach dem 1:1 das Gefühl, dass seine Mannschaft das aktivere Team blieb. Trotzdem ging der SV Forchtenstein in der 58. Minute noch einmal in Führung, als Christoph Krenn auf 2:1 stellte. Auch dieses Gegentor gefiel dem Trainer in der Entstehung nicht, weil ASK Marz im Zentrum zu breit gestanden sei und zu viel Raum hergegeben habe. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft nur kurz brauchte, um wieder zurückzukommen. In der 61. Minute fiel das 2:2 durch Frantisek Lady, nachdem ASK Marz nach einem Foul an Matej Skreptak einen Elfmeter zugesprochen bekam. Der entscheidende Treffer zum 3:2 fiel dann in der 72. Minute: Samuel Kovalcin vollendete eine Aktion, die laut Urbanek mit einem tiefen Pass begann und nach guter Weiterverarbeitung vor dem Abschluss sauber ausgespielt wurde. In der Schlussphase warf der SV Forchtenstein laut Urbanek noch einmal alles nach vorne und suchte sein Heil oft mit weiten Bällen. Leicht sei das nicht zu verteidigen gewesen, sagte der Trainer, „aber in Summe haben wir fast nichts zugelassen“. Dazu kamen auf Seiten von ASK Marz noch ein oder zwei gute Möglichkeiten, um die Partie früher zu entscheiden.
Für Urbanek lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften am Ende nicht in einem einzelnen Moment, sondern in der gesamten Herangehensweise. „Wir haben mutig gespielt, uns Fußballspielen getraut und den Ball laufen lassen“, sagte der Trainer. Der SV Forchtenstein habe versucht, hoch Druck zu machen, ASK Marz habe sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen lassen und viele Situationen sauber von hinten herausgelöst. Auch die Ausrichtung war laut Urbanek bewusst auf den Gegner abgestimmt, und gerade deshalb war er mit der Umsetzung zufrieden. Er betonte, dass dieser Auftritt auch deshalb nicht selbstverständlich gewesen sei, weil ASK Marz nach drei Spielen noch ohne Sieg dastand. Umso mehr hob er die Haltung seiner Mannschaft hervor: „Die Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Minute alles am Platz gelassen und sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen.“ Besonders freute ihn, dass wieder mehrere sehr junge Spieler viel Verantwortung übernahmen. Bastian Haiden und Daniel Biribauer nannte er dabei ausdrücklich. Gleichzeitig verschwieg Urbanek nicht, dass bei den beiden Gegentoren noch Luft nach oben bleibt. Den SV Forchtenstein beschrieb er als aggressive, zweikampfstarke und kompakte Mannschaft, die es jedem Gegner schwer mache. Gerade deshalb hatte dieser 3:2-Auswärtssieg für ASK Marz besonderes Gewicht – nicht nur wegen der drei Punkte, sondern auch als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg.