In der II. Liga Mitte musste sich ASK Neutal in der 4. Runde am Freitagabend Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I mit 1:3 geschlagen geben. Sportlicher Leiter Thomas Feymann machte nach der Partie vor allem das 1:2 und die Gelb-Rote Karte in der 80. Minute als Knackpunkte aus. Dazu kamen aus seiner Sicht eigene Fehler, während der Gegner seine Chancen nutzte und danach defensiv kaum noch etwas zuließ.

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Für ASK Neutal begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Schon in der 6. Minute brachte Timo Gmeindl die Gäste mit 1:0 in Führung. Thomas Feymann sprach von einem Fehler in der eigenen Defensive und schilderte die Szene so: "Wir sind ziemlich schnell durch einen Abwehrfehler in Rückstand geraten, wobei der Angreifer alleine auf unser Tor zugelaufen ist und dann eiskalt abgeschlossen hat." Die Antwort der Heimischen kam aber noch rechtzeitig. In der 19. Minute traf Michael Trummer nach einem Eckball per Kopf zum 1:1 und brachte ASK Neutal wieder ins Spiel zurück. Feymann hatte danach sogar das Gefühl, dass seine Mannschaft wieder die Oberhand bekam. Umso bitterer war aus seiner Sicht das 1:2 in der 32. Minute, als Zsolt Weigerding traf. "Wir waren dann grundsätzlich wieder im Match", sagte Feymann, ehe der zweite Gegentreffer den Verlauf erneut in eine andere Richtung schob.
Mit dem 1:2 ging es in die Pause, und genau dieses Gegentor vor dem Seitenwechsel sah Feymann als einen der entscheidenden Punkte des Abends. "Ein entscheidender Moment waren aus meiner Sicht zwei Dinge: das 1:2 noch in der ersten Halbzeit und die Gelb-Rote Karte in der 80. Minute", sagte der sportliche Leiter. Nach Wiederbeginn war ASK Neutal laut seiner Einschätzung wieder das aktivere Team und versuchte, den Ausgleich zu erzwingen. "In der zweiten Halbzeit waren wir wieder am Drücker und haben versucht, das 2:2 zu machen", so Feymann. Der Ertrag blieb aber aus, weil Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I genau das auf den Platz brachte, was ASK Neutal erwartet hatte: eine tiefe, sehr konsequente Defensive. Feymann formulierte es klar: "Mit der Führung im Rücken und der schnellen Offensive versuchten sie die Umschaltmomente zu nutzen". In der Nachspielzeit setzte dann Zeteny Toth-Szatmari mit dem 1:3 den Schlusspunkt.
Bei der Einordnung der Niederlage suchte Thomas Feymann die Gründe nicht lange. Für ihn lag der Unterschied in erster Linie im eigenen Start, in der Chancenverwertung des Gegners und in den entscheidenden Fehlern rund um die Gegentore. "Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet", sagte er. Auch die Qualitäten des Gegners hob er hervor: "Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I hat die Chancen genützt und defensiv sehr gut gearbeitet." Die Schiedsrichterleistung sah Feymann zwar kritisch, den Schwerpunkt seiner Analyse legte er aber klar auf die eigene Mannschaft. In der Tabelle bleibt Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I damit nach vier Spielen mit zehn Punkten ganz vorne, während ASK Neutal nach vier Runden bei vier Zählern hält und vor allem mitnehmen muss, wie teuer frühe und späte Fehler in so einem Spiel werden können.