In der II. Liga Mitte hat ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf gegen SV Forchtenstein nach frühem Rückstand noch klar mit 4:1 gewonnen. Schon in der 3. Minute lagen die Gastgeber hinten, doch Trainer David Witteveen sah seine Mannschaft dennoch nie von ihrer Linie abkommen. "Das frühe Gegentor hat uns nicht aus der Ruhe gebracht", sagte er nach dem Heimsieg.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Beginn lief für Horitschon alles andere als ideal. Bereits in der 3. Minute brachte Milan Horvath die Gäste mit 1:0 in Führung, und Witteveen sprach danach auch offen an, dass seine Mannschaft erst einmal in die Partie finden musste. "Wir haben die ersten 25 Minuten ein bisschen gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind", erklärte der Trainer. Beeindrucken ließ sich sein Team davon aber nicht. Forchtenstein bereitete den Gastgebern laut Witteveen vor allem über die linke Seite und mit langen Bällen Probleme, doch mit zunehmender Spieldauer bekam Horitschon mehr Ballbesitz, wurde klarer in den Abläufen und entwickelte immer mehr Druck. Der Ausgleich durch Nico Wessely in der 36. Minute war dann die logische Folge dieser Phase. Noch vor der Pause legte Endrit Mucolli nach und stellte in der 41. Minute auf 2:1, womit die Partie zur Halbzeit schon in eine Richtung gekippt war.
Für Witteveen war vor allem das 1:1 ein Schlüssel im Spiel. "Das war sicher ganz wichtig, weil wir damit wieder zurück ins Spiel gekommen sind", sagte er. Überhaupt habe er schon beim Aufwärmen das Gefühl gehabt, dass seine Mannschaft an diesem Abend voll da sei und den eingeschlagenen Plan nicht verlassen würde. Genau das habe sich dann auch auf dem Platz gezeigt. In der zweiten Halbzeit bekam Horitschon die Probleme aus der Anfangsphase besser in den Griff und ließ über die zuvor auffällige Seite weniger zu. Gleichzeitig blieb die Mannschaft nach vorne das aktivere Team. Mucolli erhöhte in der 52. Minute auf 3:1 und setzte in der Nachspielzeit mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Besonders hob der Trainer dabei Konstantin Klein hervor. "Er hat heute vier Assists gemacht", sagte Witteveen und verwies damit auf einen Offensivauftritt, bei dem viele Angriffe sauber über Kombinationen vorbereitet wurden.
So deutlich das 4:1 am Ende auch war, zufrieden im Sinn von restlos zufrieden war der Trainer nicht. Gerade im letzten Drittel sieht Witteveen noch einiges an Arbeit für die kommenden Wochen. "Wir müssen das in der Offensive besser fertigspielen, dann ist das Spiel viel früher entschieden", sagte er. Er verwies auf weitere gute Möglichkeiten, auf einen Stangenschuss und auf zwei große Chancen von Martin Reich in der zweiten Halbzeit. Aus seiner Sicht hätte Horitschon den Sack schon deutlich früher zumachen können. Auch in der Defensive wünscht er sich noch mehr Präsenz und mehr gegenseitige Unterstützung. Gleichzeitig stellte er aber klar, dass die spielerische Leistung seiner Mannschaft für ihn der größte Pluspunkt war. "Wir haben uns getraut, Fußball zu spielen und nach vorne zu spielen", fasste Witteveen zusammen. Gegen einen Gegner, den er als aggressiv und zweikampfstark beschrieb, sei das ein wichtiger Schritt gewesen.
Am Ende blieb bei Horitschon deshalb nicht nur die Freude über vier Tore und drei Punkte, sondern vor allem das gute Gefühl, dass die Entwicklung in der Mannschaft stimmt. "Man merkt, dass die Mannschaft immer mehr zusammenfindet. Ein Rädchen greift ins andere, und es macht den Spielern Spaß", sagte Witteveen. Genau das stimmt ihn derzeit besonders positiv. Nach fünf Runden hält Horitschon nun bei zehn Punkten und bleibt damit vorne dran. Der Trainer wollte den Heimsieg gegen Forchtenstein zwar nicht größer machen, als er ist, doch die Richtung gefällt ihm sichtbar. Die Mannschaft wirkt gefestigter, sie bleibt auch nach einem Rückschlag ruhig und bringt immer mehr fußballerische Lösungen auf den Platz. Wenn dazu noch die Effizienz vor dem Tor steigt, könnte aus einem klaren 4:1 in Zukunft sogar ein noch deutlicherer Sieg werden.