In der II. Liga Mitte musste sich USC master design Pilgersdorf dem SV Draßmarkt im Bezirksderby mit 1:4 geschlagen geben. Nach einem 1:1 zur Pause war für die Gastgeber lange noch etwas drin, ehe die Gäste die Partie in der Schlussphase klar auf ihre Seite zogen. Obmann Thomas Schlögl machte den Unterschied vor allem an zwei Punkten fest: fehlende Konsequenz in den Zweikämpfen und zu wenig Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

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Pilgersdorf kam nach Einschätzung von Thomas Schlögl ordentlich in dieses Heimspiel und hielt gegen einen Gegner, den er ohnehin als starke Mannschaft einordnete, zunächst gut dagegen. „Die ersten zwanzig Minuten war das Spiel sehr ausgeglichen“, sagte der Obmann rückblickend. Gerade nach den bisherigen Niederlagen war es für die Hausherren wichtig, dass die Partie nicht sofort in eine Richtung lief. In der 20. Minute ging Draßmarkt dann aber doch in Führung, als Szilard Köfarago das 0:1 erzielte. Pilgersdorf ließ sich davon vorerst nicht aus der Bahn werfen, blieb im Spiel und kam in Minute 29 durch Fabian Puhr zum 1:1. Für Schlögl passte dieser Zwischenstand gut zum Verlauf: „Wir konnten das Spiel offen halten und neun Minuten später den Ausgleich schießen.“ Entsprechend fiel auch sein Urteil zur ersten Halbzeit aus. „Es war eine gerechte erste Halbzeit“, meinte er, und mit dem 1:1 zur Pause seien die Gastgeber durchaus „guten Mutes“ gewesen.
Entschieden wurde das Derby aus Sicht der Pilgersdorfer erst nach dem Seitenwechsel, genauer gesagt mit dem Treffer zum 1:2. In der 72. Minute brachte Daniel Feher die Gäste wieder in Front, und genau dieses Gegentor sah Schlögl als Folge eines Problems, das sich für ihn durch die zweite Halbzeit zog. „Das war schlechtes Zweikampfverhalten“, sagte er klar. Noch bitterer war für ihn, dass Pilgersdorf danach die Gelegenheit gehabt hätte, noch einmal zurückzukommen. „Wir hatten zweimal die Chance, wieder den Ausgleich zu schaffen“, erklärte Schlögl. Diese Möglichkeiten blieben aber ungenützt, während Draßmarkt vorne weiter konsequent blieb. In der 84. Minute erhöhte erneut Szilard Köfarago auf 1:3, nur eine Minute später stellte Daniel Feher auf 1:4. Damit hatten beide Draßmarkter Torschützen je zweimal getroffen, und auch das war für Schlögl kein Zufall. „Sie waren torhungrig, sie haben den Drang zum Tor gesucht“, sagte er über die Gäste. Besonders deutlich formulierte er die Effizienz des Gegners mit einem Satz: „Draßmarkt hat seine Chancen eiskalt ausgenutzt.“ Ebenso bezeichnend war für ihn, dass es nach der Pause „drei Torschüsse, drei Tore“ gewesen seien.
Dass die Niederlage am Ende so klar ausfiel, wurmte die Pilgersdorfer auch deshalb, weil sie sich für dieses Heimspiel einiges vorgenommen hatten. Schlögl verwies dabei auf den Trainerwechsel zu Wochenbeginn, die Heimkulisse und die Hoffnung, im Derby endlich etwas Zählbares mitzunehmen. „Wir haben gedacht, wir können einen Punkt mitnehmen oder mehr“, sagte er. Stattdessen steht Pilgersdorf nach fünf absolvierten Spielen weiter bei null Punkten, und genau diese Situation spürt man laut dem Obmann inzwischen auch in den Köpfen. „Es ist im Kopf auch eine kleine Blockade“, meinte Schlögl und sprach von einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft „ein bissl zu überhastet“ und ungenau gespielt habe. Am Unparteiischen lag es aus seiner Sicht nicht. Trotz der Vorgeschichte beider Teams und des Derbycharakters sei es diesmal ein ruhiges Spiel gewesen, der Schiedsrichter habe „gerecht gepfiffen“. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt aber nicht, denn schon kommende Woche wartet mit Lockenhaus-Rattersdorf das nächste Derby. Die Richtung gibt Schlögl dennoch klar vor: „Wir müssen weiterarbeiten, nach vorne schauen und unser Bestes geben.“