In der II. Liga Mitte hat SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin das Nachbarschaftsduell gegen ASK Neutal mit 3:1 für sich entschieden. Nach dem 0:1-Rückstand antworteten die Gastgeber rasch, legten direkt nach der Pause nach und brachten den Derby-Sieg in Überzahl ins Ziel. Trainer Peter Benes machte vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, die höhere Aggressivität und die diesmal bessere Effizienz vor dem Tor als entscheidende Punkte aus.
Benes hatte von Beginn an genau das Derby gesehen, das er erwartet hatte. „Es war ein typisches Nachbarschaftsderby“, sagte der Trainer und verwies auf die besondere Brisanz dieser Paarung, in der beide Orte nur einen Kilometer voneinander trennen. Seine Mannschaft kam nach seiner Einschätzung besser hinein. „Wir sind sehr gut in das Spiel hineingestartet und waren in den ersten zehn, 15 Minuten klar überlegen“, so Benes. Danach fand aber auch Neutal besser hinein, wurde sicherer und nutzte in der 28. Minute einen schweren Abwehrfehler zur Führung durch Rene Sturm. Umso wichtiger war aus Sicht der Heimischen die Reaktion nur wenig später. Über Erblin Polomi kam der Ball scharf in den Strafraum, Sebastian Sommer verwertete in der 34. Minute zum 1:1. „Ganz wichtig war der schnelle Ausgleich nach dem Rückschlag“, betonte Benes, weil seine Mannschaft damit nicht nur sofort zurückkam, sondern auch mit einem offenen Spielstand in die Pause gehen konnte.
Direkt nach dem Seitenwechsel setzte die SPG dort an, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. In der 48. Minute schnürte Sebastian Sommer seinen Doppelpack und stellte auf 2:1. Benes hob dieses Tor besonders hervor, weil es seiner Mannschaft sofort Sicherheit gab. „Vorentscheidend war gleich nach der Pause das 2:1 durch Sebastian Sommer“, sagte er. Danach blieb die Partie intensiv, auf beiden Seiten gab es Abschlüsse, auch wenn Benes nicht von vielen ganz großen Möglichkeiten sprach. Der entscheidende Einschnitt kam dann in der 64. Minute, als Rene Sturm die Rote Karte sah und Neutal fortan nur noch zu zehnt weiterspielen konnte. „Die entscheidende Situation war beim Stand von 2:1 die rote Karte“, erklärte Benes. Von diesem Moment an habe er „sehr daran geglaubt“, dass seine Mannschaft den Vorsprung über die Zeit bringen oder sogar noch das dritte Tor nachlegen würde.
In Überzahl blieb die SPG laut ihrem Trainer bei sich, suchte über Ballbesitz die Kontrolle und kam immer wieder in gute Zonen. Neutal versuchte es weiter mit hohen Bällen und blieb damit aus Sicht von Benes durchaus unangenehm. Gerade deshalb strich er nach dem Schlusspfiff nicht nur die Torschützen heraus, sondern die Arbeit gegen den Ball. „Neutal war trotzdem immer wieder mit hohen Bällen gefährlich, aber unsere Abwehr und unser Tormann haben das sehr gut verteidigt“, sagte er. In der 82. Minute fiel dann die Entscheidung: Erblin Polomi zog von rechts nach innen und traf zum 3:1. Damit war das Derby entschieden. Besonders hoch bewertete Benes den Auftritt auch deshalb, weil vier Stammspieler fehlten. „Es war eine geschlossene, tolle Mannschaftsleistung“, sagte der Trainer und legte nach: „Wir waren um den Ticken aggressiver und konsequenter als Neutal.“ Gerade die läuferische und kämpferische Leistung hob er mehrfach hervor.
Mit dem Derby-Sieg verbindet Benes mehr als nur drei Punkte. Er sprach offen an, dass die Effizienz vor dem Tor in den vergangenen Wochen ein Problem gewesen sei, diesmal aber gepasst habe. „Die Effizienz vor dem Tor hat diesmal sehr gut funktioniert“, sagte er, ohne dabei zu übersehen, dass weiter Arbeit wartet. Vor allem in der Defensive sieht er noch Luft nach oben, auch weil seine Mannschaft wegen Verletzungen und Krankheiten immer wieder umbauen muss. „In der Stabilität der Abwehr müssen wir weiter konsequent arbeiten“, erklärte der Trainer mit Blick auf die kommende Trainingswoche. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt, bezeichnete Neutal als gute Mannschaft und sprach von einem hart erarbeiteten Sieg. Dazu lobte er auch den Unparteiischen ausdrücklich und sprach von der „besten Schiedsrichterleistung“ in den bisherigen Spielen seiner Mannschaft. Für Benes soll dieser Abend nun der Wendepunkt sein: „Ich bin froh, dass wir mit diesem Derby-Sieg den Turnaround geschafft haben und hoffe, dass wir nächste Woche auswärts punkten werden.“