In der II. Liga Mitte hat die SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin am Freitagabend beim ASK Weppersdorf nach einem 0:2 zur Pause noch ein 2:2 geholt. Trainer Peter Benes sprach danach von einem schwachen ersten Durchgang, einer klaren Steigerung nach der Pause und von einem Punkt, den seine Mannschaft sich noch erarbeitet hat, „mehr aber nicht“.

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Benes hatte nach dem Spiel eine klare Erklärung dafür, warum seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten nie richtig in die Partie kam. „Der Gegner hat sehr tief in einem 5-4-1 verteidigt, mit allen Spielern hinter dem Ball und in der eigenen Hälfte zurückgezogen und auf Konter gespielt“, sagte der Trainer. Genau darauf sei seine Elf aber nicht gut genug eingegangen. „Wir hätten viel mehr über die Außen kommen müssen und haben in der ersten Halbzeit viel zu viel durchs Zentrum probiert. Wir haben zu langsam gespielt, deshalb ist das Spiel dahin geplätschert.“ Dass Weppersdorf zur Pause 2:0 vorne lag, passte aus seiner Sicht ins Bild. David Gera brachte die Gastgeber in der 18. Minute in Führung, wenig später legte derselbe Spieler in der 36. Minute nach. Benes schilderte beide Treffer sehr ähnlich: jeweils über die linke Seite, jeweils nach innen gezogen und zweimal mit einem starken Abschluss. „Von unserer Seite war es kein wirklich gutes Spiel“, fasste er den ersten Durchgang entsprechend nüchtern zusammen.
In der Kabine habe man einiges ansprechen müssen, sagte Benes, und die Reaktion seiner Mannschaft war dann deutlich sichtbar. „Zweite Halbzeit war es mehr oder minder Spiel auf ein Tor“, meinte der Trainer. Kaisersdorf ließ nach seiner Einschätzung nach der Umstellung wenig zu und zeigte erst dann so richtig den Willen, das Spiel noch zu drehen. Der Anschlusstreffer fiel in der 64. Minute, als Erblin Polomi über die rechte Seite zum Abschluss kam und der Ball abgefälscht im langen Eck landete. Benes sprach selbst von einem „mehr oder minder glücklichen“ Tor, sah darin aber den Startschuss für die Aufholjagd. In der 80. Minute bekam Kaisersdorf dann einen Elfmeter zugesprochen, Manuel Wiedenhofer verwandelte zum 2:2. Dass seine Mannschaft dem Sieg in Summe etwas näher gewesen sei, wollte Benes nicht völlig abstreiten. „Aufgrund vom Ballbesitz und der Spielanlage wäre vielleicht für uns der Sieg etwas mehr verdient gewesen.“ Trotzdem legte er gleich nach: „In Summe muss man sagen, war es ein gerechtes Unentschieden.“
Besonders zufrieden war der Kaisersdorfer Trainer trotz der gelungenen Aufholjagd nicht, und genau das zog sich auch durch seine gesamte Analyse. „Wir waren an diesem Tag nicht griffig genug und haben nicht so gespielt wie in den letzten Runden“, sagte Benes. Ihm fehlten vor allem mehr Tempo und mehr Genauigkeit im Passspiel. „Wir hätten in einigen Eins-gegen-Eins-Situationen schneller umschalten müssen. Wir hätten schnelleres, genaueres Passspiel gebraucht, damit wir zielgenauer vors Tor kommen.“ Gleichzeitig vergaß er nicht, dem Gegner ein Kompliment zu machen. Weppersdorf habe „sehr hart und sehr tief verteidigt“, vor der Pause „sehr gut“ gearbeitet und sich den Punkt mit seinen Mitteln verdient. Nur bei der Schiedsrichterlinie blieb Benes kritisch. Er sprach von einer nicht gegebenen Elfmetersituation vor der Pause an Sebastian Sommer und von einem Foul nach der Pause, das er härter bewertet hätte. Am Gesamtfazit änderte das aber nichts mehr. „In Summe war es ein Arbeitspunkt, den wir uns noch geholt haben, mehr aber nicht an diesem Abend.“ Genau so fühlte sich dieses 2:2 aus Sicht der Gäste am Ende auch an: als späte Rettung, aber nicht als rundum gelungener Auftritt.