In der II. Liga Mitte hat sich SV Draßmarkt am Freitagabend mit 2:0 gegen den Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf durchgesetzt und damit dem bisherigen Tabellendritten die erste Niederlage dieser Herbstrunde zugefügt. Trainer Manfred Schaffer sah eine intensive und taktisch geprägte Partie, in der seine Mannschaft vor allem in den Zweikämpfen und gegen den Ball überzeugte. Belohnt wurde dieser Auftritt mit einem Doppelpack von Daniel Feher.

Foto von Chaos Soccer Gear auf Unsplash
Schaffer beschrieb die Begegnung als Spiel, das von Beginn an Spannung hatte. "Das Spiel war von der ersten Minute weg intensiv und taktisch geprägt", sagte der Draßmarkt-Trainer. Der Führungstreffer fiel dann in der 25. Minute, als Daniel Feher das 1:0 erzielte. Mit dem 1:0 zur Halbzeit hatte sich Draßmarkt damit jene Basis geschaffen, auf der sich das Spiel danach weiterentwickeln ließ.
Was Schaffer an diesem Abend besonders gefiel, war die Arbeit gegen den Ball. "Im Zweikampfverhalten waren wir sehr fokussiert. Wir haben sehr gut versucht, die ersten Bälle zu gewinnen und auch überaus gelungen in unserer Hälfte verteidigt", sagte er. Genau darin lag aus seiner Sicht die größte Stärke seines Teams. Vor allem über die zweite Hälfte fiel das Urteil des Trainers klar aus. "Eine zwingende Torchance in der 2. Halbzeit von Lockenhaus, die ich mir gemerkt hätte, gab es nicht", sagte Schaffer. Zwar habe es noch einige Distanzschüsse gegeben, wirklich gefährlich sei daraus aber nichts mehr entstanden. Gleichzeitig hatte Draßmarkt auch nach dem Seitenwechsel weiter mehr vom Spiel. Schaffer sprach von "drei, vier zwingenden Torchancen", die sich seine Mannschaft noch erarbeitete.
Diese Entscheidung fiel dann in der 79. Minute wieder durch Daniel Feher. "Es war ein weiter Ball auf Tobias Bader. Er hat den Ball sehr gut abgedeckt und Daniel Feher super in den Lauf geschickt", schilderte der Trainer. Besonders wichtig war für ihn dabei das Timing. "Das war genau auf die Abseitslinie getimt, sodass es kein Abseits war", sagte Schaffer. Danach habe Feher den Ball im Eins-gegen-Eins mitgenommen, den Tormann ausgespielt und nur noch einschieben müssen. "Das war eine überragende Kombination", meinte der Draßmarkt-Coach. Dass Feher beide Treffer erzielte, passte aus seiner Sicht gut zu einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung, weil auch beim zweiten Tor mehrere Dinge zusammenkamen: der weite Ball, das gute Abschirmen von Bader und der konsequente Laufweg von Feher. Aus einem bis dahin engen Spiel wurde damit ein Abend, den Draßmarkt am Ende sauber und ohne große Unruhe nach Hause brachte.
So zufrieden Schaffer mit dem 2:0 auch war, ganz ohne Kritikpunkte wollte er den Abend nicht stehen lassen. Verbesserungsbedarf sieht er weiterhin bei Standardsituationen. "Da können wir uns noch weiter entwickeln. Da müssen wir noch mehr den Kontakt zum Gegner suchen und weniger Spielraum lassen", sagte er. Immerhin habe sich dieser Bereich schon im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert. Auch die Leistung des Unparteiischen sprach der Trainer positiv an. Es habe "keine einzige strittige Situation" gegeben, bei der man von einem klaren Fehler sprechen müsse. Für Draßmarkt war der Sieg auch über den Spieltag hinaus bedeutsam. Schaffer betonte, wie wichtig diese drei Punkte nach der 4:1-Niederlage gegen Rohrbach in der Vorwoche und nun auch vor eigenem Heimpublikum gewesen seien. Mit Blick auf die letzten drei Runden will er den Schwung mitnehmen. Das nächste Spiel gegen ASV Draßburg hat für ihn dabei besonderes Gewicht, weil sich daraus noch Chancen im Kampf um die Spitzenplätze ergeben können. Ganz sorgenfrei geht Draßmarkt dennoch nicht in die neue Woche, denn laut Schaffer mussten zwei junge Spieler angeschlagen ausgewechselt werden. "Ich hoffe, sie werden fit bis nächste Woche, da sie sich zu wichtigen Spielern der Mannschaft etabliert haben", sagte der Trainer.