In der II. Liga Nord hat Özgür Nurlu mit dem SC Freistadt Rust eine bemerkenswerte Hinrunde hingelegt. Der Tabellenzweite überzeugte zuletzt mit starken Auftritten gegen ASV Steinbrunn, ASV Deutsch Jahrndorf, ASV Hornstein, SV Gols und UFC Pama. Das stark verjüngte Team präsentierte sich zunehmend konstant und als geschlossene Einheit. Nurlu zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung, betont aber, dass der Weg noch längst nicht zu Ende ist. Er beschreibt eine harmonische Atmosphäre im Klub, eine stabile sportliche Basis und ein motiviertes Umfeld mit neuem Vereinsvorstand.

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Der Cheftrainer hob im Rückblick den gelungenen Umbruch hervor: Das Durchschnittsalter des Kaders sank von etwa dreißig auf rund dreiundzwanzig Jahre. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war seine Mannschaft in den meisten Spielen spielbestimmend. „Wir haben gut Fußball gespielt und sind mit dem Tabellenstand sehr zufrieden“, so Nurlu. Der Mannschaftskern bleibt zusammen; weder Abgänge noch Neuzugänge sind geplant – ein bewusster Schritt, um Balance und Vertrauen nicht zu gefährden. Besonders stolz ist der Coach auf den Kollektivgedanken: Einzelne Namen stechen zwar heraus, doch die Stärke liegt im Miteinander. Stellvertretend dafür stehen Torhüter Roman Scheit, der dynamische Felix Hölzl sowie Angreifer Christiano Filho – das Team agiert jedoch nur als Einheit auf konstant hohem Niveau.
Auch abseits des Rasens ist Bewegung im Verein. Mit einem neuen Vorstand und klaren Plänen zur Verbesserung der Vereins- und Anlagenstruktur ist Aufbruchsstimmung spürbar. „Der neue Vorstand hat viele Pläne – das motiviert unsere Spieler- und Trainergruppe zusätzlich“, betont Nurlu. Zudem kehrt sein Co-Trainer nach einer Pause in den Stab zurück – eine wichtige Stütze aufgrund von Einstellung und Fachwissen. Verantwortung wird auch aus der Mannschaft heraus übernommen: David Stagl fungiert nun als Obmann, Patrick Prokop als Stellvertreter. Für Nurlu ist das eine starke Basis für nachhaltigen Erfolg, weil beide die sportlichen und organisatorischen Bedürfnisse des Teams aus eigener Erfahrung kennen.
Personell ist die Lage weitgehend entspannt. Lediglich der Langzeitverletzte Raffael Petrik arbeitet an seinem Comeback und soll ab Februar Schritt für Schritt wieder intensiver ins Training einsteigen. Ansonsten ist der Kader fit und bereit. Sportlich blickt Nurlu optimistisch nach vorn: Nach Siegen über ASV Steinbrunn, ASV Hornstein, SV Gols und UFC Pama sowie einem Unentschieden gegen ASV Deutsch Jahrndorf hat sich Freistadt Rust im oberen Tabellenfeld etabliert. „Wir müssen fokussiert bleiben, dann können wir viel schaffen“, unterstreicht der Trainer sein Leitmotiv. Auffällig ist sein Respekt vor der Konkurrenz: Besonders der SC Kittsee habe ihn spielerisch beeindruckt – und das, obwohl sein Team dort hoch gewann. Die Mischung aus sportlicher Konstanz, kollektivem Zusammenhalt und strukturellem Aufbruch lässt Freistadt Rust optimistisch in die Rückrunde der II. Liga Nord blicken.