In der II. Liga Nord befindet sich Dietmar Bader mit seinem SC Gattendorf in bestechender Form. Nach Siegen gegen den FC Illmitz, FC Andau, ASV Steinbrunn, ASV Deutsch Jahrndorf und ASV Hornstein rangiert der Klub derzeit auf dem dritten Tabellenplatz – nur drei Punkte hinter Spitzenreiter ASV Deutsch Jahrndorf. Im Interview spricht Bader über die starke Entwicklung seines Teams, punktuelle Kaderanpassungen in der Winterpause und den hohen Stellenwert von Teamgeist und Kontinuität in Gattendorf.

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„Wir haben uns sicherlich gesteigert“, fasst Dietmar Bader die erste Saisonhälfte zusammen. Nach wechselhaftem Start fand Gattendorf zunehmend in einen klaren Rhythmus – die fünf aufeinanderfolgenden Siege vor der Winterpause belegen das eindrucksvoll. Besonders der Erfolg gegen ASV Deutsch Jahrndorf, den Tabellenführer, hatte Signalwirkung: Die Mannschaft überzeugte mit taktischer Reife und stabiler Defensive. Auch gegen Gegner wie Rust oder Hornstein glänzte Gattendorf mit präzisem Umschaltspiel und geschlossenem Auftreten. Diese Entwicklung sei kein Zufall, betont der Trainer, sondern Ergebnis gezielter Trainingssteuerung und gewachsener Geschlossenheit auf sowie neben dem Platz.
Im Winter stehen für Bader dennoch kleine, aber markante Anpassungen an. Der Abgang von Lukas Stifter-Bader habe – wie der Coach beschreibt – die Stimmung „ein bisschen gedämpft“. Mit Filip Skala verlässt ein weiterer Spieler den Klub in Richtung Slowakei. „Wir mussten Lukas ersetzen“, sagt Bader, fügt aber hinzu, dass man bereits Lösungen gefunden habe.
Fix zurückkehren wird ein früherer Gattendorfer, ebenso wie Lubomir Chovanko, der nach überstandener Knieverletzung wieder angreifen will. Zusätzlich wurde ein neuer Tormann verpflichtet, der die vakante Position im Tor übernehmen soll. Aktuell angeschlagen ist Simon Kammlander; die genaue Genesungsdauer sei „im Großen und Ganzen noch offen“, Bader hofft jedoch, dass der Offensivspieler „nicht länger als fünf Wochen ausfällt“.
Auf die Frage nach herausragenden Einzelleistungen stellt Bader klar: „Bei uns steht auf alle Fälle das Team und das Kollektiv im Mittelpunkt.“ Diese Philosophie prägt die jüngsten Erfolge ebenso wie den Trainingsbetrieb. Es gebe keine Einzelspieler, die sich über die Mannschaft stellten – vielmehr sei es das Miteinander, das Gattendorf aktuell stark mache.
Besonders beeindruckt zeigte sich Bader von Rust und ASV Deutsch Jahrndorf, die durch „kompakte Auftritte und sehr gute Einzelspieler“ hervorstachen. Strukturelle Veränderungen im Verein sind derzeit nicht geplant – Kontinuität bleibt das Schlüsselwort. Nach fünf Siegen in Serie blickt Gattendorf nun optimistisch auf die anstehende Rückrunde. „Die Vorbereitung dauert noch sieben Wochen“, erklärt der Trainer, „nächste Woche werden wir das erste Mal spielen.“
Der aktuelle dritte Platz liefert dem SC Gattendorf eine hervorragende Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf. Mit dem Rückenwind aus der erfolgreichen Hinserie und gezielten Ergänzungen im Kader will Bader den Druck auf die Spitzengruppe hochhalten. Die mannschaftliche Geschlossenheit, die sorgfältige Belastungssteuerung und die Rückkehr wichtiger Akteure dürften in den kommenden Wochen entscheidend sein. Setzt das Team seinen Weg fort, könnte dieser kompakten Mannschaft in der II. Liga Nord eine noch bemerkenswertere Frühjahrsrunde bevorstehen.