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FC Illmitz, Obmann Wilhelm Haider: „In der Defensive mussten wir reagieren“

FC Illmitz

In der II. Liga Nord blickt Wilhelm Haider, Obmann des FC Illmitz, auf eine bewegte Saisonhälfte zurück. Nach wechselhaften Ergebnissen – Niederlagen gegen SC Gattendorf, SV Wimpassing, FC Andau und ASV Deutsch Jahrndorf, aber einem wichtigen Erfolg gegen ASV Steinbrunn – liegt der Klub derzeit im Tabellenmittelfeld. Der traditionsreiche Verein steht auf Rang elf mit 16 Punkten aus 13 Partien. Im Gespräch betont Haider die Fortschritte im Teamgefüge und erklärt, warum die Abwehr im Fokus der Winterplanung steht und welche personellen Weichen die Rückrunde prägen werden.


Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Rückblick und Herausforderung Defensive

Haider analysiert die erste Saisonhälfte selbstkritisch: „Verbesserungspotenzial sehe ich in der Abwehr, da wir doch sehr viele Gegentreffer erhalten haben.“ Nach einer Phase, in der die Mannschaft offensiv mutig auftrat, aber defensiv zu offen agierte, soll nun Stabilität Einzug halten. Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass das Leistungsniveau in der Liga eng beisammenliegt – umso wichtiger sei die defensive Balance. Gleichzeitig hebt Haider den gewachsenen Zusammenhalt hervor: Nach dem Trainingsauftakt und dem ersten Testspiel am Samstag sei die Stimmung im Kader sehr gut, jeder wisse, was zu tun sei.

Transfers und Kaderstruktur

Der Abgang von Defensivspieler Daniel Ecker in Richtung Burgenlandliga war ein herber Verlust. Haider: „Das ist ein Abgang, der uns sehr schmerzt.“ Der Leistungsträger habe das Team sportlich wie menschlich geprägt. Auf die entstandene Lücke reagierte der Verein entschlossen – mit zwei Neuzugängen in der Innenverteidigung aus der Slowakei, Samuel Hegyi und Lukas Bokuvinsky.

„Wir sind dieses Mal über unseren Schatten gesprungen und haben mittlerweile drei Legionäre im Kader“, erklärt Haider. Diese Verpflichtungen seien notwendig gewesen: „Auf dem österreichischen Markt Spieler zu bekommen, vor allem in der Winterpause, ist eigentlich unmöglich.“ Der Schritt zur internationalen Verstärkung spiegelt den pragmatischen Ansatz wider, um die Defensive für den Frühjahrsdurchgang zu stärken.

Verletzungen, Nachwuchs und Teamgeist

Besonders schmerzhaft sind für den Verein die Ausfälle von Julian Loos und Thomas Salzl. Beide fallen aller Vorausicht nach im Frühjahr aus. Trotz dieser Rückschläge zieht Haider eine positive Bilanz: Junge Spieler hätten in der Hinrunde vermehrt Einsatzzeiten bekommen und sich bewährt. „Die Jungen haben sich bewiesen und werden auch weiterhin Bestandteil des Kaders sein“, betont der Obmann. Strukturell bleibt der Klub stabil – das Betreuerteam arbeitet unverändert weiter, und auch nach den Neuwahlen wurde der bestehende Vorstand weitgehend bestätigt.

Als sportliches Highlight der bisherigen Saison nennt Haider das enge Duell mit dem Herbstmeister: „Unsere Leistung in diesem Match war wirklich sehr stark, aber die Niederlage mit dem Gegentreffer in der letzten Minute war unglücklich.“ Der Obmann blickt nun optimistisch auf die Rückrunde – mit neuer Defensivstruktur, gestärktem Zusammenhalt und dem klaren Ziel, Schritt für Schritt mehr Stabilität ins Spiel zu bringen und die Position im Tabellenmittelfeld zu festigen.