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SC Kittsee, Trainer Martin Grabenbauer: „Wir arbeiten ruhig – das zeichnet uns aus.“

SC Kittsee

In der burgenländischen II. Liga Nord erlebt Martin Grabenbauer mit dem SC Kittsee derzeit einen Lauf, der Mut macht. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten fand die Mannschaft zu Stabilität und Konstanz. Vier Siege aus den letzten fünf Partien – darunter Erfolge gegen den ASV Deutsch Jahrndorf, den ASV Hornstein, den UFC Pama und den ASV Neufeld/Leitha – unterstreichen die positive Entwicklung. Nur gegen den SV Gols teilten die Kittseer Mitte Oktober beim 0:0 die Punkte. Der Trainer zieht eine erfreuliche Zwischenbilanz, lobt den Zusammenhalt über alle Mannschaftsteile hinweg und blickt optimistisch in die weitere Saisonhälfte.


Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Stabile Entwicklung nach ruhigem Saisonaufbau

„Im Großen und Ganzen ist die Saison sehr positiv verlaufen“, sagt Grabenbauer über den bisherigen Verlauf. Nach einem schwierigen Auftakt habe das gesamte Team die nötige Geduld und Ruhe bewiesen, um seine Ziele konsequent zu verfolgen. Diese Geschlossenheit zeigte sich auch auf dem Platz: Am 10. Oktober gelang ein wichtiger Sieg gegen den Tabellenführer ASV Deutsch Jahrndorf, gefolgt von einem Heimerfolg gegen Hornstein und einer Serie überzeugender Auftritte.

Mit 23 Punkten aus 13 Spielen rangiert Kittsee aktuell auf Tabellenplatz vier – nur fünf Zähler hinter der Spitze. Grabenbauer führt den Aufschwung auf Konstanz und die ruhige Arbeit im Hintergrund zurück: „Wir arbeiten ohne große Hektik, ohne Nervosität – das ist derzeit unser größter Trumpf.“

Kontinuität im Kader und gezielte Verstärkung

Während viele Vereine im Winter größere Umbrüche erlebten, blieb es in Kittsee ruhig. Zwei Abgänge vermeldete der Club: Daniel Gruber schloss sich dem SC Breitenbrunn an, Nandor Katona verließ den Verein aus persönlichen Gründen. Als einzigen Neuzugang holte Kittsee Nicolas Thaller einen Spieler vom SF Berg. Für den Trainer ist das ein bewusstes Zeichen für Kontinuität: „Wir mussten heuer nicht viele Spieler integrieren. Das fällt weg, und somit sind wir positiver Dinge.“

Die Mischung von routiniert und jung passe ganz gut. Zugleich hob er hervor, dass die Eingespieltheit der Mannschaft eine wichtige Grundlage für den derzeitigen Lauf sei. Kleinere Blessuren blieben ohne Einfluss auf den Rhythmus; schwere Verletzungen gab es in dieser Saison keine.

Vereinsweite Aufbruchsstimmung und sportliches Selbstvertrauen

Der Trainer lobte nicht nur die Kampfmannschaft, sondern das gesamte Vereinsumfeld: „Durch gute Leistungen beider Mannschaften, der U23, des Nachwuchses und auch der Damenmannschaft herrscht eine Aufbruchsstimmung, die von allen mitgetragen wird.“ Das spiegle sich auf dem Platz in Spielfreude und Teamgeist wider. Einzelspieler wollte Grabenbauer bewusst nicht hervorheben, sondern betonte die mannschaftliche Geschlossenheit: „Wir waren stark, wenn wir als Mannschaft agiert haben.“

Die ruhige Führung und die klare Linie scheinen zu greifen – auch, weil die Spieler Verantwortung übernehmen und intern für Stabilität sorgen. Besonders beeindruckt zeigte sich Grabenbauer von der Ausgeglichenheit der Liga: Gegner wie Deutsch Jahrndorf, Gols, Neufeld oder SC Rust hätten gezeigt, wie hoch das Niveau sei. „Da steckt einerseits viel Qualität drin, andererseits gibt es viele junge Mannschaften mit Tempo. Das macht die Liga spannend und herausfordernd.“

Ausblick auf den weiteren Saisonverlauf

Mit dem derzeit vierten Tabellenrang und einem klaren Trend nach oben blickt Kittsee selbstbewusst in die nächsten Wochen. Der Trainer sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg: „Wir sind froh, dass wir Spieler haben, die Verantwortung übernehmen – und dass wir unsere Entwicklung ruhig und gezielt fortsetzen können.“

Nach den Erfolgen im Herbst will der Club den Schwung mit in die Frühjahrssaison nehmen. Die Ausgangsposition ist vielversprechend, die Stimmung im Verein stimmt, und der Trainer betont das, was Kittsee derzeit ausmacht: Geduld, harte Arbeit, Zusammenhalt und eine klare Linie. Angesichts der stabilen Leistungen und der positiven Vereinsdynamik darf der SC Kittsee realistisch auf einen Spitzenplatz am Saisonende hoffen.