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ASKÖ Schlaining, Trainer Roman Schaffer: „Große Aufbruchsstimmung – wir sind zurück in der Spur“

ASK Schlaining

Nach einer durchwachsenen Saisonhälfte mit holprigem Start hat sich ASKÖ Schlaining in der II. Liga Süd stabilisiert. In den letzten Wochen punktete das Team konstant: Auf die Niederlage gegen den SV Güssing folgten ein 1:1 gegen den SV Rechnitz, ein knapper Sieg über den UFC Markt Allhau, ein weiteres 1:1 gegen Olbendorf und zuletzt ein später Sieg gegen den stark eingeschätzten SV Kukmirn. Diese Serie brachte Schlaining auf Rang zehn und vor allem neuen Schwung in die Mannschaft. Trainer Roman Schaffer zeigte sich im Gespräch sichtbar optimistisch und stellte die Entwicklung seines Teams, personelle Weichenstellungen sowie das gewachsene Selbstvertrauen in den Mittelpunkt.


Ball auf Rasen

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Von Startschwierigkeiten zu stabilem Rhythmus

Rückblickend sieht Schaffer den Beginn der Saison kritisch, aber mit klarer Erkenntnis. „Wir hatten am Anfang Pech und Startschwierigkeiten“, erklärt er. Nach einigen Umstellungen habe sich die gewünschte Routine eingestellt: „Wir haben strukturell nachgeschärft, damit ein klarer Ablauf entsteht – und das ist gelungen.“

Die konsequente Arbeit trägt Früchte: Schlaining agiert seit Wochen kompakt, zweikampfstark und defensiv diszipliniert. Besonders der späte Sieg gegen Kukmirn, „die uns alles abverlangt haben“, unterstrich die gewachsene Widerstandsfähigkeit der Mannschaft.

Personal, Perspektiven und junge Kräfte

Im Winter hat sich im Kader einiges getan. Schaffer bestätigt die Abgänge von Paul Resch und Petar Jozic; dem stehen mehrere gezielte Neuzugänge gegenüber, die Breite und Qualität erhöhen sollen. Besonders wichtig ist dem Coach die regionale Identität: „Die Neuen passen zu unserem Weg, Spielern aus der Umgebung Chancen zu geben und sie nachhaltig zu entwickeln.“

Langfristig setzt Schaffer auf Kontinuität und individuelle Weiterentwicklung im bestehenden Kader. Verletzungssorgen gibt es derzeit nur wenige: „Momentan ist Isaak Tomisser angeschlagen, ansonsten sind alle verfügbar.“ Damit steht dem Trainer für die nächsten Aufgaben nahezu die komplette Mannschaft zur Verfügung – ein wichtiger Faktor, um den positiven Trend fortzusetzen.

Torhüter im Fokus und starke Gegner

Ein besonderer Lichtblick der letzten Wochen ist laut Schaffer Torhüter Maximilian Zöttl. „Unser Tormann hat sich hervorragend gesteigert“, lobt der Coach. Seine Form spiegelt das Gesamtbild wider: eine gereifte Mannschaft, die aus Rückschlägen gelernt hat. Auch die jungen Spieler seien „immer besser integriert“ und zeigten inzwischen konstanten Einsatzwillen.

Mit Blick auf die Konkurrenz hebt Schaffer zwei Teams hervor, die Eindruck hinterlassen haben: „Stegersbach ist sehr stark und bleibt Favorit.“ Zudem nannte er Kukmirn als Gegner, der sein Team zuletzt besonders forderte. Die Partie sei „bis zum Schluss offen“ gewesen – ein Zeichen dafür, dass Schlaining spielerisch und kämpferisch mithalten kann.

Der Tenor des Trainers ist eindeutig: Die Mannschaft arbeitet „mit großer Aufbruchsstimmung“ weiter an ihrem Weg. Die Mischung aus regionaler Identität, personeller Stabilität und dem Vertrauen in die eigene Entwicklung prägt derzeit das Bild in Schlaining. Priorität ist der Nicht Abstieg, hält die Formkurve, könnte das Team in der Rückrunde sogar noch in Richtung einstelliger Tabellenplätze klettern – ein Ziel, das Schaffer und seine Mannschaft fest im Blick haben.