In der II. Liga Süd zieht Florian Jud, Sektionsleiter des SV Mühlgraben, ein positives Zwischenfazit. Nach einem starken Saisonstart und einer empfindlichen Auswärtsniederlage in Stegersbach fand seine Mannschaft vor der Winterpause wieder in die Spur – der Sieg gegen Pinkafeld gab Rückenwind. Mit einer geschlossenen Teamleistung und stabilen Vereinsstrukturen blickt Mühlgraben optimistisch in die Rückrunde. Aktuell rangiert der Klub auf Tabellenplatz drei hinter Stegersbach und Kukmirn und hat sich damit eine solide Ausgangsbasis für das Frühjahr geschaffen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Mühlgraben eröffnete die Saison mit großem Schwung, ehe die deutliche Niederlage in Stegersbach eine spürbare Delle hinterließ. Jud spricht offen darüber: „Wir sind top in die Saison gestartet, dann in Stegersbach war natürlich ein kleiner Knick.“ Dennoch blieb das Vertrauen groß. Die Mannschaft zeigte besonders in Duellen mit höher platzierten Konkurrenten ihre Qualität. Gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte, so Jud, habe man dagegen „oft unglücklich verloren“.
Das zeigten auch die letzten Runden vor der Pause, als Niederlagen gegen Tobaj, Oberdorf, Neuberg und Bad Tatzmannsdorf folgten. Der wichtige Sieg zum Abschluss gegen Pinkafeld markierte den erhofften Schub – für Stimmung und Punktebilanz.
Großes Lob findet Jud für die einheimischen Akteure, die das Rückgrat des Teams bilden. Besonders hob er Dominik Kahr, Elias Niederl und Maximilian Hutter hervor, die „unglaublich gut im Herbst gespielt“ hätten. Ihr Einsatz auf und neben dem Platz steht stellvertretend für die mannschaftliche Geschlossenheit, die Mühlgraben stark macht.
Auch die Legionäre im Angriff hätten – wie Jud betont – „sehr, sehr positiv“ zur Entwicklung beigetragen. Von Trainingsbeteiligung bis Kameradschaft stimmt das Gesamtbild. Ein Umbruch im Winterkader blieb aus, Veränderungen gibt es höchstens in der Reserve. Alle Spieler sind fit, das Betreuerteam bleibt unverändert – vom Trainer bis zum Masseur bleibt alles bestehen. Diese Kontinuität sieht Jud als einen zentralen Erfolgsfaktor.
Das Training läuft derzeit in St. Gotthard, da die Platzbedingungen in Mühlgraben winterbedingt schwierig sind. Trotzdem überwiegt Zuversicht: „Wir sind sehr positiv auf die Rückrunde eingestellt“, sagt Jud. Das Ziel ist klar – an die Leistungen der starken Saisonphase anzuknüpfen und Konstanz in den Ergebnissen zu finden.
Auch abseits des Rasens setzt Mühlgraben auf Zusammenhalt: Veranstaltungen im Winter haben für ein lebendiges Vereinsleben gesorgt, das im Sommer mit neuen Events fortgesetzt werden soll. Mühlgraben bleibt damit ein Beispiel für sportlichen Ehrgeiz, getragen von Gemeinschaft und Beständigkeit – eine Kombination, die in der II. Liga Süd oft den Unterschied ausmacht.