Ein Auswärtsauftritt mit vielen Zweikämpfen und einem versöhnlichen Fazit: Bei der UFC Tadten ordnet Michael Lendway das 1:1 beim ASV Poolshop Austria Neufeld als leistungsgerecht ein und spricht von einer insgesamt ausgeglichenen Partie. In der II. Liga Nord betonte er sowohl die Balance im Spiel als auch die Physis des Gegners. Gleichzeitig hob er eigene Offensivakzente hervor und verwies auf eine späte Großchance, während die Hausherren in der Schlussminute noch einmal per Kopf gefährlich wurden, ohne entscheidend zu treffen. Sein Gesamtbild: ein intensives Duell, in dem beide Seiten Argumente für sich sammelten und am Ende mit einem Punkt leben konnten.

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Die Einschätzung des Sportlichen Leiters fällt deutlich aus. Auf die Frage nach Ballbesitz und Spielanteilen sagte er: "Das war eher ausgeglichen." Statt großer Unterschiede in der Spielkontrolle rückte für Lendway die Robustheit des Gegners in den Mittelpunkt – und die Reaktion der eigenen Mannschaft darauf: "Die Härte des Gegners hat uns am Anfang ein bisschen die Schneid abgekauft, aber dann haben wir gut dagegengehalten." Der Tenor bleibt trotz eigener Siegambitionen sachlich: Das Remis spiegle den Verlauf wider, bei dem sich beide Teams über 90 Minuten neutralisierten und Phasen fanden, in denen sie das Geschehen zu ihren Gunsten kippen wollten.
Entscheidend für die Gefühlslage nach dem Abpfiff waren zwei späte Szenen, die Lendway plastisch beschreibt: "Wir hatten so fünf bis sechs Minuten vor Spielende eine große Chance durch Milan Szimhardt. Neufeld hatte dann in der letzten Minute eine starke Aktion per Kopfball, was aber harmlos endete. Also es war ein gerechtes Unentschieden." Diese Passage fasst die Dramaturgie der Schlussphase zusammen: Tadten schnupperte am Auswärtssieg, Neufeld antwortete unmittelbar vor dem Ende – doch beide Male fehlte die letzte Präzision. Mit Blick auf das 1:1 unterstreicht das die von Lendway betonte Gerechtigkeit der Punkteteilung: Chancen ja, aber kein zwingender Überhang für eine Seite.
In der Bewertung einzelner Akteure findet Lendway klare Worte: Er hebt Lukas Hoffmann als besonders belebendes Element im Angriff hervor und nennt daneben auch Milan Szimhardt – zwei Offensivkräfte, die den Gegner beschäftigten und für Gefahr sorgten. Die individuelle Anerkennung passt zur Gesamtanalyse eines Spiels, das von Intensität und Momenten lebte. Gleichzeitig musste Tadten auf eine Option verzichten: "Ja, Michal Slezak hat gefehlt." Im größeren Kontext der II. Liga Nord unterstreicht das Ergebnis zudem die enge Tabellenkonstellation im unteren Mittelfeld: Neufeld/Leitha hält 18 Punkte, Tadten folgt mit 17 – nur ein Zähler trennt beide Teams. Vor diesem Hintergrund erhält das 1:1 zusätzliches Gewicht: Es stabilisiert, lässt aber zugleich Raum für den Anspruch, das nächste Mal die knappen Szenen auf die eigene Seite zu ziehen.