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Martin Grabenbauer: „Wir haben das Kommando übernommen“ – SC Kittsee dreht das Spiel in Rust

SC Rust
SC Kittsee

Auswärts beim Tabellenführer hat Martin Grabenbauer einen intensiven, zugleich fair geführten Fußballabend erlebt. Nach dem Duell zwischen SC Freistadt Rust und SC Kittsee in der II. Liga Nord betonte der Trainer die Ausgeglichenheit vor der Pause, zwei starke Paraden seines Tormanns gegen Rust-Chancen und eine strittige Strafraumszene zugunsten seiner Mannschaft, die aus seiner Sicht Elfmeter hätte bringen können. Den Führungstreffer der Hausherren per Strafstoß akzeptierte er als „hart, aber in Ordnung“ – Torschütze: Christiano Filho. Nach der Pause setzte sein Team den besprochenen Plan energisch um, übernahm das Kommando und drehte die Partie. In der Schlussphase, nach einer Gelb-Roten Karte gegen Rust, rückten Verwaltung und Abwehrarbeit in den Vordergrund, während Kittsee über Konter Nadelstiche setzte. Der Platz war „top“, die Kulisse eher überschaubar, die Stimmung am Feld phasenweise hektisch – insgesamt aber blieb alles „im grünen Bereich“.


Tormann beim Abstoß

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Kurswechsel nach der Pause

Grabenbauers Analyse des Knackpunkts ist klar: „Wir haben in der Pause besprochen, dass wir das Kommando übernehmen, mehr Druck machen und aktiver gegen den Ball arbeiten wollen.“ Genau das passierte: Sein Team diktierte die zweite Halbzeit rund 20 bis 25 Minuten klar und drehte in dieser Phase den Spielstand. Faktisch untermauert wurde die Wende durch einen Doppelpack von Romulo Silva Santos, der nach dem 0:1-Rückstand zweimal zuschlug und auf 1:1 (60.) sowie 2:1 (68.) stellte. Zuvor hatte Rust kurz vor der Pause per Elfmeter auf 0:1 gestellt – Torschütze: Christiano Filho. Für Grabenbauer blieb die Begegnung danach „ein offener Schlagabtausch“, in dem seine Mannschaft Konter setzte und das 2:1 konsequent verteidigte.

Hart, brisant – und fair

Die Tonart auf dem Rasen beschreibt der Trainer als intensiv, aber sauber: „Es war ein hochbrisantes Spiel mit vielen Zweikämpfen und viel Körperkontakt, aber alles im grünen Bereich – keine unfairen oder absichtlich harten Fouls.“ Auch strittige Momente gehörten dazu. Für Kittsee sah er eine Elfmeter-Szene, die nicht gegeben wurde: „Der war für mich zu geben, aber der Schiedsrichter hat das anders gesehen.“ Den Rust-Strafstoß zum 0:1 bezeichnete er wiederum als „hart, aber akzeptabel“. In der Schlussphase schwächte sich Rust per Gelb-Rot (83., Luiz Nascimento) selbst. Grabenbauers Eindruck: „Nach der Gelb-Roten Karte war es kein großer Sturmlauf mehr, sondern Verwalten und Warten auf den Schlusspfiff.“

Standards, Chancenbild und Rahmenbedingungen

Der Wind prägte die ruhenden Bälle spürbar: „Aufgrund des sehr starken Windes hatten die Standards nicht viel Aussagekraft. Es ist auch kein Tor nach einer Standardsituation gefallen.“ Aus dem Spiel heraus sah er auf beiden Seiten „einige Topchancen“ – in Hälfte eins parierte sein Tormann zweimal stark gegen Rust, Kittsee vergab unter anderem „zwei, drei sehr gute Abschlüsse, knapp drüber, beziehungsweise einmal im Eins-gegen-eins etwas zu weit vorgelegt“. Rund um die Partie blieb es ruhig: „Ich habe nicht mitbekommen, dass sehr viele Zuschauer am Platz waren … der Platz war super zu bespielen. Das war wirklich top.“ Was er mitnimmt? Der Comeback-Charakter beim Tabellenführer habe Eindruck hinterlassen, getragen von Disziplin und Teamarbeit. Und der Blick bleibt fokussiert: „Meine Botschaft ist klar: Wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“

II. Liga Nord: SC Rust : Kittsee - 1:2 (1:0)

  • 68
    Romulo Silva Santos 1:2
  • 60
    Romulo Silva Santos 1:1
  • 45
    Christiano Grigorio Barbosa Filho 1:0

 

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