Im Duell zwischen dem SV Wimpassing und dem ASV Deutsch Jahrndorf in der II. Liga Nord entwickelte sich eine robuste, emotionsgeladene Partie – mit klarem Trend nach dem Seitenwechsel. Trainer Peter Kaltenegger fasste zusammen: „Aufgrund der Platzverhältnisse zu dieser Jahreszeit war es eine sehr kämpferisch angelegte Partie. Und die Taktik hat dann in der 2. Halbzeit entschieden.“ Sein Team setzte nach der Pause stärker aufs Umschalten, stand bewusst tiefer und akzeptierte dafür druckvollere Phasen des Gegners. Trotz des 6:3 betonte Kaltenegger, dass drei Gegentreffer zu viel seien – die Defizite werde man rasch angehen, mit klaren Schwerpunkten bereits ab der nächsten Einheit.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
„Wir haben über weite Strecken viel richtig gemacht. In der 2. Halbzeit haben wir taktisch umgestellt und wollten klar auf Konter spielen. Allerdings haben wir den Zugriff im Mittelfeld verloren, und Deutsch Jahrndorf hat noch einmal ein Übergewicht bekommen“, erklärte Kaltenegger. Der Trainer hob zugleich hervor, dass die Ausrichtung nach der Pause letztlich den Ausschlag gab.
Zur Spielidee nach dem Seitenwechsel sagte Kaltenegger: „Wir wollten absolut auf Konter spielen und haben unser Spiel rund 20 Meter tiefer angelegt. Das entsprach aber nicht ganz unserem Stil. So haben wir mehr Drucksituationen zugelassen, als wir Konter gefahren sind. Dennoch haben wir nach der Pause aus zwei Umschaltsituationen getroffen – das hat das Spiel entschieden. Die Mannschaft hat die Vorgaben sehr gut umgesetzt.“ Zur Effizienz bilanzierte er: „Wir haben aus wenig viel gemacht. Am Schluss haben wir einige Konter ein wenig versanden lassen – da hätten wir mehr herausholen müssen. Aber wenn du sechs Tore gegen den Herbstmeister schießt, ist das natürlich etwas Besonderes.“
Zur Statik des Spiels meinte Kaltenegger: „60:40 für Deutsch Jahrndorf beim Ballbesitz.“ Standards spielten aus seiner Sicht eine geringere Rolle als erwartet: „Wir hatten zwei Großchancen nach ruhenden Bällen, aber heute waren Standards bei zwei guten Mannschaften überraschend untergeordnet – obwohl wir im Vorfeld mehr Augenmerk darauf gelegt hätten.“ Auch die Spielleitung war Thema: „Alles, was der Schiedsrichter gesehen hat und sehen konnte, wurde korrekt entschieden. Es war leider nur ein Linienrichter im Einsatz, auf der anderen Seite keiner. Das macht es für das Schiedsrichterteam natürlich schwerer – umso mehr muss man hervorheben, dass viel richtig gemacht wurde.“ Für die nächsten Tage formulierte er einen klaren Auftrag: „Wenn du drei Tore kassierst, auch wenn du selbst sechs schießt, ist das für 90 Minuten einfach zu viel. An diesen Gegentoren müssen wir wachsen, Fehler künftig vermeiden und schnell lernen. Das wird ab morgen beim ersten Training wieder angegriffen.“