Nach einem intensiven Duell mit dem Gast FC Illmitz sprach Martin Grabenbauer über Dominanz, Teamgeist und Kontrolle trotz Unterzahl. Der Trainer des SC Kittsee betonte, seine Mannschaft habe auch nach der frühen Roten Karte die Zügel in der Hand behalten und einen Rückstand geduldig gedreht. In der II. Liga Nord stand dabei weniger der bloße Spielstand im Mittelpunkt als die Reife im Umgang mit Fehlern, die Arbeit gegen den Ball und die Reaktion auf personelle Ausfälle.

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Der Knackpunkt kam früh: In der 20. Minute musste Manuel Schiszler mit Rot vom Feld – Kittsee verlor dennoch nicht die Kontrolle. „Wir waren auch mit einem Mann weniger spielbestimmend, hatten das Spiel unter Kontrolle und haben den Gegner klar dominiert“, unterstrich Grabenbauer. Inhaltlich sah er den Plan bestätigt: „Die Arbeit gegen den Ball war sensationell. Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben, sie hat sich aufgebäumt und ab dem Ausschluss gezeigt, dass sie ein echtes Team ist, das diesen Sieg unbedingt wollte.“
Im Chancenvergleich fühlte sich Kittsee klar vorne – trotz des Rückschlags. „Illmitz hatte nicht sehr viele Torchancen; ich kann mich eigentlich an gar keine erinnern. Das Tor fiel nach einem kapitalen Fehler von uns. Ansonsten hatten wir die Oberhand und die besseren Möglichkeiten.“ Konkret nutzte Illmitz diesen Ausrutscher: In der 29. Minute traf Thomas Zwickl zur 0:1-Führung. In den Zweikämpfen blieb es nach Grabenbauers Eindruck stets im Rahmen: „Es war ein faires Spiel, mit vielen Duellen, aber nie unfair. Illmitz hat alles reingeworfen.“ Beim Gegner hob er die Nummer neun als Nonplusultra der Mannschaft hervor und lobte zudem den Kapitän als „super Fußballer“.
Nach der Pause drehte Kittsee die Partie mit kühlem Kopf und Effizienz: In der 53. Minute stellte Romulo Silva Santos auf 1:1, in Minute 73 brachte Manuel Oswald sein Team 2:1 in Front, und in der 83. Minute setzte Daniel Valach mit dem 3:1 den Schlusspunkt. Diese Reife ordnete Grabenbauer in die Entwicklung seiner Mannschaft ein: „Wir haben gelernt, mit Rückständen umzugehen, geduldig weiterzuspielen, auf unsere Chance zu warten und sie zu verwerten. Bei Standards haben wir eine sensationelle Quote, und die Mannschaft kann jederzeit Spiele umdrehen und gestalten.“ Zum Abschluss verteilte er ein breites Lob und erklärte den Kurs für die kommende Woche: „Ich spreche ein Pauschallob für die gesamte Mannschaft aus. Trotz zweier Schwerverletzter und zwei gesperrter Spieler werden wir auch dieses Problem positiv anpacken.“